Verluste aus Aktienoptionen mit Gewinnen aus Aktienverkäufen?

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Was sind Aktienoptionen? Sind das Optionen auf den Erwerb von Aktien im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (in diesem Fall ist die Ausgestaltung der gewährten Option relevant für die steuerliche Behandlung) oder meinst Du fortlaufend börsengehandelte Optionsscheine auf Aktien?

Verluste aus börsengehandelten Optionsscheinen werden über den Verlusttopf Allgemein behandelt, d.h. können mit Gewinnen aus Zinsen oder Verkäufen von anderen Wertpapieren (incl. Aktien) verrechnet werden. Verluste aus Aktien gehen jedoch in den Verlusttopf Aktien und können NICHT mit Gewinnen aus anderen Wertpapierarten verrechnet werden. Ja, das ist etwas verrückt.

In jedem Fall können solche Verluste jedoch, wenn sie nicht gegen Gewinne aufgerechnet werden können, auf die Folgejahre vorgetragen werden.

Die steuerliche Behandlung von Mitarbeiteroptionen auf Aktien des Unternehmens, für das man arbeitet, ist etwas komplexer, da hier i.d.R. noch Gehaltsumwandlungen, Veräußerungs- und Verkehrsbeschränkungen oder andere besondere Regelungen greifen. Das sind normalerweise keine gewöhnlichen "Optionen" im Sinne börsengehandelter Papiere - zumal die Unternehmen, die solche Aktienoptionen an ihre Mitarbeiter oder das Top-Management ausgeben, ggf. noch gar nicht börsennotiert sind. Hier muss man genauer auf die Ausgestaltung achten, die den Zeitpunkt und die Art der Besteuerung beeinflusst.

Verrechnung von Verlusten bei Verkauf eines Zertifikats mit Freistellungsauftrag und Gewinnen

Hallo,

ich habe am 03.09.2008 ein Zertifikat gekauft. Es fällt damit schon in den Bereich der Abgeltungssteuer. Aktuell steht das Papier ca. 1300€ im Minus. Ich werde im Jahr 2012 Aktien (Ablauf der Sperrfrist) mit einem Gewinn von ca. 800€ verkaufen. Zudem wird eine Anleihe mit einem Kursgewinn von ca. 500€ fällig. Ich bin Student und werde im Jahr 2012 (nahezu) kein zu versteuerndes Einkommen haben.

Wie würden nun die Verluste bei Verkauf des Zertifikats mit den beiden anderen Gewinnen verrechnet? Werden die Gewinne zunächst den Sparerfreibetrag belasten oder mit den Verlusten ausgeglichen? Macht es dabei einen Unterschied, ob zuerst die Gewinne oder zuerst die Verluste realisiert werden?

Da ich ohne Einkommen die Steuern am Jahresende sowieso wieder zurückbekommen würde, wäre es doch am besten, die Verluste aus dem Zertifikat würden nicht ausgeglichen - so könnte ich sie in späteren Jahren (wo ich wirklich Steuern zahlen muss) nutzen.

Wäre es klüger, das Zertifikat bis zum Berufseinstieg zu halten und dann erst die Verluste zu realisieren (die Schwankungen des Wertpapiers sollen dabei außer Acht gelassen werden)? Oder macht es Sinn, das Zertifikat in einem anderen Depot zu verkaufen, damit die Verluste getrennt sind und ich mir am Jahresende von der Bank eine Verlustbescheinigung geben lassen kann, die ich beim Finanzamt einreichen kann um mir die Verluste für die nächsten Jahre zu sichern?

vielen Dank für Eure Hilfe Thomas

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