Unterhaltskosten, auch nach nur einem Jahr Ehe?

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Das Kriterium „Dauer der Ehe“ ist im Rahmen des § 1361 Abs. 2 ein äußerst bedeutsames Merkmal, da § 1361 Abs. 3 BGB ausdrücklich § 1579 Nr. 1 BGB ausschließt und der Anspruch auf Trennungsunterhalt deshalb nur nach § 1361 Abs. 2 BGB begrenzt werden kann. Der Begriff „Dauer der Ehe“ bestimmt sich dabei – abweichend von §1579 Nr. 1BGB – von der Eheschließung an auf die Zeit der ehebedingten Erwerbslosigkeit. Ist der unterhaltsbegehrende Ehegatte noch jung und gesund, dann sprechen die Umstände für eine verstärkte Erwerbsobliegenheit. War die Ehe nur von kurzer Dauer, darf sich der Untenhalt begehrende Ehegatte zur Begründung der Unzumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit nicht auf den erst durch die Eheschließung erlangten Status berufen (BGH FamRZ 1979, 571). Vielmehr ist ihm grundsätzlich innerhalb einer nur kurzen Frist die baldige Wiederaufnahme bzw. die Ausweitung der Erwerbstätigkeit zuzumuten. Das kurze Funktionieren einer Ehe soll nicht zu einem Rentendasein auf Kosten des anderen Teils führen (OLG Frankfurt FamRZ 1979, 700). Haben die Eheleute nur kurz zusammengelebt, steht der Ehefrau jedenfalls dann kein Unterhaltsanspruch zu, wenn sie vor der Ehe und während des ehelichen Zusammenlebens verdiente und noch verdient (OLG Frankfurt FamRZ 1980, 141).

Alle für die Bewertung einer Erwerbstätigkeit als angemessen zu berücksichtigende Umstände wie auch die jeweiligen Interessen im Einzelfall sind sorgsam und umfassend gegeneinander abzuwägen. Im Rahmen dieser Abwägung ist von erheblicher Bedeutung, ob sich der Unterhalt begehrende Ehegatte darauf einrichten muss, die Trennung sei endgültig.

http://www.scheidungsrecht-praxis.de/nuetzliches/kategorie01/510572994d1284313.html

Es wird Eng, wenn überhaupt nur übergangsunterhalt. Ausser es ist ein Kind da.

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Grüße

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