Vererben: Kann ich mein Testament selber handschriftlich verfassen - oder muß ich zum Notar?

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Man kann ein Testament sicher selber verfassen, sollte aber beachten, daß man Datum und Unterschrift nicht vergißt und es sollte klar sein, was man wem vererbt. Sicherer (aber auch teuerer) ist die Variante beim Notar. Es gibt aber auch sicher ein paar gute Ratgeber zum eigenen Testament z. B. gibts bei der Sparkasse und sicher auch bei anderen Banken die Broschüre "erben und vererben.

Nein, es reicht ein handschriftliches Testament.

Es muss nur klar erkennbar sein, das es eines ist "mein letzter Wille," oder "Testament" Es muss das Datum enhalten und die Unterschrift.

Wenn es schon mal ein anderes gab, sollte darauf hingewiesen werden "mein bisheriges Testament ist damit ungültig."

Wenn es aber um größere Werte geht, oder um Grundstücke, wäre ein Notar zu empfehlen, weil der auf Probleme hinweisen könnte.

Du musst nicht zwingend zum Notar. Aber der Notar hat einige Vorteile. Erstens, ist das Testament wasserdicht, das heißt es enthält keine formellen Fehler. Zweitens du zahlst Gebühren, was für die Erben von Vorteil ist. Diese müssen nämlich nicht extra einen Erbschein beantragen, der unnötig Geld kostet. Drittens, du kannst dir sicher sein, das das Testament berücksichtigt wird. Findet es nämlich jemand, dem das nicht passt, verschwindet so ein Testament oft auf Seltsame Art und Weise. Ich habe für meinen Teil schon vor etwa 10 Jahren (da war ich Mitte 30) schon ein Tsstament machen lassen.

Testament verschwunden - was nun?

Hallo, Meine Tante hat ein Testament vor ca. 30-35 Jahren bei einem Notar hinterlegt und mich als Alleinerben eingesetzt.

Der Notar ist in der zwischenzeit verstorben. Laut Nachfragen beim Nachfoger-Notar war das Testament 2010 , 2013 und 2015 noch da. Mein Sohn ist  ebenfalls  mit Meiner Tante 2015 b. Notar gewesen  da war das Testament auch noch da. Im Februar 016 ist meine Tante verstorben . Am 7.3.016 wurde ich bei dem Notar  wegen des Testamentes vorstellig. Dort hat man mir gesagt da letzte Woche schon jemand angerufen , da das Testamentin einem alten Achiv ist wird es die Dame im laufe der Woche heraussuchen u. sie werde mich dann anrufen .

Die Frau hat mich aber nicht zurückgerufen. Beim nachfassen soll das Testament plötzlich nicht mehr auffindbar sein. Ich habe vor ca. 2 Mon. Anzeige bei der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft eine Anzeige gemacht. Als ich wegen der Sache bei d. Polizei angerufen habe , hat man mir keine Auskunft geben können.

Da die Ermttlungen werden v. d. Staatsanwaltschaft durchgeführt. Wie lange dauert sowas . ? Was können wir außerdem noch  in der Sache unternehmen. ?  Wer muss für den  Schaden haften.  ?  Muss die Staatsanwaltschaft  da ermitteln  ?  Mein Sohn wurde als Zeuge angegeben , wurde aber bisher noch nicht vernommen.  Mein Onkel ist scharf  auf das  Erbe  und ein guter  Kunde  dieses Notares.usw

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Noch eine Frage zum Testament!

Beim handschriftlichen oder beim notariell Testament kann es ja vorkommen, daß der Erblasser erst 10 oder 20 Jahre danach stribt. Wenn keine Änderung vorgenommen wurde stimmen ja die Vermögensangaben nicht mehr. Entweder gibt es bestimmtes Vermögen das genannt wurde nich mehr, da verlebt, oder es gibt neue, die nicht erwähnt sind. Meine erste Frage: Sollte es bei Todesfall Abweichungen ergeben, zum Beispiel bestehen: Kapitallebensversicherungen, Tagesgelder und noch Goldmünzen, die im Testament nicht erwähnt sind, gilt dann für Vermögen das nicht im Testament aufgeführt ist die gesetzliche Erbfolge? Meine zweite Frage: Macht es nicht sinn wenn man noch eine Lebenserwartung von 30 Jahren hat, doch ein handschriftliches Testament zu erfassen, diesen von einem Anwalt kontrollieren und verwahren zu lassen und von Zeit zu Zeit einfach nur auszutauschen? Ein Austausch sollte ja nichts kosten! Denn bei einer Änderung beim Notar fallen ja wieder die gesamten Kosten an denke ich?

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Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

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