Wie sind die ungefähren Kosten/Gebühren für ein Wertgutachten vom Gutachter für eine Wohnung?

3 Antworten

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Ender:

Für den beabsichtigten Zweck, nämlich die Wertfindung der ETW zur Veräußerung an Geschwister, genügt m. E. eine zweiseitige Wertermittlung  (Kurzgutachten), anstelle eines 20 seitigen Gutachtens mit Fotos, Lageplan, Bauzeichnungen etc, das bei einem Wert von z.B. 250 000 € rd. 1200  kosten dürfte (siehe Honorartafel zu § 34 Abs. 1 HOAI.) Das Objekt ist ja den Erwerbern hinlänglich bekannt.

Einigt euch auf einen möglichst ortsansässigen zumindest aber ortskundigen Fachmann (Bauing, Architekt, Immobilienschätzer) und legt ihm vor der Objektbesichtigung alle einschlägigen Objektunterlagen, die in diesem Forum mehrfach aufgelistet wurden, vor, damit zusätzl. kosten- verursachende Leistungen (wie z.B. Behördennachfragen) überflüssig werden.

In die Bewertung fließen ein: Lage, Wohnungsgröße, Stockwerk, Garage/Stellplatz, Unterhaltungszustand, übliche Marktmiete, Baujahr, wirtschaftliche Restnutzungsdauer, Aufzug (kostenintensiv), Wohngeld, Höhe der Instandsetzungsrücklage, Geschäfte des tägl. Bedarfs fußläufig erreichbar, wohnortnahe ärztl. Versorgung, Anzahl der Wohneinheiten, Eigentümer-/Mieterstruktur, Reparaturbedarf, übliche Marktresonanz (Vermietbarkeit, Verkäuflichkeit) und einiges mehr.

Von der Internetbewertung ohne Objekt- und Lagebesichtigung halte ich nichts.
 

Es gibt im Internet Anbieter, die eine überschlägige Wertermittlung für 20 € anbieten. Dabei muss man allerdings wissen, dass die Immobilie dafür nicht besichtigt wird und folglich individuelle Besonderheiten (sog. "objektspezifische Grundstücksmerkmale" in der Bewertung nicht berücksichtigt werden.

Bei einem Gutachter in örtlicher Nähe würde das Honorar sich aller Wahrscheinlichkeit nach an der HOAI orientieren. Die ist zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr zwingend anzuwenden, jedoch war sie früher verbindlich und deshalb orientieren sich auch heute noch die meisten Gutachter daran, sofern man nicht ein davon abweichendes Honorar individuell vereinbart. Das eröffnet natürlich auch neue Perspektiven für die Kunden: Das Gutachten kostet eben genau das, was man aushandelt, da es keine verbindliche Gebührenordnung für Grundstücksbewertungen mehr gibt.

Die hier schon erwähnten Wertgutachten per Internet kann man nach meiner Einschätzung vergessen. Ich habe das selber ausprobiert bei einem eigenen Objekt. Das Ergebnis hat nichts mit der Realität zu tun. 

Ob es Sinn machen würde, Gutachten dieser Art von mehreren Anbietern einzuholen und dann den Mittelwert zu nehmen, weiß ich nicht. Zumindest wäre es eine Möglichkeit, billig zu einem Gutachten zu kommen. Unter billig verstehe ich, unter 200 Euro insgesamt.

Wenn man einen Architekten oder sonstigen Bausachverständigen beauftragt, kommt es bei den Kosten auf den Auftragsumfang, also die Gründlichkeit der Ermittlung an. Ich schätze die Kosten auf bis zu 2000 Euro.

Man kann natürlich auch Immobilienangebote aus der Umgebung sammeln und daraus selber einen Preis ermitteln. Das kostet nichts.

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