USt-freie Einnahme auf Konto von Freund - wie kann ich ihm Rechnung ohne USt stellen?

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3 Antworten

Hallo,

ich war selbst einige Jahr im Affiliatemarketing. Normalerweise geht das mit Gutschrift. Wichtig dabei ist ob dein Freund Kleinunternehmer ist . Wenn er nicht umsatzsteuerberechtigt ist kann er dir eine Gutschrift mit dem Vermerk " Provisionsanzahlung" netto erstellen. Und dich netto auszahlen.

Nicht ganz klar ist mir jedoch warum er kein UST-pflichtiger Unternehmer ist, ich jedoch bei einer Rechnungsstellung die Umsatzsteuer mit vereinnahmen muss. Deshalb möchte ich mich bei der Antwort auch nicht 100% festlegen.

hi, danke für Deine Antwort. Das mit der "Gutschrift" werde ich mir direkt mal ansehen.

Er ist kein UST-pflichtiger Unternehmer, weil er unter der 17500 Grenze ist -> daher Kleinunternehmer. Ich jedoch bin UST-pflichtig. Das ist das Dilemma. Wenn er das Geld einfach als "Gutschrift" netto mit Verweis darauf, dass die Provisionszahlung UST-frei war, weiter an mich geben kann, wäre natürlich eine super Lösung. Werde gleich mal dahingehend lesen. :-)

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@Claudia80

soweit ich das sehe, bleibt das Problem bestehen bei einer Gutschrift. Vielmehr ist die Frage: Wie man Umsatzsteuerfreie Einnahmen, die bei einem Dritten eingegangen sind, weiterhin umsatzsteuerfrei "weiterleiten" kann?

-> "A" erhaelt USTfreie Umsätze -> gibt diese an `"B" UStfrei weiter

=> wie kann "B" seine Rechnung stellen, ohne UST deklarieren zu müssen?

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@Claudia80

also wei mir war es so: Ich hatte ein Werbenetzwerk dort waren mitglieder angemeldet welche diese Provision bekommen haben.

Ich war Einzelunternehmer mit MWST ausweisung. Sobald jemand als Kleinunternehmer angemeldet war habe ich die Gutschrift Netto erstellt - denn er muss sie ja nicht abführen. Die Steuer wurde dann von mir abgeführt. Hat jemand aber Umsatzsteuerpflicht so bekam er die 19 % mitausgezahlt.

So wie ich das sehe kann er die die Gutschrift als Kleinunternehmer austellen und Netto überweisen.

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@DianaL

Ich hatte auch das Problem das ich als Umsatzsteuerpflichtiger eine "Gutschrift über Provisionen" Netto bekommen habe.

Ich habe daraufhin beim Finanzamt angerufen und die sagten das ich das als Einnahme Kleinunternehmer verbuchen sollte. Denn wenn ich als " Umsatzerlös 19%" verbuche müsste ich Umsatzsteuer abführen obwohl ich keine erhalten habe und das wäre falsch.

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@Claudia80

Wenn der Rechnungssteller ein Kleinunternehmer nach UStG ist (also unter der 17.500 €-Grenze liegt), stellt sich die Frage doch gar nicht: er darf keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, egal, wie das Geschäft besteuert war, das dem aktuellen vorgelagert war (Affiliate-Zeugs).

Also er schreibt eine Rechnung über den Nettobetrag mit dem schönen Sprüchlein zur Steuerfreiheit wegen Kleinunternehmertum und Sie bekommen eine Rechnung, auf der keine drauf steht. Wenn Ihnen keine in Rechnung gestellt wird, gibt es keinen Vorsteuer-Abzug, weil ja auch keine bezahlt wurde.

Habe ich da etwas falsch verstanden?

Eine andere Frage ist, ob der Kleinunternehmer aufgrund seiner "Ausfuhr" von Vermittlungsdienstleistungen nach Luxembug eine Zusammenfassende Meldung abgeben muss. Das wäre evtl. ab einer Steuersumme von 2000€ der Fall...

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wieviel Euronen soll denn dein Freund von dir bekommen?

Wenn du alles korrekt machen würdest dann müsste er eine tätigkeit beim FA anmelden und gleich die Kleinunternehmerregelung beantragen (damit wäre er dann aber auch verpflichtet eine Steuererklärung gg. dem FA einzureichen = Kosten und Stress). Er müsste dir dann eine RG schreiben.

Wenns nur ein geringer Betrag wäre würde ich dir Raten ein Handgeld an Ihne auszubezahlen ( bis 410 €), das wäre dann aber nur einmalig im Jahr zu berücksichtigen, da falls du Ihm das mehrmals zahlen würdest er ja eh in die Unternereigenschaft fallen würde, und er dann sowieso ne Steuererklärung machen müsste.

Handgelder § 46 ESTG (nur für Arbeitnehmer, falls er einer Wäre ist das hier ne gute Alternative zu den bisher genannten Vorschlägen)

Ich habe Schwierigkeiten, das Gelesene nachzuvollziehen. Deshalb gleich mal die erste Rückfrage:

Wer hat mit wem was für einen Vertrag getroffen?

Ich hab das Ganze jetzt so verstanden:

Du hast mit dem Amazondings einen Vertrag, in dem du eine Leistung erbringst und dafür Geld bekommst. Die Leistung ist in LUX steuerbar und steuerpflichtig, so dass du auf deinen Rechnungen keine USt ausweist. Bis hierher ist es richtig.

Amazon hat das Geld überwiesen auf ein Konto, welches nicht deins ist. Was hindert dich jetzt daran, das Geld einzufordern? Warum willst du da eine Rechnung schreiben? Du hast doch deinem Freund gegenüber gar keine Leistung erbracht, über die du abrechnen müsstest.

Oder habe ich was falsch verstanden?

Danke für die Antworten zunächst einmal !

Und EnnoBecker: Das bringt es auf den Punkt. Irgendwie stand ich da etwas auf dem Schlauch. Danke !

Nun stellt sich mir nur noch die Frage: Die Einnahmen wurden bei ihm gesammelt seit 2011. Nun gibt er mir das Geld ja jetzt erst. Ist das soweit ok, wenn ich diese Einnahmen, dann auch erst jetzt steuerlich und in der EÜR verrechne. Ich bin ja bisher davon ausgegangen, dass er mir eine Rechnung schreiben müsste. Da sich der Fall nun ja so darstellt, dass er gar nicht als Leistungsempfänger / -Erbringer auftaucht, ist die Frage, ob gemäß dem Zuflussprinzip es OK ist, wenn ich das von ihm erhaltene Geld zum Zeitpunkt des Geldeinganges auf meinem Konto als Einnahmen verbuche (und nicht zum Zeitpunkt der z.b. Amazon Rechnung). Hoffe, dass das so geht - da ich sonst ein Problem habe ;-)

Danke nochmals!

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@Claudia80

Eigentlich muss er dir das Geld nur geben.

Die Frage stellt sich aber, wann es bei dir zugegangen ist. Ich meine, mit Zahlungseingang auf dem Konto des Freundes.

Wäre ja bei einer befreundeten Bank auch nicht anders.

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