Vererben nach dem Tod oder Schenken zu Lebzeiten einer an ein Kind zum Nießbrauch bereits seit 2009 vermieteten Eigentumswohnung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Ihr die Wohnung an den Sohn vermietet, ist es kein Nießbrauch, sondern Vermietung.

Aus der Konstellation, also Berliner Testament, der letztversterbende vererbt an den Sohn, ist die Schenkung der Wohnung an den Sohn, die beste Lösung. 

Dann nur noch hoffen, das einer noch mehr als 10 jahre lebt.

Eine mögliche Variante, ihr macht einen Erbvertrag (also Vertrag zwischen Euch drei). In dem wird festgelegt, das beim Tod eines der Ehegatten, der überlebende das Haus und der Sohn die Wohnung bekommt.

"Vererben mit warmen Händen" ist die Schenkung. Die Frage ist also reichlich unverständlich. Wie sollte denn diese dritte Möglichkeit aussehen? Ebenso, was die Vermietung mit der Schenkung zu tun haben soll.


Wer hat auf was Niesbrauch? Gehört die Wohnung euch oder eurem Sohn?

Habt ihr ein Testament?

Gehören euch beide Immobilien - so die Wohnung nicht schon dem Sohn gehört (siehe erste Frage) - gemeinsam?

Schenkungen müsst ihr (notariell) vollziehen. Automatisch passiert da nichts.

Schenkung = Vererben "mit warmen Händen".

Der Sohn hat nach derzeitigem Recht je Elternteil 400.000 € Freibetrag. Je nachdem, wie die Fragen beantwortet werden, reicht das.

Du wirfst Begrifflichkeiten durcheinander, die rechtlich von Bedeutung sind. Wahrscheinlich wart ihr vom Notar gut beraten, nur vergisst man im Laufe der Jahre wieder viel.

Wir beide Eheleute haben Ende 2009 diese Eigentumswohnung gekauft und an unseren jüngeren Sohn, der momentan an diesem Ort lebt vermietet. Unser Sohn zahlt mindestens 75% Miete an uns. Wir machen eine Einnahmen/Ausgaben - Überschussrechnung in unserem gemeinsamen Steuerbescheid(Nießbrauch). Beide Wohnungen gehören uns Eheleuten.
Das Familienwohnheim wird im Parterre von uns bewohnt - das soll auch für den überlebenden Ehepartner so bleiben - und im 1. Stock als Ferienwohnung sehr gut vermietet. Auch hier wird in der EkSt. eine EÜR gemacht. Beide Immobilien Familienhaus - nach Ableben des längst lebenden Ehepartners - und die vom Sohn bewohnte Eigentumswohnung(Schenkung?) sollen in dessen Besitz übergehen. Der ältere Sohn ist mit einem von uns gekauften Baugrundstück abgefunden und soll als Ausgleich Kapital und die restlichen Vermögensgegenstände erhalten. Wir möchten eine Teilung des Familienhauses vermeiden. Beide Söhne stimmen dieser Regelung zu. Reicht es, dass ich die bis jetzt erhaltenen Geld- und Sachwerte in einer Aufstellung von den einzelnen Söhnen nach einem Gespräch am Familientisch quittieren lasse?

Ich, der Ehemann gehe nächstes Jahr im August 2017 in Rente und das Eigentumswohnungsdarlehen ist mit den Monatszahlungen an Zinsen und Tilgung bis 2019 abbezahlt. Mit Sondertilgung von jährlich 14500 € können die Restschulden von ca. 45 000 € auch schon schneller abbezahlt werden. Ist das sinnvoll? Sollen wir unsere Eigentumswohnung jetzt schon zu Lebzeiten oder erst nach Schuldenfreiheit übertragen ? Wir haben bis jetzt kein Testament und wissen auch nicht welches die notwendigste, günstigste und beste Lösung ist.
Einzeltestament mit gemeinsamer Schenkung, Berliner Testament oder gesetzliche Erbfolge. Mein Steuerberater sagt mir, dass eine Schenkung - Übertragung mit warmen Händen - am besten wäre.
Fällt dann Schenkungssteuer an oder Erbschaftssteuer und ist ein Erbschein notwendig, wenn die gesetzliche Erbfolge in Erwägung gezogen wird.

Ich habe versucht die Einzelheiten möglichst ausführlich zu erklären. Viele offene Fragen und vielleicht der geeignete Rat.

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@Hansjoerg24

Thema für mich ist, dass ihr zuerst wissen solltet, was ihr wollt!

Du schreibst lange und nebulös.

Beide Wohnungen?

Was Niesbrauch ist, solltest du mal Googeln, oder ich mache das für dich:

http://lmgtfy.com/?q=Niesbrauch

Es ist nichts anderes.

Vielleicht seid ihr viel zu jug, um euch mit dem Thema zu beschäftigen. Ihr wollt eigentlich erst mal schuldenfrei werden und eigentlich auch noch nichts loslassen.

Die Lösung ist wahrscheinlich eine, die ihr ohne Hilfe nicht hinbekommt. Allerdings macht die Hilfe auch erst Sinn, wenn ihr Teile eures Vermögens abgeben könnt und wollt oder wengistens wisst, was ihr wollt.

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@Hansjoerg24

Hansjoerg: Deine Ausführungen stimmen doch hinten und vorne nicht.

Wenn Ihr (!) eine Wohnung gekauft habt, seid Ihr (!) Eigentümer. Wer soll denn da den Nießbrauch haben? Der Sohn doch wohl kaum, dann könnte er keinen Mietvertrag mit Euch abgeschlossen haben. Wenn man hingegen das so verstehen sollte, daß der Sohn bereits Eigentümer ist und Ihr nur den Nießbrauch habt, dann käme das hin. Allerdings wäre dann ja die Schenkung schon vollzogen.

Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, kann jedes Elternteil innerhalb von 10 Jahren Werte in Höhe von 400.000 Euro (pro Person!) an ein Kind verschenken oder vererben (das macht steuerlich keinen Unterschied) ohne dass Erbschaft- oder Schenkungsteuer anfällt.

Es muß allerdings deutlich gesagt werden, daß man sich die Chance des doppelten Freibetrags nimmt wenn man den überlebenden Ehegatten als Alleinerben einsetzt.

Und: Hör endlich auf, von "warmen Händen" zu schreiben. Woran ich dabei immer denken muß...... Igitt!!!

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