Vereinsstrafen

3 Antworten

obwohl keine Vereinsstrafen in der Satzung aufgeführt sind.

Was für ein Verein ist denn das? Bei einer ehrenwerte Gesellschaft sizilianischen Rechts würde ich solche Vereinsstrafen lieber zahlen. Bei einem offiziellen Verein aber mir vor Vergnügen auf die Schenkel klopfen. Ohne Satzungsbestimmung fehlt die Rechtsgrundlage für Strafmaßnahmen.

Sehr einfach: die "Geldstrafe" wird nicht bezahlt.

Was genau ist denn eine Vereinsstrafe? Du hast beim Fußball ein Eigentor geschossen und sollst nun dem Fußballverein 20 EUR zahlen, damit der den Ausfall an Werbung kompensieren kann? Über welche Beträge und welche Begründung reden wir denn eigentlich?

Ein Verein kann in seiner Satzung Strafen für bestimmte Regelwidrigkeiten festsetzen. Diese sind den Mitgliedern zum Zeitpunkt des Vereinseintritts bzw. Beschlusses durch den Verein bekannt und sie können sich diesen unterwerfen oder aber den Verein verlassen. Es besteht ja keine Pflicht einer Vereinsmitgliedschaft. Solche "Vereinsstrafen" können in Rügen, Wegnahme von Privilegien oder Geldstrafen, bis hin zum Ausschluß bestehen. Wichtig dabei ist, daß sie in der Satzung des Vereins klar geregelt sind, den Mitgliedern unmißverständlich bekannt gegeben wurden und vor dem Ereignis, für das eine Strafe verhängt werden soll, bestanden.

Ein rechtsfähiger Verein kann jedoch auch im Rahmen der gewöhnlichen rechtlichen Möglichkeiten gegen Mitglieder und Dritte Schadensersatzansprüche geltend machen.

Wenn es gar keine Regelung in der Satzung gibt, und z.B. die Strafe mit Ansprüchen an den Verein "verrechnet" wurde, beschweren und ggf. vors Gericht , ansonsten nicht zahlen und abwarten.

Schon bei einer wagen Satzungsregelung ( z.B. "über evtl. zu verhängende Vereinstarafen beschließt der Vorstand im Einzelfall einstimmig " oder ähnlich ) sieht es schon sehr schlecht aus denke ich.

Auf jeden Fall muss aber eine Strafe detailiert begründet werden und der gestrafte angehört werden.

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