Unterhaltspflichtig - darf ich meinen Job ohne weiteres wechseln?

2 Antworten

Art. 12 GG garantiert grundsätzlich die freie Wahl des Arbeitsplatzes, dass dies evtl. zu Nachteilen bei der Berechnungsgrundlage für den zu leistenden Unterhalt führt bleibt davon aber unberührt.

Solange Du selbst kündigst, zahlst Du den Unterhalt weiter wie bisher und musst Dich bei geringerem Verdienst eben einschränken.

Dein Privatleben kann nicht über dem Wohlergehen Deines/er Kindes/er gestellt werden.

Zusatzfrage von mir.

Angenommen Jemand hat bisher zu einem großen Teil Nachtschichten gemacht. Oder eine Zusatzanstellung, die aber wegen Gesundheitsbelastung nach (zweifelsfreier) ärztlicher Empfehlung aufgegeben werden muss, gilt das dann auch?

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@wfwbinder

es ist wohl geregelt in Bezug auf Nachtschichten:

wenn derjenige den Wegfall nicht selber zu vertreten hat das dann eine "Neuberechnung" beantragt werden kann.

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@wfwbinder

Nein, in einem solchen Fall wird der Unterhalt neu berechnet. Nur Unterhaltskürzungen - ohne zwingende Gründe sind nicht durchführbar.

Sogar bei eintretender Arbeitslosigkeit werden Unterhaltspflichtige aufgefordert, ihren Lebensunterhalt durch Minijobs aufzustocken, damit sie ihren Verpflichtungen weiterhin wie gewohnt nachkommen können.

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Hausfinanzierung nicht beim Arbeitgeber Bank?

Mein Mann und ich möchten ein Haus kaufen aber nicht bei der Bank finanzieren bei der ich arbeite (Ich bin Bankkauffrau). Die Konditionen sind woanders besser und der Finanzierungsvorschlag gefällt uns da wesentlich besser. Nun habe ich meinem Chef gesagt das wir uns auch woanders Angebote geholt haben und es möglich ist das wir woanders finanzieren. Ich habe Ihn gefragt ob das Folgen für mich hat und er meinte, das das nicht gerne gesehen wird wenn Mitarbeiter woanders finanzieren und es angeblich auch noch nie vorgekommen ist. Ich habe nur einen befristeten Vertrag, er könnte mich also nächstes Jahr ohne weiteres kündigen, wenn ich nicht bei meinem Arbeitgeber finanziere. Diese Andeutungen hat er nämlich gemacht und nun will ich wissen ob das Rechtens ist? Bin ich verpflichtet bei meinem Arbeitgeber zu finanzieren? Für mich ist die Arbeit einfach Arbeit und hat nix mit meinem Privatleben zutun. Die können es doch nicht von mir verlangen? Mein Mann möchte da nicht finanzieren und wird dadurch ja quasi gezwungen, weil es sein könnte das das meinen Job gefährdet...

Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll und was ich davon halten soll? Wenn wir jetzt das Haus kaufen und ich nächstes Jahr den Job verliere, haben wir verloren und können das Haus nicht mehr halten :(

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