Verfügung zugunsten Dritter für den Todesfall (Sparkasse); Erbe; Erbverwalter

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Hallo Winni,

die Frage zu der Verfügung hatten wir ja schon. Geht es hier jetzt um die Kosten oder um die Erbverteilung ?

Von den Kosten her sieht es so aus, dass - wenn Du das Erbe antrittst - auch für Kosten aus dem Nachlass aufkommen musst. Natürlich nach Verteilung der Quoten aus der Erbschaft, also nach Deinem Erbtanteil berechnet in %. Das hätte zunächst mit der Verfügung und den geschenkten Geldern nichts zu tun.

Mich wundert es ehrlich gesagt etwas, dass das Nachlassgericht die Sparguthaben aus der Verfügung zum Erbe gerechnet hat. In welcher Weise hat das Nachlassgericht das denn getan ? Für die Anrechnung auf Pflichtteilsansprüche ? Das wäre unter Umständen ja richtig, da die Schenkung das Erbe nicht aushöhlen darf. Aber hat das Nachlassgericht den vollen Betrag als "Erbe" angerechnet ? Das kann ich mir kaum vorstellen von der Ausgestaltung der Sparkassen-Verfügung her. Wenn alle Beteiligten die Schenkung aus der Verfügung gegengezeichnet haben, so war die Schenkung ja damals schon vereinbart mit späterem Gläubigerübergang (zum Todeszeitpunkt). Kannst Du etwas genauer formulieren, was das Nachlassgericht angerechnet hat und wie Dir das dargestellt wurde ?

Wenn es eine Verfügung zu Deinen Gunsten über die Sparbücher in 1995 gab (Unterlagen genau prüfen), dann würde es nicht zum Erbe gehören.

Anderenfalls, also wenn die Schenkung damals nicht durchgeführt wurde, wären davon die restlichen Beerdigungskosten zu zahlen.

Der Rest wäre zwischen Dir und Deiner im Testament genannten Schwester zu Teilen.

Den Kindern der verstorbenen Schwester würde 1/6 als Pflichtteil zustehen (1/3 wäre das gesetzliche Erbe der Kinder der 3. Schwester die Hälfte davon der Pflichtteil).

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