Urlaubsanspruch nach längerer Krankheit

2 Antworten

Du hast Anspruch auf den kompletten Resturlaub

. Das Bundesarbeitsgericht hat das Urteil des EuGH (Europäischer Gerichtshof) dahingehend übernommen , dass der Urlaubsanspruch durch Krankheit nicht verloren gehen könne.

Urteil EuGH: NZA 2009, 135 - Schultz-Hoff; Urteil BAG: NZA 2009, 538.

Da ich Deinen Urlaubsanspruch nicht kenne, forderst Du beim Arbeitgeber (am besten mit den Urteilen) den noch offenstehenden Resturlaub als Barabgeltung an.

PS. Entweder eine schriftliche Kündigung von Dir, oder einen Auflösungsvertrag unterschreiben.

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Muß ich das meinem Chef schriftlich in Form einer Kündigung mitteilen

du solltest es dem Chef in welcher Form auch immer mitteilen in Abstimmung mit der DRV. Woher soll er sonst wissen, was du vorhast?

Bekomme ich die Urlaubstage vergütet

Wenn du Resturlaub hast, der nicht genommen oder durch Freistellung ausgeglichen werden kann, so wird dieser ausbezahlt.

Urlaubsanspruch Minijobber?

Minijobler arbeitet unregelmäßig und der Arbeitgeber hat zur Berechnung des Urlaubsanspruchs die letzten 3 Monate herangezogen bzw. die letzten 13 Wochen. Bei diesem Minijobler ist es aber so, dass er sehr unregelmäßig arbeitet. Oft einige Monate sehr viel und in anderen Monaten sehr wenig. Somit sind die letzten 3 Monate für den Minijobler sehr unvorteilhaft.

Im Netz habe ich das hier gefunden:

"Urlaubsanspruch Aushilfe: Die praktische Berechnung

Falls Sie ein Abrufarbeitsverhältnis vereinbart haben oder Ihre Teilzeitkraft sogar selbst entscheiden kann, ob und wann sie arbeitet, führen Sie eine Durchschnittsberechnungdurch. Sie ermitteln, an wie vielen Arbeitstagen Ihre Teilzeitkraft tatsächlich pro Woche gearbeitet hat.

In der Regel sollten Sie eine Berechnung anhand der letzten 13 Wochen durchführen. Dieser Zeitraum gilt nämlich auch für die Errechnung des Urlaubsentgelts. Wenn die Arbeitszeiten allerdings sehr unregelmäßig sind, müssen Sie unter Umständen sogar das gesamte letzte Jahr berechnen." https://www.wirtschaftswissen.de/personal-arbeitsrecht/gehalt-lohn/geringfuegige-beschaeftigung/so-berechnen-sie-den-urlaubsanspruch-ihrer-aushilfen/

In dem Fall wäre es eine deutliche Abweichung, wenn das letzte Jahr und nicht nur die letzten 3 Monate berücksichtigt werden. Gibt es eine entsprechende Rechtsgundlage, ein Urteil oder ähnliches, welches dem Artikel entspricht oder ist der Artikel einfach Mist?

Im weiteren wurde im Jahr 2016 kein Urlaub gewährt (es wurde auch nicht danach gefragt) Kann man diesem Urlaub noch geltend machen?

Vielen Dank im voraus.

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