Verliert man sein Recht auf eine Abfindung, wenn das Unternehmen insolvent ist?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einen rechtlichen Anspruch ab Abfindung gibt es nicht. Wird die jedoch eine versprochen und du hast das auch schriftlich, dann wirst du Gläubiger gegen die Firma wie alle Angestellten.

Der Insolvenzverwalter hat ein Sonderkündigungsrecht von 3 Monaten. In diesen 3 Monaten wird Insolvenzausfallgeld gezahlt.

Es kommt also auf das Timing an, wann gekündigt wurde und wann die Firma pleite geht. Im schlechtesten Fall bekommt man nur das Insolvenzausfallgeld. Ist genügend Masse vorhanden, bekommt man alles.

Die Forderung bzgl. der Abfindung wird eingereiht in alle Forderungen gegen die Firma und nach klaren Regeln bedient. Und leider kann es auch sein, dass man leer ausgeht.

Die Abfindung wird dann zur Masseverbindlichkeit und muss wie jede andere Insolvenzforderung angemeldet werden. Ist noch oder bleibt was übrig, wird sie mit einer entsprechenden Quote befriedigt. Ansonsten gehts du komplett leer aus.

Gekündigt nach 3 Abmahnungen und freigestellt. Rechtsanwalt hilfreich?

nach 3 Abmahnungen in 12 Monaten (diverse Gründe) erfolgte in meinem Bekanntenkreis eine Kündigung (mittelständ. Unternehmen mit 500 Mitarbeitern) mit Freistellung unter Anrechnung der Urlaubsansprüche (Abteilungsleitung). Die Betriebszugehörigkeit war 6 jahre. Über einen Aufhebungsvertrag oder eine Abfindung wurde nicht gesprochen. Abfindungen sind und waren in der Firma jedoch üblich - die Konditionen sind nicht bekannt, einen Betriebsrat gibt es nicht.

Soll man sich an einen Rechtsanwalt oder ggf. die Gewerkschaft wenden, um eine Abfindung zu verhandeln? Welches Vorgehen haltet ihr für sinnvoll?

Mir ist bekannt - auch von anderen Antworten hier - dass ein Anspruch auf Abfindung nicht besteht. Dennoch....

...zur Frage

Hinterbliebenen Rente gepfändet?

Bei dieser Frage geht es um die Existenz meiner Mutter.

Um meine Frage verständlich zu machen, möchte ich euch erst mal die Hintergrund Information kurzgefasst mitteilen.

  • Sie ist Harz 4 Empfängerin (weil die Firma in der sie Gearbeitet hatte wenige Jahre vor ihrem Rentenbeginn in Insolvenz ging und sie kein Erfolg mehr mit ihren Bewerbungen hatte). Sie Arbeitet Ehrenamtlich und darf 270 € dazu verdienen.
  • mein Vater Verstarb am 14.11.2017
  • Er hatte ein P-Konto, welches nach seinem Ableben Aufgelöst wurde und zu einem Nachlass Konto wurde.
  • Auf dem Konto hatte meine Mutter eine Vollmacht bis über den Tod hinaus.
  • Ihr wurde gesagt das sie 3 Monate Hinterbliebenen Rente bekommen würde bis die Witwenrente durch ist.
  • Sie ging zur Bank und Fragte ob es da Probleme gäbe (Da mein Vater sie aus dem Thema Geldprobleme und Schulden raushalten wollte, konnte sie eine Pfändung nur erahnen).
  • Der Berater vergewisserte ihr, dass es keine Probleme geben würde und sie wie gewohnt ihre Überweisungen vom Konto meines Vaters tätigen könnte bis sie es auflöst. (Was sich als später als Falsche Information rausstellte, da das Konto auf Grund einer Pfändung gesperrt wurde).

