Veraltete Mieten nachfordern, darf er das?

3 Antworten

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Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre und beginnt mit dem Ende des Jahres der Fälligkeit.

Mieten aus 2018 verjähren mit dem 31.12.2021.

Alles klar?!

Allerdings hätte es ausgereicht, dem säumigen Mieter statt des Rechtsanwalts einen netten Brief zu schreiben. Nichts gegen Rechtsanwälte...

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@GrafRotz

Ein weites Feld. Ich hatte schon Mieter bei denen ich bedauert hatte, dass hierzulande ein M16 nicht frei verkäuflich ist.

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@Privatier59

Ja, die kenn ich auch. Für sowas empfehle ich die handliche Taschen-Flak!

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Genau dass ist das Problem, ich war mal länger inaktiv, aufjedenfall nicht so wie einige Andere, die was laut einen Amenmärchen, absichtlich nicht zahlen., habe dann bei bei Miete Einmal einen zu geringen Betrag überweisen.
Was er jetzt nachfordert.

Der Anwalt sagte nichtmal welche Miete, ich musste selbst recherchieren, bis ich gesehen habe, dass sich einmal ein Zahlendreher eingeschlichen hat.

Was mich eben richtig aufregt, der Vermiter kommt nach Monaten, obwohl er mich auch einfach sofort auf den Zahlendreher aufmersam machen hätten können.

Aus meiner Sicht trägt eigentlich der Vermieter die Schuld, weil er mich auch sofort auf den Zahlendreher aufmersam machen hätte können.

Stattdessen hat er Monate gewartet, geht einfach überhaupt nicht, die Vermieter ist extrem faul, hat nie etwas getan, statt einer Nachicht gleich Anwalt.

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Was ich meine?
Hat er Wirklich ein Recht?
Er hat ja Einfach Monatelang geschlafen und nie etwas bemerkt, ist nicht er dann schuldig, wenn er so fahrlässig handelt und dem Mieter nicht einfach sofort ordnunggemäss benachrichtigt.

Er hätte ja nurmal ne Nachricht schicken müssen,

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@Moloko

Er hätte eine Schadensminderungspflicht. Der Rechtsanwalt war nicht nötig. Den hätte er auch noch später einschalten können, falls notwendig.

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Danke für den Stern!

Ich bin nicht immer nett, aber meistens ehrlich. Insofern kann ich nur, auch aus meiner Warte als Vermieter, sagen: Ein Vermieter wie Deiner ist schon ein seltenes Exemplar und Aussterben eines solchen wäre nicht schade. Ob man sich gegen derartige Machenschaften wirklich wehren kann wage ich, nunmehr als gelernter Jurist, zumindest zu bezweifeln. Die Moral von der Geschichte ist, die Kontoauszüge demnächst penibel zu überprüfen. Mach ich auch immer, weil ich die Folgen einer Unterlassung kenne.

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Privatier59 hat schon das Wesentliche gesagt. Die Hauptforderung (Miete) verjährt erst Ende 2021 (siehe dazu § 195 BGB), die musst du auf jeden Fall zahlen. Genauso wie etwaige Zinsen. Aber wie GrafRotz richtig bemerkt hat: Die sofortige Einschaltung eines Rechtsanwalts war unverhältnismäßig und widerspricht der Schadensminderungspflicht des Gläubigers (§ 254 BGB). Die Rechtsanwaltskosten wird der Vermieter daher wohl selber zahlen müssen.

Du zahlst also jetzt die Miete und (sofern gefordert) die angefallenen Zinsen an den Vermieter. Etwaigen Nebenforderungen solltest du schriftlich widersprechen und dabei darauf hinweisen, dass die Zahlung sich ausschließlich auf die Hauptforderung bezieht. Und komm nicht auf die Idee, mit dem Rechtsanwalt zu telefonieren. Das würde dir vermutlich mehr schaden als nützen.

Und bitte beherzige außerdem den Rat von Aivas.

In Ergänzung zur Antwort von Privatier59 folgendes:

Der Vermieter ist von einer drohenden Insolvenz betroffen

Du solltest überprüfen, ob der Vermieter deine Kaution insolvenzsicher auf einem Treuhandkonto angelegt hat, so wie es vorgeschrieben ist. Sonst ist sie weg. Bitte ihn um einen Nachweis dafür.

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