Unwirksamer WEG-Beschluß durch weisungswidrige Abstimmung?

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Ein Fall aus der Praxis???

Unglaublich!!! Auf die Idee, dass eine Eigentümergemeinschaft, auch eine kleine, etwas schwarz machen könnte und dass das auch noch knapp abgelehnt wird, wäre ich nie gekommen. Nett, wenn eine Wohnung verkauft wird und der Käufer (ein Betriebsprüfer) das im - verpflichtenden - Protokoll ließt.

Den Beschluss anzufechten geht vor einen Richter und der fragt den Vollmachtgeber, was er gewollt hätte. Wenn der Vollmachtgeber für die Sanierung ist, geht das Ganze bei den wenigen Eigentümern auch ruckzuck mit einem Umlaufbeschluss. Ist er dagegen, regnet es halt rein.

Es ist nebenbei nicht sicher, was der Richter entscheidet. Auf die Schnelle finde ich dazu kein Urteil und ob und in wieweit sich der Vertreter an eine (wirksame (?)) Vorgabe eines vielleicht nicht hinreichend konkretisierten TOP halten muss, beantwortet man vielleicht vom Gefühl her anders, als das ein Richter sieht.

Nett wäre es jedenfalls, den Fall Richtung Öffentlichkeit zu bringen. Ich denke, dass drei der fünf Eigentümer (vermutlich gehören einem mindestens zwei Einheiten) Schwarzgeld zu verklappen haben und das dürfte für den Fiskus interessant sein.

Augen auf bei der Wahl der zukünftigen Miteigentümer, kann ich da nur anmerken.

Nett wäre es jedenfalls, den Fall Richtung Öffentlichkeit zu bringen. Ich denke, dass drei der fünf Eigentümer (vermutlich gehören einem mindestens zwei Einheiten) Schwarzgeld zu verklappen haben und das dürfte für den Fiskus interessant sein.

Ich glaube, dass die Schlussfolgerung, dass hier 3 Eigentümer das über "Schwarzarbeit" haben machen lassen wollen, nicht aus der Frage hervorgeht. Ich verstehe das eher so, dass nur der "Schwarzarbeitervergeber" aus diesem Grund gegen die Sanierungsmaßnahme gestimmt hat. Bei den anderen zwei könnten (und hoffentlich) sollten andere Gründe vorgelegen haben.

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Bei einem UMLAUFbeschluß müssen ALLE Eigentümer DAFUER stimmen, sonst gilt er als abgelehnt! Wenn aus 3:2 auch ein 4:1 würde, so könnte der verbleibende Antragsgegner nur per Versammlung überstimmt werden.

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Um diese ETW ranken sich viele für mich unglaubliche Geschichten. Das ist dann nur die Fortsetzung.

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Ganz einfach, ruft eine auserordentliche Eigentümerversammlung ein und verhandelt diesen Tagungspunkt erneut. Das geht zumindest wesentlich schneller als sich juristisch mit dieser Entscheidung auseinanderzusetzen. Erfolg bei einer juristischen Aufarbeitung ist zumindest ungewiss, solange man nicht den genauen Wortlaut der Vollmacht kennt.

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