Unternehmensform für IT-Selbständige?

2 Antworten

Die Frage GmbH, oder Einzelunternehmen ist weniger eine Frage des Umsatzes, sondern mehr eine Frage von:

  1. Haftungsrisiken
  2. Gewinn und daraus Ertragsteuern

Welche Haftungsrisiken hast Du aus Deiner Arbeit? Was kann passieren, wenn Dir ein Fehler unterläuft? Könnte ein Schaden entstehen, dessen Behebung für Dich existenzbedrohend ist? Dann musst Du eine GmbH/UG haben.

Wie hoch sind Deine erwarteten Gewinne? So hoch, dass Du 40 % als Grenzsteuersatz in der Einkommensteuer erreichst? das wäre bei einem zu versteuerndem Einkommen von ca. 60.000,- Euro.

Brauchst Du das, oder mehr zum leben, dann wäre die GmbH eher nachteilig. Wenn Du aber Gewinne thesaurieren (vortragen/aufbewahren kannst, dann wäre eine GmbH/UG eventuell ein Vorteil.

Bist Du Freiberufler? Dann musst Du bedenken, dass eine GmbH als Gewerbebetrieb Kraft Rechtsform Gewerbesteuer zahlt, Du aber als Einzelunternehmer nicht.

Für dieSozialversicherung bringt Dir die GmbH nichts, denn wenn sie Dir allein,voder zu über 50 % gehört, giltst Du als Unternehmer und damit keine Pflichtversicherung mit ggf. günstigeren Beiträgen.

Die GmbH kostet, nur weil sie da kst, schon mal ca. 2.000,- Euro pro Jahr. Das ist der Mehrbetrag gegenüber Deiner EÜ-Rechnung mit Steuererklärung.

Was siehst Du aus diesem Beitrag?

Das es eine Sache ist, die Du mit einem Steuerberater diskutieren musst, der Deine Gesamtsituation kennt.

Es ist fraglich, ob es überhaupt ein Freiberufler ist oder nicht doch ein gewerbetreibender. Aber das kann dahinstehen, denn beim Gewerbetreibenden würde die Gewerbesteuer ja wieder angerechnet werden, bei der GmbH nicht.

Es ist Unsinn, als Freiberufler eine KapGes zu gründen. Das macht niemand, kein Arzt, kein Steuerberater, kein Rechtsanwalt.

Und schon ist die Sache mit einem Steuerberater ausdiskutiert.

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zu 1. Haftungsrisiken schätze ich niedrig, habe gerade eine IT-Haftpflicht abgeschlossen, da der Kunde das wollte, sonst habe ich auch die nicht.

zu 2. Ich schätze, ich bin meist etwas über der 60000 Grenze drüber und ich hoffe, dass es mehr wird - es kommt drauf an wieviele Monate im Jahr ich arbeite

Ich würde gern "thesaurieren", aber ich kann in mein "Unternehmen" nix investieren - ich würde in Immobilien oder ETFs anlegen

Ja ich weiß, dass ich als Freiberufler es sehr gut habe ohne Bürokratie und Gewerbesteuer, ab ab 60000 ist halt die Höchstbesteuerung und das demotiviert

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Wie kommst Du darauf, man hätte irgendwelche steuerlichen Vorteile bei Gründung einer UG/GmbH? Nein im Gegenteil, es fallen Körperschaftssteuern auf den Umsatz an, je nachdem wie hoch er ist. Das ist der Ablass dafür, das Du dann nicht mehr voll haftest für die Schulden der GmbH. Das ist auch der wesentliche Grund, warum GmbHs gegründet werden. Der Unternehmer möchte das Risiko nicht tragen und begrenzen.

Mal davon abgesehen fallen ja bei einer GmbH Gründungskosten im 4stelligem Bereich an. Zusätzliche Kosten entstehen durch Buchhaltung die sich wesendliche aufwendiger gestaltet bei einer GmbH.

Wenn Du allerdings all diese Kenntnisse nicht hast, was ja offensichtlich ist, must Du Dir das alles Einkaufen sprich Steuerberater, Geschäftsführer bezahlen. Auch als Geschäftsführer einer GmbH muss man schon kaufmännische Kenntnisse haben. Sonst endet das in einer Katastrophe (siehe Boris Becker, der konnte auch nur Tennis spielen, als Geschäftsmann ist er gescheitert).

Mein Rat lass es sein und bleib beim persönlich haftendem Einzelunternehmer. Leg Dir eine gute Haftplichtversicherung zu, falls Du mal was falsch machst. Das ist als It`ler wichtig.

Wie kommst Du auf die Idee, die Gewerbesteuer würde sich nach dem Umsatz richten?

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@correct

Stimmt ist seit 2008 nicht mehr der Fall. Seit dem wird der Gewinn versteuert.

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@hildefeuer

bei der Gewerbesteuer wurde NOCH NIE der Umsatz versteuert .....

hier ist seit Gültigkeit des Gesetzes der Gewerbeertrag zu versteuern .....

Hoffentlich hast du nie mit einer Buchhaltung zu tun!

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klar, Körperschaftsteuer fällt auf den Umsatz an ....#

auf was fällt dann die Umsatzsteuer an? auf die Anzahl der Arbeitnehmer?

und Gründungskosten im 4stelligen Bereich?

komisch ....

meine Steuerberatungs-GmbH hatte Gründungskosten von UNTER 1.000 € ... obwohl für die Eintragung der Gesellschaft noch Geld an die Kammer ging mit gut 300 € ....

aber du hast ja vermutlich entsprechende Quellen für deine Antwort, oder?

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