Verlustbescheinigung aus Aktien in Steuererklärung?

2 Antworten

Nein, Verlustverrechnug ist nur mit gleicher Einkunftsart möglich. Mehr dazu hier:

https://www.vlh.de/kaufen-investieren/abgeltungssteuer/verlustverrechnung-so-sparen-sie-steuern.html

Dann macht es ja wenig Sinn eine Verlustbescheinigung zu beantragen. Die 5000 EUR Minus aus Kapitalvermögen würden dann ja in der Steuererklärung "untergehen", weil ich Sie nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnen kann.

0
@adrian1980

Du musst keine "Verlustbescheinigung" beantragen. Bei der depotführenden Bank wird automatisch ein fiktiver "Verlusttopf" eingerichtet, der nicht "untergehen" kann. Die Verluste bleiben so lange erhalten, bis sie verechnet werden können.

Man muss nur aufpassen, dass sie bei einem evtl. Depotwechsel mit übertragen werden.

Wenn dann später einmal steuerpflichtige Aktiengewinne entstehen, werden die Verluste aus dem Verlusttopf automatisch dagegen verrechnet.

0

Nein, nur mit gleichartigen Verlusten in den Folgejahren.

Meintest Du mit gleichartigen Gewinnen in den Folgejahren?

0

Verzockt

Einleitung: Hingerissen von meinem unverbesserlichen Zockertrieb habe ich im letzten Jahr u.a. einige Positionen Optionsscheine erworben, die bei Fälligkeit entweder total wertlos waren oder mit noch 0,001 € (in Worten: ein Zehntel Cent) pro Stück verkauft werden konnten. Im letzteren Fall ist die Differenz zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten jeweils in meinem bei der Bank geführten "Verlusttopf" gelandet.

In den übrigen Fällen hat mir die Bank lediglich ein freundliches Schreiben geschickt und mitgeteilt, dass die Wertpapierposition aus dem Depot wegen totaler Wertlosigkeit ausgebucht worden ist.

In beiden Fällen ist das Geld weg - so weit, so gut. Bei dem, was im Verlusttopf landet, kann ich aber wenigstens, falls mal wieder fette Jahre kommen sollten, noch gegen spätere Gewinne aufrechnen. Die Totalverluste hingegen tauchen nirgends auf und auch das Finanzamt erfährt nicht automatisch davon.

Fragen: Sind auch diese Totalverluste, bei denen die Papiere einfach ausgebucht werden und die Anschaffungskosten sozusagen im Sande versickern, einkommensteuerlich irgendwie verwertbar? Ich denke ja spontan an (negative) Gewinne aus Veräußerungsgeschäften (§ 20 Abs. 2 EStG), aber da zuckt meine Bank mit den Schultern und sagt: Geht wohl net, eine Veräußerung hat ja gar nicht stattgefunden, die Papiere sind einfach von einem schwarzen Loch aufgesogen worden.

Da regt sich in mir wiederum etwas Ärger, hervorgerufen durch sich aufdrängende Analogien zu anderen Einkunftsarten. Wenn ich z.B. an einer Kapitalgesellschaft beteiligt bin, die pleite geht, ist meine Einlage auch weg, aber über § 17 EStG kriege ich den Verlust in meine Steuererklärung. Wieso soll es bei Veräußerung zum Preis von nahezu Null möglich sein, aber bei Verlust durch Totalnull nicht - klafft da nicht eine ausfüllungsbedürftige Lücke im Gesetz?

...zur Frage

Verlustfeststellungsbescheinigung für gewerbliches Konto

Hallo,

ich habe ein Problem. Meine Bank CC stellt mir keine Verlustbescheinigung aus für meine Spekulationsverluste, da ich dummer Weise damals bei Kontoeröffnung ein gewerbliches Konto eröffnet hatte und mit privatem Geld bei der Bank dann auch ein Depot in Verbindung mit dem gewerblichen Konto eröffnet habe. Nun hat die Bank bei der Depoteröffnung zwar den gewerblichen Status berücksichtigt aber da ich als sogenannter Kleinunternehmer (ohne Eintragung ins Handelsregister oder der gleichen) einen auch im Anschreiben der Bank bei Eröffnung des Kontos "Privatkundenstatus" hatte (in 2007) habe ich mir erst einmal über die Konsequenzen keine Gedanken weitergehend gemacht. Zudem waren in den Vorjahren auch immer Gewinne erwirtschaftet worden (nur kleinere Verluste). Nun ist im späteren Verlauf (2011) das Konto dann jedoch sehr stark dezimiert worden und es entstanden herbe Verluste. Diese Verluste werden mir nun von der Bank nicht ausgewiesen, da die Bank erklärt, aufgrund des bestehenden gewerblichen Status mir keine Verlustbescheinigung ausstellen zu können / müssen. Da ich aber von meinem Standpunkt aus als Kleinunternehmer nur eine Gewinnermittlung mache, muss ich ja irgendwie an die Verluste kommen. Zudem hat sich das Finanzamt bereits gesperrt Verluste in der Steuererklärung bzw. der Gewinnermittlung anzuerkennen.

Ich weiß, dass es in D. schon fast nicht mehr möglich ist Selbständig zu sein, wenn man nicht Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und seiner eigentlichen Profession nachgehend entsprechende Softskills auf sich vereint, aber ich finde hier liegt doch ggf. (neben meinem eigenen Fehler) auch ein Fehler bei CC vor, da einen Hinweis oder dergleichen es nie bzgl. eventueller Auswirkungen auf der steuerlichen Seite von CC gegeben hat.

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?