Unterschiede bei Aktienfonds

3 Antworten

Die vielen verschiedenen Wertpapierkennummern ergeben sich durch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anleger und die großteils aus den verschiedenen Steuergesetzen.

Der eine will einen Fonds also in ausschüttend, der andere in thesaurierend, der neueste Gag wäre vier mal im Jahr ausschüttend. Dann gibt es ihn in US-$, in € und wie bei deinem Beispiel vielleicht noch anderen Währungen und auf Euro gehedged. Dazu kommen vielleicht noch Anlageklassen mit unterschiedlich hohen Verwaltungsvergütungen, z. B. für institutionelle Anleger, manchmal auch für Banken oder Berater, die eine besonders hohe Verwaltungsvergütung brauchen.

Letzteres kann man in aller Regel und bei nicht wenigstens sechsstelligen Anlagebeträgen je Fonds nicht wählen. Das andere aber wohl.

Bei ausländischen Fonds nimmt man die ausschüttende Variante (steuerlich günstiger). Bei der Währung ist es unwichtig, ob man den in Euro oder in Dollar nimmt. Üblicherweise als Anleger in Europa die Euro-Variante. Dagegen hat die gehedged-Variante Einfluss auf die Wertentwicklung. Wenn man dem Euro im Anlagezeitraum mehr zutraut als dem Dollar, kann man die wählen.

Normalerweise und wenn ein Deutscher in einem deutschen Depot anlegt, dürfte man den A0RFC5 nehmen.

Nach meiner Information hat genau dieser Fonds ein Fondsvolumen von USD 3,7 Mrd. Dabei gibt es unterschiedliche Fondsanteile in verschiedenen Währungen, ausschüttend oder thesaurierend und mit/ohne Sicherungsmechanismen. Daher die verschiedenen WKNs.

Wenn Du also in Singapur wohntest, dann würdest Du Dir sinnvollerweise die passende Anteilsklasse in Singapur-Dollar zulegen, in Berlin eher in Euro.

Zum Fondsportrait wird geschieben:

Der Fonds legt weltweit mindestens 70% seines Gesamtvermögens in Aktienwerten (d. h. Anteilen) von Unternehmen an, die überwiegend im Goldbergbau tätig sind. Zusätzlich kann der Fonds in Aktienwerten von Unternehmen anlegen, deren Geschäftsaktivitäten überwiegend in den Bereichen sonstige Edelmetalle oder Mineralien, Grundmetalle oder Bergbau liegen.

Quelle: http://www.comdirect.de/inf/fonds/detail/portrait.html?ID_NOTATION=20539112

Ob ein solches Investment eine kluge Wahl ist, magst Du alleine entscheiden;-))

Fonds haben verschiedene Anteilsklassen, die für unterschiedliche Investoren gedacht sind.

Das wäre beispielsweise die Unterscheidung zwischen Institutionellen (z.B. Banken, Versicherungen, andere Fonds) und Retail (Privatanleger). Weiterhin kann es Unterschiede nach

  • Häufigkeit der Ausschüttungen (monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich, thesaurierend)

  • Währungen für unterschiedliche Kundengruppen

  • Hedged gegen eine Währung vs. ohne Hedging

  • Art der Preisstellung und Abwicklung (z.B. t+0, t+1)

Diese Unterschiede bedingen dann auch unterschiedliche Ausgabeaufschläge und Managementgebühren bzw. fordern bestimmte Mindestanlagesummen. Manchmal werden auch manche Anteilsklassen nur steuerlich nach dem Investmentsteuergesetz berichtet, während andere steuerlich intransparent oder semitransparent sind.

All diese Anteilsklassen sind jedoch Teile eines einzigen Fonds (siehe Fondsvolumen).

Welche Tranche hier für Dich die "beste" wäre, kann man nur durch Abgleich mit Deinen Investmentzielen herausfinden. Das ist Sache eines erfahrenen Beraters.

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