Unterschiedliche Mietverträge?

3 Antworten

Wenn der Vermieter tatsächlich eigenmächtig nachträglich den Vertrag geändert hat, stände hier ggf. der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum (§ 267 StGB). Das ist ein Offizialdelikt und bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe sind alles andere als harmlos. Insofern solltest du vorsichtig sein, was du sagst.

Ist klar erkennbar, dass die Version der Vermieterin nachträglich geändert wurde (Tippex, handschriftlich Änderungen o. ä.)?

Ist keiner der Verträge letztlich wirksam, das wäre er nur mit echten Unterschriften von beiden Seiten, mit Voraussetzung alles gelesen und verstanden zu haben - wie vorgefunden und gezeichnet - dann gilt im Zweifel die gesetzliche Kündigungsfrist.

Gesetz schlägt Vertrag: Gesetz ist das höherwertige Recht, das gilt insbesondere für Schlechterstellungen im Vertrag und zwar für einseitige Schlechterstellungen zu Gunsten der anderen Partei, wie hier von der Vermieterin vorgegaukelt wird.

Nachträgliche Vertragsänderungen gelten als eine Art Urkundenfälschung. Zieh einfach aus. Soll sie gucken, woher sie die Knete auftreibt. Es handelt sich ziemlich sicher um einen Betrugsversuch. Auf keinen Fall die neue Anschrift mitteilen.

Es gilt der für dich günstigere Vertrag. Und den kannst Du jetzt mit 3-monatiger Frist kündigen.

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