Unterhalt, Insolvenz und Selbstbehalt! - Trotzdem zusammenziehen???

1 Antwort

Hallo,

also Dein Freund verdient 1000€ netto und zahlt davon 200€ Kindesunterhalt und ist in der Verbraucher-Insolvenz: Und das macht probleme:

  • zahlt er kein Kindesunterhalt weil er nur wenig Einkommen hat, so zahl das Jugendamt i.d.R. einen Vorschuss für's Kind (hier an die Mutter) welcher natürlich vom eigentlichen Schuldner gefordert wird. Er macht dadurch Schulden was man in einer Verbraucher-Insolvenz nicht darf (zumindest nicht wenn man die Restschuldbefreiung haben möchte).

  • zahlt er Kindesunterhalt so muss er mit so wenig auskommen, hat dafür aber die Möglichkeit der Restschuldbefreiung am Ende der der Verbraucher-Insolvenz

  • => aber bitte Klärt das im Detail mit einem Schuldnerberater. Er sollte ja schon einen haben.

Wenn Ihr nun zusammen zieht, so ändert das nichts an seinen Schulden und/oder Verpflichtungen: Durch das gemeinsame Kind wäre vor dem Zugriff der Gläubiger sogar noch mehr Einkommen von Ihm geschützt, was aber hier nicht zum tragen kommt. Es ändert sich also finanziell nichts.

Wünsche Euch viel Erfolg

Freund zahlt Kindes-Unterhalt bis Grenze Selbstbehalt, wenn wir zusammenziehen, müßt er mehr zahlen?

Mein Freund zahlt nun Kindes-Unterhalt bis zur Grenze von seinem Selbstbehalt (er zahlt 200 Euro pro Monat). Lt. Tabelle müßte er mehr zahlen. Wenn wir nun zusammenziehen würden, ändert das was an seiner Unterhaltszahlung? Ich verdiene mehr als er. Danke Euch.

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Selbstbehalt Kindesunterhalt

Ich bin alleinstehende Mutter von drei Kindern (22, 12 und 7 Jahre). Mein ältestes Kind hat einen eigenen Haushalt - ich bin nicht unterhaltspflichtig. Mein mittleres Kind lebt seit 1,5 Jahren beim Vater - mein jüngstes Kind lebt in meinem Haushalt (mittleres und jüngstes Kind haben unterschiedliche Väter). Für mein jüngstes Kind erhalte ich Kindergeld und 404,00 € Unterhalt monatlich. Für mein mittleres Kind zahle ich monatlich 334,00 € Unterhalt und 113,00 Schulgeld. Ich zahle außerdem den Sportverein sowie mtl. hälftig das Klaviergeld (= 19,25 € für mich). Ich verdiene monatlich 1800,00 € netto und habe gelesen, dass der Selbstbehalt bei 1000,00 € liegt. Wird da vom Nettoeinkommen ausgegangen oder muss ich Kindergeld und Unterhalt für mein jüngstes Kind mit einberechnen. Bedeutet Selbstbehalt Nettoeinkommen abzgl. UH oder Nettoeinkommen abzgl. UH und Festkosten wie Miete, mtl. Fahrkosten zur Arbeit, Betreuungskosten, Versicherungen...? Ich bin jetzt in eine günstigere Wohnung gezogen, damit ich den Lebensunterhalt für mich und mein jüngstes Kind bestreiten kann - leider hat mein mittleres Kind nun kein eigenes Zimmer mehr und die Rückkehrmöglichkeit liegt nahezu bei Null (Ziel des Vaters ist erreicht) Wir haben das gemeinsame Sorge - und Aufenthaltsbestimmungsrecht. Gerichtlich wurde vereinbart, dass mein geschiedener Mann unserem Kind jederzeit die Möglichkeit zur Rückkehr geben muss - allerdings hält er sich an keine Regeln. Ich sehe unsere Tochter sehr selten, weil der Vater mir die Ferien streicht... (Jugendamt und Erziehungsberatungsstelle interessiert das leider nicht) Ich weiß, dass man die Themen Unterhalt und Besuchsrecht nicht vermischen darf, aber momentan bin ich nur zahlendes "Mitglied". Der Kontakt meines geschiedenen Mannes zu mir beschränkt sich ausschließlich auf 4 SMS zum Thema UH-Pflicht, UH-Erhöhung und anteilige Zahlung für das Schullandheim. Jetzt soll das Schulgeld zum neuen Schuljahr wieder um 6% angehoben werden und ich weiß bald nicht mehr, wovon ich noch alle Kosten bezahlen soll (leider kann ich meinen jüngsten Kind bei weitem nicht das bieten, was meinem mittleren Kind ermöglicht wird - z. B. die Bildung an der selben Schule wie meine Tochter, da ich das hälftige Schulgeld für ihn nicht aufbringen kann). Bin ich verpflichtet, die Schulgelderhöhung mit zu tragen oder könnte ich ggf. aus dem Schulvertrag "aussteigen" ? (dieser wurde damals von meinem geschiedenen Mann und mir unterschrieben). Bitte verstehen Sie mich nicht falsch - ich möchte allen meinen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen - aber ich habe ja dennoch auch eine Verpflichtung für mein jüngstes Kind und oft auch Existenzangst. Für eine fachmännische Antwort wäre ich unsagbar dankbar.

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Unterhalt erhöhter Selbstbehalt

Aus der Ehe sind vier Kinder hervorgegangen im Alter von 9, 11, 12 und 15 Jahren.

Das älteste Kind lebt bei mir. Die anderen drei bei meiner getrenntlebenden Frau.

In der Düsseldorfer Tabelle steht das einem 900 Euro (inklusive Warmmiete 360 Euro) Selbstbehalt verbleiben. Meine Miete beträgt 650 Euro warm. Die Wohnung muss ja auch für die drei Wochenendkinder reichen, oder bin ich gezwungen diese in einer kleinen Wohnung zu stapeln. Selbst eine kleinere 3-Zimmerwohnung würde hier in der Nähe mindestens 550 Euro warm kosten.

Gibt es einen Mehrbedarf für das eigene im Haushalt lebende Kind?

Die ganze Sache ist auf jeden Fall bei meinem Einkommen ein Mangelfall. Ich verdiene Netto (nach Abzug Steuerklasse II) 1578 Euro. Davon werden ja 5 % berufsbedingter Aufwand abgezogen. Nach meiner Ablesung aus der Düsseldorfer Tabelle müsste ich im Mangelfall für die drei Kinder bei meiner Frau 421 Euro bezahlen. Meine Frau hat keinerlei Einkünfte außer ALGII. Wird ALGII als Einkünfte angerechnet?

Dann werde ich ja selber zum ALGII Aufstocker lt. ALGII Rechner.

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