Unterhaltsrückstand

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4 Antworten

Wie Privatier schon ausführte - mal ist ein Spiel halt zuende - das musst Du akzeptieren.

Keiner hindert dich jedoch ein neues Spiel anzufangen ...

Ich vermute mal, dass das Wissen um den biologischen Vater eher eine Vermutung ist und wohl eher auf Hören-Sagen beruht. Sicher kannst Du dir erst nach einem durchgeführten Gentest zwischen dem vermeintlichem Vater und deiner Tochter sein. Problem ist, dass Du diesen nicht veranlassen kannst. Das könnte nur deine volljährige Tochter in die Wege leiten. BIs zu ihrer Volljährigkeit wäre ihre Mutter zustimmungspflichtig gewesen - zudem sie offensichtlich nicht gewillt war.

So könnte deine Tochter nun den tatsächlichen biologischen Vater zu einem Gentest zwingen. Wird da positiv die Vaterschaft festgestellt könntest Du in einem neuen, dann eigenen Prozeß den biologischen Vater zum Ausgleich deines entstandenen Schadens (Unterhaltszahlung, Prozeßkosten usw.) heranziehen.

Das ist ein langer, steiniger Weg.

Am Ende könnte die Erkenntnis stehen, dass der dann festgestellte biologische Vater arm wie eine Kirchenmaus ist und du gehst leer aus. Einem nackten Mann kann man halt nicht in die Tasche greifen.

An der Zahlung der Unterhaltsforderungen des Jugendamtes kommst Du so aber nicht vorbei.

Merke: Dem Jugendamt geht es nicht darum, den "echten" Vater festzustellen. Denen geht es nur darum, jemanden zu haben, auf den sie die Zahllasten abwälzen können - und mit dir haben sie jemanden.

Nicht ganz fair, nicht ganz fein - aber der Schiedsrichter läßt Vorteil gelten.

Das hätte dir aber dein Anwalt auch schon früher beibringen können.

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Dein Fall ist ausgeurteilt und zwar in einem Ausmaße das instanzenmäßig einfach nicht mehr zu überbieten ist. Gegenüber den Unterhaltsforderungen Deiner Tochter -nach rechtskräftiger Feststellung ist sie das nun einmal- gibt es für Dich kein Entrinnen mehr. Ob der Unterhaltstitel allerdings voilstreckt werden kann, ist dann die andere Frage. Ich bin mir sicher, dass Du Dich schon längst mit so Fragen wie dem "Pfändungsfreibetrag" beschäftigt hast und wenn nicht, das mit Googles Hilfe leicht nachholen könntest.

Laß mich Dir mal aus anderer Warte einen Rat geben: Ich habe selber wiederholt Menschen in ähnlicher Situation wie Du erlebt: Jemand zieht vor Gericht und investiert ganz viel Geld und verliert andauernd. Es gibt dann Leute die immer weiter machen wollen, andere beugen sich der Erkenntnis, dass der Rechtsweg irgendwann sein Ende hat und es klüger ist, das zu akzeptieren.Ob Du mit Deinen Ansprüchen gegen jene Person die Du für den wahren Vater hältst Erfolg haben kannst, könnte Dir nur ein Anwalt nach präziser Prüfung der Rechtslage prognostizieren (das Wort verwende ich mit Vorbedacht, denn Hellsehen können Anwälte auch nicht, wie Du ja schmerlich erlebt hast). In jedem Fall müßte dann ein neuer Prozeß finanziert werden. Kannst Du das? Bist Du bereit, nochmals ein Jahrzehnt Deines Lebens dafür zu "opfern"? Das sind Fragen, die nur Du für Dich beantworten kannst.

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Kommentar von cheyeen
23.06.2013, 15:42

ja das würde ich

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Siehe meinen Hinweis auf die neue Gesetzeslage in Deiner ersten Frage.

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Nun, Du bist verpflichtet so lange Unterhalt zu zahlen, bis Deine Tochter eine erste qualifizierte Ausbildung abgeschlossen hat. Und das kann auch ein Studium sein.

Unterhaltsschulden sind erstrangig zu bedienen. Die Pfändungsgrenze setzt das Familiengericht individuell fest und kann bei Unterhaltsfragen auch unter die gesetzliche Grenze nach ZPO fallen.

Somit bleibt Dir nur einen Abzahlungsvorschlag zu unterbreiten oder Privatinsolvenz anzuwenden.

Rechtssichere Antworten gibt es beim Fachanwalt für Familienrecht bzw. durch Entscheidungen des Familiengerichts.

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