Vaterschaftstest nach Jahren: Zahlvater ist nicht der Vater, kann er den Unterhalt zurückfordern?

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2 Antworten

Damit der Scheinvater von der Unterhaltspflicht befreit werden kann, muss der Erzeuger des Kindes seine Vaterschaft vor Gericht anerkennen. Nur dann kann der Scheinvater den zu Unrecht gezahlten Unterhalt für das Kind vom wirklichen Vater zurückfordern. Die Durchsetzung ist aus zwei Gründen schwierig: Zum einen kann der Scheinvater die Mutter nicht zwingen, die Identität des wirklichen Vaters preiszugeben. Der Anspruch auf diese Auskunft besteht nur, wenn erwiesen ist, dass die Mutter den Kläger „in sittenwidriger Weise“ schädigen will. Zum anderen kann der Scheinvater ein Verfahren zum Nachweis der Vaterschaft des leiblichen Vaters nicht selbst in Gang setzen. Konsequenz: Sofern nicht die Mutter oder der leibliche Vater ein Verfahren von sich aus in die Wege leiten oder der wirkliche Vater seine Vaterschaft anerkennt, ist der Scheinvater rechtlos.

Hat der Scheinvater die Vaterschaft jedoch erfolgreich angefochten und der Erzeuger die Vaterschaft anerkannt, wirken die Rechtsfolgen bis zur Geburt des Kindes zurück. Die Unterhaltspflicht entfällt, für den wahren Vater lebt sie auf. Dieser kann sogar Kindergeld nachfordern. Das wird aber im Wege des zivilrechtlichen Ausgleichs mit der Unterhaltszahlung verrechnet. Zudem kann er andere kindbedingte Steuervorteile geltend machen. Selbst bestandskräftige Steuerbescheide kann der Vater dazu nachträglich wegen „neuer Tatsachen“ rückwirkend ändern. Der Fiskus kann die dem Scheinvater gewährten steuerlichen Kinderboni ebenfalls zurückfordern.

http://www.gutefrage.net/frage/unterhalt-zurueck-fordern

Kann er.

BGH Urteil: (XII ZR 144/06)

Er kann alles von der Mutter zurück fordern.

Sie hat ja durch die falsche Angabe über den Vater auch einen Betrug begangen.

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