Unfalltot Versicherung will nicht zahlen

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5 Antworten

Privatier59 hat ja schon geschrieben, dass es hierzu ein Urteil gibt.

Der Wespenstich mit Allergieschock und Tod ist sicherlich versichert, er gilt als plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. In dem Urteil - die Webseite des Links funktioniert gerade nicht - ging es meines Wissens nach um eine Nussallergie, die tödlich endete. Da wurde das "von außen" vom Versicherer bezweifelt, er wurde jedoch eines Besseren belehrt.

Die Versicherung wird hier vermutlich argumentieren, dass kein Zusammenhang zwischen Wespenstich und Herzinfarkt besteht. Das zu klären geht sicherlich nür über eine Klage, bei der dann Gutachten, Gegengutachten, usw. den Zusammenhang herstellen oder verneinen sollen. Vermutlich eine langwierige Sache - leider.

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Kommentar von Whity
05.12.2012, 19:55

Danke erstmal, ja es ging um eine Nussallergie. Werde mir Montag die Krankenakte aus dem KH holen und damit dann zum Anwalt.

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Da gebe ich Dir mal den Link zu einem Urteil des OLG München wo allergische Reaktionen als Unfall anerkannt wurden:

http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/m/presse/archiv/2012/03409/index.php

Ob das allerdings Deine Versicherung beeindrucken wird, weiß ich nicht. Sicherlich nämlich ist das Urteil dort schon bekannt, man will sich dieser Rechtsprechung nicht beugen. Da bleibt wohl nur der Gang zum Anwalt.

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Kommentar von Whity
05.12.2012, 19:21

Danke, werde ich sehe ob es die Versicherung beeindruckt...werde mich aber noch beim RA beraten lassen

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Hallo, ein Unfall ist definiert als ein äußerlich einwirkend. Der Insektenstich ist zwar äußerlich einwirkend, aber nicht tödlich. Der Tod trat durch die innere allergische Reaktion ein. Gruß + Beleid alphabet

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Kommentar von Whity
05.12.2012, 19:17

Nein der Tod trat durch den Herzinfakt ein, der von der allergischen Reaktion ausgelöst wurde.

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Mir scheint, die Versicherung lässt es hier drauf ankommen, weil die Kausalität Wespenstich -> Herzinfarkt möglicherweise nicht durch den Unfallbegriff gedeckt ist. Da bleibt Dir vermutlich wirklich nur der Klageweg - mit ungewissem Ausgang.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich bei der Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungaufsicht, BaFin) und/oder dem Versicherungsombudsmann zu beschweren. Ich bin mir nicht sicher, ob das in diesem Fall zu empfehlen ist, weil es um eher Grundsätzliches geht.

Falls Du diese Möglichkeit jedoch in Betracht ziehst, solltest Du wissen, dass Du die Entscheidung der jeweiligen Stelle abwarten musst und erst danach klagen darfst. Fälle, die bereits bei Gericht liegen, werden zumindest vom Ombudsmann nicht mehr behandelt.

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Kommentar von Privatier59
05.12.2012, 21:15

"Kausalität": Da hast Du völlig recht und deswegen wird das ein harter, steiniger, teurer und sehr langer Weg, bis der Fragesteller das Geld bekommt. Falls überhaupt!

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Kommentar von gammoncrack
05.12.2012, 21:31

Natürlich kann sich der Fragesteller an das BaFin oder den Ombudsmann wenden. Ich bezweifel allerdings, dass sich das BaFin hier einsetzen wird, da es den Sachverhalt nicht prüfen kann und wird. Einen Verstoß gegen die in den Versicherungsbedingungen niedergelegten Leistungsbeschreibungen wird es wohl nicht erkennen. Vermutlich wird es auf den Klageweg verweisen.

Der Ombudsmann könnte zwar entscheiden, dass eine Entschädigung von maximal 10.000.- Euro zu leisten ist. Das wäre verbindlich für den Versicherer, der Fragesteller kann aber ablehnen. Ich vermute, dass die Versicherungssumme doch um einiges höher liegt. Voraussetzung ist hier zusätzlich, dass sich die betroffende Versicherung dem Verein "Ombudsmann" angeschlossen hat. Es gibt ein paar wenige, die das nicht gemacht haben.

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Kommentar von gammoncrack
06.12.2012, 01:57

Ganz wichtiger Hinweis von Sobeyda: Erst Ombudsmann, dann Klage,

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Du hast nicht geschrieben, welche AUB dem Unfallversicherungsvertrag zugrunde liegen.

Ich sage voraus, dass deine Chancen auf eine Unfall-Todesfall-Entschädigung mehr als schlecht stehen...!

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Kommentar von gammoncrack
06.12.2012, 00:24

und was nützen die AUB, wenn man den Versicherer nicht kennt?

Außerdem sind die Chancen nur dann schlecht, wenn kein Zusammenhang zwischen Wespenstich und Herzinfarkt besteht. Ich kann das zumindest ohne medizinische Kenntnisse und erst Recht nicht ohne Krankenakte beurteilen.

Kann es sein, dass Du eine Reinkarnation von Nostradamus bist?

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