Verluste aus ETF-Verkauf?

3 Antworten

Leider sagst Du uns weder, wann dieser ETF gekauft, noch wann er verkauft wurde - und die ISIN des ETF behältst Du auch für Dich. Es gibt sogar ETF, die keine sind, sondern ETC - d.h. Zertifikate. Du sagst nicht, ob dieser ETF eine Teilfreistellungsquote hat. Du sagst auch nicht, welche Bank das ist, denn manche Banken rechnen falsch bzw. missverständlich, so dass bei den Anlegern noch eine wesentliche Aufgabe übrig bleibt. Das macht eine Antwort recht schwierig.

Ein paar Eckpunkte zu dem, was besteuert wird:

  • Wenn der ETF vor 2009 gekauft und irgendwann verkauft wurde, dann wäre ein Gewinn steuerfrei. Der Verlust wäre dann jedoch auch steuerlich irrelevant. Also: der Verlust ist Deiner und kann nicht mit Gewinnen gegengerechnet werden.
  • Wenn der ETF nach 2009 gekauft und vor dem 31.12.2017 verkauft wurde, greift das alte Recht, das Ausschüttungen im Moment der Zahlung besteuert und Thesaurierungen zum Geschäftsjahresende in den Betrag akkumulierter ausschüttungsgleicher Erträge (AAE) aufnimmt. Die AAE sind jährlich zu versteuern, da das aber ggf. nicht erfolgt, wird zum Verkaufszeitpunkt alles besteuert. Die zuviel gezahlten Steuern bekommst Du bei Nachweis der Versteuerung in den Vorjahren wieder erstattet.
  • Wenn der ETF nach 2009 gekauft und in 2018 verkauft wurde, dann hast Du bis zum 31.12.2017 mit der Besteuerung nach dem oben genannten Verfahren zu tun und für die Entwicklung ab dem 01.01.2018 mit dem neuen Verfahren. Hier wird für Aktienfonds mit einer Teilfreistellung von 30%, für Mischfonds mit 15% und für sonstige Fonds mit 0% gerechnet. Es ist also nur ein Teil des Gewinns bzw. Verlusts steuerlich zu betrachten. Insbesondere aber werden alle ETFs steuerlich einfacher und identisch seit 2018 behandelt.

Was kann nun verrechnet werden:

  • Zinserträge aus festverzinslichen Papieren können gegen den Verlusttopf allgemein gegengerechnet werden.
  • Dividenden sind zwar Erträge aus Aktien, sind jedoch mit dem allgemeinen Verlusttopf verrechenbar.
  • Dein ETF ist als Fonds mit seinem Verlust geht in den allgemeinen Verlusttopf.

Diese Verrechnung macht die Bank automatisch, spätestens zum Jahresende für die Jahressteuerbescheinigung. So mindert der ETF-Verlust (wenn er nun steuerlich relevant ist, siehe oben) Deine Erträge aus Zinsen und Dividenden, die besteuert werden.

Normalerweise sollte dies jedoch die Abrechnung der Bank alles ausweisen.

Hast Du die Gewinne aus Zinsen und Dividenden nicht bei der gleichen Bank, die auch den ETF verkauft hat, so solltest Du zum Jahresende eine Bescheinigung des Verlusttopfes bei der ETF-Bank (Fristen beachten!) beantragen. Damit wird der Verlust nicht vorgetragen, sondern bescheinigt und auf Null gesetzt. Die Bescheinigung sorgt für die Verrechenbarbeit mit den Gewinnen bei der anderen Bank, wenn Du Deine Einkommensteuererklärung einreichst.

Mehr läßt sich eigentlich nicht sagen, denn es fehlen viele Informationen (siehe den ersten Abschnitt oben).

Hast Du den Link von Petz1900 nicht gelesen oder was hast Du dabei nicht verstanden?

Die Verluste aus den ETFs stehen sicherlich derzeit in einem sog. Verlusttopf bei der Depotbank X oder?

Die Zins- und Dividendenerträge stammen von Wertpapieren bei der Depotbank Y oder auch bei Depotbank X?

Diese genauen Sachverhalte fehlen in Deiner Frage. Danach kann man sich um die Verlustverrechnung mit den Erträgen kümmern.

Versicherung oder ETF / Fonds wie ist das mit der Steuer?

Schönen guten Tag liebe Community,

ich bin gerade am überlegen meine Wunschpolice Strategie No. 1 der Aachen Münchener zu kündigen. Zum Vertrag: Montalicher Beitrag: 26,50 EUR, freiwillige Dynamik: 6 % (schon einmal in Anspruch genommen sonst mtl. 25,- EUR). Beginn: 01.10.2010 Ablauf: 30.09.2058. Garantierte Abfindung: 14.400,- EUR Fonds: DWS Funds Invest ZukunftsStrategie Ich zahle also 47 Jahre lang ca 26,50 EUR = 14.646,- EUR und bekomme garantiert 14.400,- EUR wieder und zahle dann noch Steuern, super.

Meine Gedanken: Ich kündige den Vertrag, nehme ein 50 %iges Verlustgeschäft frühzeitig in Kauf (Rückkaufwert) und Kaufe mir dann sparplanmäßig einen DAX ETF oder Fonds an der Börse (Cortal Consors) und bin dann nicht an Richtlinien und Vorgaben einer Versicherung gebunden und habe wahrscheinlich sogar noch geringere Gebühren.

Meine Sorgen: Mein DVAG Mann hat mir beteuert, ich würde langfristig bei der Wunschpolice sparen, weil ich nur am Auszahlungstag Abgeltungssteuer auf 50% der Rendite zahlen müsse und beim Kauf an der Börse müsse ich jedes Jahr 50 % der Rendite versteuern. Somit würde der Zinseszins Effekt verstärkt (langfristig).

Meine Lösung: Ich nehme meinen Freibetrag in Anspruch über z.B. 100,- investiere in meinen ETF bis ich 100,- Zins habe und streiche es steuerfrei ein. Dann wiederhole ich den Prozess... Klingt aber zu einfach, um möglich zu sein.

Meine Fragen: Ist die Steuerersparnis bei der Wunschpolice so ausschlaggebend? Ist es mit einem Freibetrag möglich die Steuern dauerhaft zu umgehen? Ich finde es unangenehm von einer Versicherung an die Leine genommen zu werden und würde lieber selbst investieren, aber ist das eine gute Idee? Ich bin kein Investmentprofi... aber ich denk ich würd mir den iShares DAX WKN 593393 als Sparplan zulegen, was kommen da an Kosten (vorallem Steuern) auf mich zu? Habe ein Depot bei Cortal Consors.

Liebe Grüße

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?