Verkäufer weigert sich, intakte Ware zu liefern. Rücktritt wird nicht akzeptiert, was kann ich tun?

2 Antworten

Wie man eine Forderung zu einem Vollstreckungstitel machen könnte ist Dir schon beschrieben worden.

Wenn die Gegenseite nicht mitspielt muss dann aber doch streitig verhandelt werden.

Sofern dann endlich ein Vollstreckungstitel vorliegt beginnt der spannendeste Teil der Geschichte: Ist beim Verkäufer was zu holen?

Weißt Du etwas über die Firma? Google mal, ob andere was wissen. Und schau auf Maps nach, wie der Firmensitz aussieht. Lagerschuppen im Gewerbegebiet spricht eher für begrenzten Reichtum und damit für schlechte Chancen Geld dereinst beitreiben zu können.

Die Firma ist ein recht bekannter Shop für Elektro-Mobilität in Amsterdam, da gäbe es was sicher zu holen, lediglich der Hersteller des Produkts ist insolvent. Deshalb wird meiner Meinung nach auch so ein Theater gemacht wegen diesem Produkt. Aus dem Aspekt gesehen, dass schon 3 Mängel bzw. Defekte vorlagen-/liegen, bin ich doch im Recht zurück zu treten.

Erscheint mit recht umständlich und langwierig, hier Recht durchzusetzen.

Immerhin habe ich bezahlt und seit 4 Monaten stehe ich ohne Produkt da. Am liebsten würde ich zu meiner Bank und mein Geld zurück holen, dummerweise habe ich nicht per Lastschrift bezahlt. Ich werde das jetzt mal so versuchen, bei meiner Bank werde ich vielleicht trotzdem mal anrufen.

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@Tom2312

Eine Überweisung kannst du nicht einfach zurückholen. Nichteinmal die Bank kann das, wenn die Empfängerbank nicht mitspielt. Und die wird einen Teufel tun, sich in deinen Streit mit dem Verkäufer irgendwie einzumischen. Selbst eine Lastschrift kannst du nur innerhalb von 8 Wochen zurückholen. Eine längere Frist gilt nur, wenn keine Einzugsermächtigung existierte. Schlag dir das also gleich wieder aus dem Kopf.

Wenn du zurückgetreten bist (rechtssicher?!), und die Forderung bereits nachweisbar angemahnt hast, versuch es mal über einen Mahnbescheid bzw. einen Europäischen Zahlungsbefehl.

Wenn du den Rücktritt vom Vertrag und Aufforderung zur Rückzahlung des Kaufpreises bisher ohne Zustellnachweis geschickt hat, solltest du das unbedingt nachholen. Per Post (Einschreiben Rückschein oder Einwurf), per Fax (qualifizierter Sendebericht) oder per E-Mail (DSN). Ein einfacher Brief wird später im Zugang mit Sicherheit bestritten.

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Dass der Hersteller insolvent ist, hat noch nichts zu heißen. Nur, dass es diese Firma noch gibt. Du solltest mal darüber nachdenken:

Europäisches Verfahren über geringfügige Forderungen. (= Mahnbescheid). Das Formular gibt es online.

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