Jetzt wird es Kompliziert. Ihr Harz 4 wurde aufgehoben weil sie ihre Rente ab 01.01. 2018 bewilligt bekam. Sie darf solange sie kann und will weiter im Ehrenamt Arbeiten (was sie auch vor hat). Die erste Rentenzahlung bekommt sie am 01.02.2018, die Witwenrente lässt noch auf sich warten. Sie hat nächsten Monat genau 270 € zur Verfügung. Das Amt möchte eine Bescheinigung, dass sie nicht über die Hinterbliebenen Rente verfügen darf. Die Bank verweigert ihr diese Bescheinigung und verneint Überweisungen.

mein Mann und ich Bezahlen inzwischen ihre Sämtlichen Nebenkosten (Strom, Telefon usw.) Was die Miete angeht würden wir selbst in Leere Taschen greifen, sonst würde ich das auch bezahlen. Das Amt will ihr nichts geben solange sie nicht den Beweis haben, dass die Bank ihr den Zugang zum Konto meines Vaters verweigert.

Zu meiner Frage. klar ist, dass meine Mutter nun Angst um ihre Existenz hat. :( welche Schritte kann ich machen um sie Finanziell zu unterstützen? welche schritte könnte sie unternehmen um ihr Leben abzusichern? Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir einen Weg aufzeigen könntet welchen ich gehen kann um meiner Mutter zu helfen.

...zur Frage

Abfindungshöhe?

Gerne wüsste ich von Ihnen, wie sich eine mögliche Abfindung bei einem Aufhebungsvertrag auf Wunsch des Arbeitgebers berechnet.

Zu berücksichtigen ist folgendes:

Kaufmännischer Leiter, Probezeit seit 31.12.2017 beendet, Aufhebung auf Wunsch des Geschäftsführers vorgeschlagen (Eigentümerwechsel im Unternehmen), versprochene Leistungen wurden während der vergangenen 7 Monate nicht eingehalten (u.a. Altersversorgung ab Beginn der Beschäftigung - 01.07.17), ca. 100 Überstunden, mögliche Sperrfrist durch das Arbeitsamt bei Inanspruchnahme einer Abfindung (mind. 3Monate?). Aktuell ist der Markt an vergleichbaren Jobs im Gebiet schwierig bedingt durch Jahresabschlusserstellung in nahezu allen Unternehmen. Vermutlich erst ab April, Mai bessere Job-Angebotssituation.

 Vielen Dank im Voraus für eine Rückmeldung!

...zur Frage

ALG 1 nach eigener Kündigung - Sperre?!

Folgender Sachverhalt: Eine Person hat nach der Beendigng des ersten Studiums 5 Jahre lang durchgehend in Vollzeit gearbeitet. Seit einem Jahr ist diese Person sehr unglücklich mit ihrem Job, da sie dort zu wenig Arbeit bekommt und zunehmend unter einem Boreout leidet (Nur Zeit absitzen monatelang ist kein Spaß!!!). In den letzten Wochen vor der Kündigung hat sie zwei E-Mails dokumentiert an ihren Arbeitgeber, dass die Zustände so untragbar sind, dennoch folgte keine Besserung (die Gespräche vor den Mails wurden leider nicht Dokumentiert) .Nun hat sie es nicht mehr ausgehalten und den Job mit Ablauf einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt. Sie hat aber die Möglichkeit direkt im Anschluß über eine Werkstudententätigkeit in Vollzeit (Gehalt 400 €) welche auf 6 Monate befristet ist eine Art Umschulung zu machen, mit der Anschließenden Übernahme in der Firma. Konkret heißt das die Person arbeitet 6 Monate lang Vollzeit als Werkstudentin um sich alle Fertigkeiten anzueignen und würde danach (sofern die Kenntnisse dann ausreichen) in eine Festanstellung übernommen werden. Folgende Fragen ergeben sich: 1. Wird die Person unter diesen Umständen eine 3-monatige Sperre vom Arbeitsamt erhalten? Kann man da was dagegen tun? 2. Hat die Person ein Anrecht auf Aufstockung durch das ALG 1? Danke

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?