Unterschlagung, wenn fremde Ware weiterveräußert wird mit restlicher Ratenzahlung an Eigentümer?

3 Antworten

Wenn der Erwerber weiss, das er das Eigentum an der Sache erst durch die Zahlung der restlichen Kaufpreisraten an den Erstverkäufer erwirbt, dann ist es wasserdicht. Denn damit werden die Eigentumsrechte dieses Erstverkäufers nciht verletzt.

Deine Ängste teile ich. Denn wenn fremde Ware weiterveräußert wird, eigne ich sie mir dadurch zwangsläufig an und begehe dadurch eine Unterschlagung. Diese Zueignung wird aber in deinem Fall nicht angenommen werden können, da du sicherstellst, dass der Erstverkäufer weiterhin bedient wird und dann das Eigentum eh auf dich bzw. deinen Aufkäufer übergeht. Ein strafbares Verhalte im Sinne einer Unterschlagung sehe ich somit bei dir ebenfalls nicht.

Obengenannte Situation ist Alltag im Handel. Viele Waren werden weiterverkauft, ohne dass die Rechnungen des Vorlieferanten bezahlt worden sind. Das ist business und hat mit strafbaren Handlungen wie Betrug oder Unterschlagung nichts zu tun.

Der Eigentumsvorbehalt greift bei einer Insolvenz, dann kann der Eigentümer sofort seine Waren abholen, ohne dass sie in die Insolvenzmasse fallen.

Ein Händler der weiss, dass er zahlungsunfähig ist und keinen Insolvenzantrag stellt, macht sich strafbar ( Zum Beispiel Franjo Pooth wurde wegen insolvenzverschleppung verurteilt)

Was möchtest Du wissen?