Verleihen unsere Banken unsere Aktien an Leerverkäufer?

2 Antworten

Fremde Aktien können nur mit Zustimmung verliehen werden.

Großanleger geben aber oft eine Art Blankozustimmung, ihre Bestände zu Verleihen - gegen Gebühr natürlich.

Das spart Unmengen von Zeit. Wenn am Markt jemand dringend Stücke sucht und hohe Preise bezahlt, kann die Bank hier sofort für den Kunden zuschlagen und muss nicht erst rumtelefonieren und die Einzelfallzustimmung einholen.

Je nach Art des Verhältnisses mit dem Großanleger, kann man u.U. im Einzelfall Info bekommen bzw. es besteht eine Informationspflicht. Könnte ich mir bei Publikumsfonds sicher vorstellen. Aber nur weil Du bei der Firma XY arbeitest muss dir dein Arbeitgeber sicher nicht mitteilen, dass der Firmeneigene Pensionsfonds seine Aktienbestände zur Leihe freigegeben hat.

Aktien aus Privatdepots an einen Leerverkäufer verleihen, kann nur der Depotinhaber.

Anders sieht es bei den Anlegern aus, die Anteile an einem Aktien- oder Mischfonds besitzen. Vor allem weniger seriöse Fondsgesellschaften betreiben ein reges Verleihgeschäft. Die Kontrahentenrisiken aus dem Verleihgeschäft trägt allein der Fondsanleger, von den Erträgen (Verleihgebühr) erhält er aber nur die Hälfte - oder noch weniger. Den großen Rest kassiert die Fondsgesellschaft. Keine faire Verteilung!

Überhaupt ist fraglich, ob auch die ungeteilte Verleihgebühr ein angemessenes Entgelt für das Risiko darstellt.    

Erbe und Elternunterhalt bei Alkoholikerin?

Hallo,

mein Opa ist vor ca. 2 Jahren gestorben und hat meiner Schwester und mir zwei Wohnungen per Testament vererbt. Mein Opa hat zwei Töchter. Meine Tante hat bereits eine andere Wohnung per Schenkung erhalten, meine Mutter wurde bis auf das Nießbrauchrecht einer unserer Wohnungen, welche zudem noch nicht vollständig abgezahlt ist, enterbt. 

Leider entwickelt sich meine Mutter (52 J.) durch ihr Verhalten (Alkoholikerin) immer schneller zum Pflegefall. Aufgrund der Zeichenbegrenzung etwas mehr Hintergrund dazu im ersten Kommentar.

Sie hatte bereits früher (unbegründet) eine Pflegekraft, wodurch uns damals das Sozialamt anschrieb aber glücklicherweise befreite. Da sie ihren Lebensstil nicht geändert hat, kommen mittlerweile auch (alkoholbedingte) Krankheiten hinzu, wodurch sie wirklich bald ein Pflegefall werden könnte. 

Nun versuchen meine Schwester und ich natürlich, unser Erbe und "Vermögen" zu schützen, da unsere Mutter uns im Leben bisher ausschließlich geschadet hat, zudem nichts (außer Schulden) hinterlassen wird. Auch haben wir im letzten Jahrzehnt sehr sparsam gelebt, um aus diesen Verhältnisse rauszukommen. Jetzt zusehen zu müssen, wie dies uns ggf. wieder genommen wird, fühlt sich sehr unfair an. 

Daher haben wir folgende Fragen:

  • Denkt ihr, dass wir für unsere Mutter aufkommen müssen? Diverse Nachweise über das Fehlverhalten unserer Mutter in der Kindheit (z.B. Unterhaltstitel) und ggü. unserem Vater liegen vor und hatte das Sozialamt bereits einmal akzeptiert. Allerdings war das Erbe damals noch kein Thema.
  • Könnte meine Mutter ihren Pflichtteil einklagen? Wie hoch wäre dieser?
  • Sie ist neu verheiratet, natürlich mit einem Alkoholiker. Dieser hat durchblicken lassen, nur wegen dem potenziellen Erbe geheiratet zu haben. Hat er hier irgendwelche Möglichkeiten?
  • Kann das Sozialamt, sobald eine Forderung vorliegt und es über die Nachlasssituation Bescheid weiß, den Pflichtteil einklagen?
  • Können private Gläubiger irgendwie dafür sorgen, dass der Pflichtanteil eingeklagt wird? Unserer Mutter ist vermutlich in einem privaten Insolvenzverfahren.
  • Das Nachlassverfahren ist noch nicht ganz durch - kann unsere Mutter das Erbe ablehnen? Gibt es eine Frist? Entfällt dadurch auch ihr Anspruch auf den Pflichtteil?
  • Kann das Sozialamt uns zwingen, die Wohnungen zu verkaufen, wenn wir nicht anderweitig für die Pflege aufkommen können?
  • Falls sie ihren Pflichtteil einklagen könnte, also z.B. einen Teil der Wohnungen, wer bekommt diesen dann, wenn sie verstirbt? Wir hatten eigentlich vor, ihr Erbe aufgrund der Schulden abzulehnen.
  • Wäre es vielleicht sinnvoll, direkt zu einem Anwalt für Familienrecht / vor Gericht zu gehen?

Wir versuchen aktuell, uns solange wie möglich selbst um sie zu kümmern. Bei einem Stundensatz von ca. 60€/h des Dienstes erledigen wir den Einkauf lieber selbst, soweit/solange noch möglich. Natürlich gegen unseren Willen, aber unsere Mutter scheint hier leider am längeren Hebel zu sitzen.

Vielen Dank für die Zeit und Auskünfte. 

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Einrichtung Fondssparplan - Kapital Plus als Kern?!

Habe vor mir mit jetzt Mitte 20 mal langsam ein Fondsportfolio zusammenzustellen. Stück für Stück habe ich mich nun belesen und mir meine eigenen Vorstellungen gemacht. Ich möchte gerne Fonds monatlich besparen und habe mir schon viele davon angeschaut und mich über diverse Produkte informiert. Als Depotbasis habe ich mich auf den Kapital Plus von der Allianz versteift. Ich möchte diesen gerne mit 75 Euro im Monat besparen. Diesen würde ich ohne Ausgabeaufschlag erhalten. Zu den 75 Euro sollen dann noch weitere Investments folgen. Habe noch vor einen internationalen Aktienfonds, nen europäischen Aktienfonds, nen internationalen Mischfonds sowie nen Fonds für Schwellenländer mit einzubauen. Mag dann in der Summe 250 Euro im Monat in diese Fonds investieren. Darüber muss ich mir jedoch noch Gedanken machen.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem Fonds? Ist dies ein gutes Basisinvestment? Der Fonds ist ausschüttend - gibt es Vorteile gegenüber thesaurierenden Fonds? Ich finde den Gedanken von regelmäßigen "Erträgen" eigentlich nicht übel. Macht es dann Sinn sich nur Fonds mit ausschüttenden Produkten zu suchen oder wie verhält sich das? Habt ihr Alternativen für ein gutes Basisinvestment?

Hoffe meine Vielzahl an Fragen sind verständlich und ich bedanke mich vorher schon mal für zahlreiche hoffentlich hilfreiche Antworten!

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