Ungewollter Vorruhestand

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4 Antworten

Es kommt ein wenig darauf an, was in diesem Zusammenhang unter "Vorruhestand" zu verstehen ist. Ohne das jetzt direkt untermauern zu können, meine ich, dass Du als Schwerbehinderter mit einer so langen Betriebszugehörigkeit kündigungsschutz genießt.

Ansprechpartner sollte in der Stadt der Personalrat und dort, soweit es den gibt, der Behindertenbeauftragte sein.

Ich vermute, Du hast selbt erst nur ungefähr erfahren, was die Stadt vorhat. Versuche doch erstmal mehr herauszufinden.

Hallo, Du hast die Möglichkeit mit dem Betriebsrat, oder auch mit dem Beauftragten für Schwerbehinderte zu sprechen.

Schildere denen Dein Problem und vielleicht sehen sie eine Möglichkeit sich dafür einzusetzen, dass Du die fehlenden 2 Jahre weiterbeschäftigt werden kannst.

Gerade als städtischer Angestellter hat man auch als Schwerbehinderter eher die Chance in anderen Einrichtungen untergebracht zu werden, als in kleineren Firmen

Ich wünsche Dir viel Glück!

Hallo Buecherhueter,

Sie schreiben:

Ungewollter Vorruhestand<

Antwort:

Bis 2017 ist es ja noch eine Weile hin und so haben Sie ausreichend Zeit, die Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken.

Mit einem GDB 100 (nicht in %) haben Sie ohnehin wesentliche, gesetzliche Schutzfunktionen im öffentlichen Dienst, welche es z.B. in der Prvatwirtschaft überhaupt nicht gibt!

Sofern Sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht Mitglied Ihrer zuständigen Gewerkschaft sind, wäre es eine Überlegung wert, dies nachzuholen und sich somit einen preiswerten Sozial-Rechtsschutz für den Fall der Fälle zu sichern.

Mit diesem Sozialrechtsschutz an Ihrer Seite haben Sie die Möglichkeit, Ihre rechtlichen Interessen konsequent und so weit als irgend möglich, sicherzustellen!

Darf mich mein Arbeitgeber in Vorruhestand schicken, obwohl ich nicht will (schon weil mir meine Arbeit Freude macht)? Was habe ich für Möglichkeiten?<

Antwort:

Diese Fragen kann Ihnen in der Regel nur ein kompetenter, versierter Rechtsbeistand beantworten, denn jeder Einzelfall ist anders.

Fazit:

Gehen Sie von Anfang an auf Nummer sicher, holen Sie sich rechtsverbindlichen Rat und nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit aus.

Vielleicht zeigt sich ja Ihr Arbeitgeber vor Ort kompromißbereit und es wird oft alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Leider sind in vielen Kommunen die Kassen leergeräumt und da kommt es durchaus vor, daß aus finanziellen Gründen liebgewordene Gewohnheiten aufgelöst werden müßen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Das Integrationsamt muss deiner Kündigung nicht zustimmen - bei 100% Schwerbehinderung ist das nämlich erforderlich. Dein Arbeitgeber muss dir einen anderen Arbeitsplatz anbieten.

Hier geht es um eine Kündigung aus betrieblichen Gründen bei einem Schwerbehindertem im hohen Alter bei langjähriger Beschäftigungszeit - de facto unmöglich für den Arbeitgeber.

Deshalb versucht man dich mit allen Mitteln zu überreden freiwillig den Vorruhestand zu akzeptieren.

Mein Tipp: gegenüber dem Arbeitgeber zeigst dich hart und nicht beeinflussbar - auf keinen Fall irgendetwas unterschreiben !!! Unbedingt solltest du den Schwerbehindertenbeauftragten einschalten, und sogar einen Anwalt mit der Vertretung deiner Interessen beauftragen.

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