Unfallschaden/Beauftragung eines Anwalts

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

trotz allem, halte ich es für besser, erst einmal mit der gegnerischen versicherung kontakt aufzunehmen.

Die Rechte des Geschädigten nach einem Unfall

Bei einem unverschuldeten Unfall hat der Geschädigte das Recht sich über seine Rechte von seinem Rechtsanwalt auf Kosten des Unfallgegners beraten zu lassen, ...das Recht einen Kfz-Sachverständigen auf Kosten der gegnerischen Haftpflichtversicherung –

http://www.kfz-experte.de/unfallschaden

Bei klarer Rechtlage bezahlt die gegnerische Versicherung keinen Gutachter bei einem sogenannten Bagatellschaden. Lt. gängiger Rechtsprechung liegt die Grenze bei ca. 700 Euro. Mit dem Anwalt verhält es sich genau so. Im Rahmen der Schadensminderungspflicht kann der Geschäd. bei klarer Rechtslage und geringem Schaden erst mal die gegnerische Versicherung kontaktieren. Erst wenn die andere Versicherung mauert oder verzögert oder ...oder .. dann kann man Gutachter/Rechtsanwalt beauftragen. Da Dein Schaden bestimmt höher ist (Autobahn/LKW) muß die andere Versicherung zahlen, wenn Dein Unfallgegner die Alleinschuld hat. Bei einer Mitschuld mußt Du Teile der Rechnungen selbst zahlen. Je nach prozentualer Aufteilung.

Der Schaden wurde also polizeilich aufgenommen. Eigentlich benötigt man den Anwalt zumindest so lange nicht, wie sich die Versicherung des Verursachers nicht ablhnend verhält, es geht auch mit Anwalt grundsätzlich nicht schneller. Man kann dies aber durchaus über einen Anwalt machen, wenn man sich damit besser fühlt. Nur nebenbei: Die Polizei-Äußerungen zur Schuldfrage sind unerheblich, denn diese Frage wird nicht durch die Polizei geklärt. Ein Restrisiko, falls sich die Schuldfrage anders entwickelt, dass man mit der Anwaltsbeauftragung letzten Endes seine eigenen Kosten erhöht, bleibt also. Trotzdem würde ich mich ( je nach Höhe des Schadens ) an einen Anwalt wenden, nicht aber dann, wenn der Schaden realtiv gering ist...

Du Aussage, dass die gegnerische Versicherung alles bezahlt ist definitiv falsch !!! Dazu ist sie nicht verpflichtet, das muss man sich ggf. vor Gericht erstreiten - und Versicherungen haben da einen langen Atem, dass kann über Jahre sich hinziehen, und zunächst musst du in Vorkasse gehen, bzw. deine Rechtsschutzversicherung.

Wenn du gerade nicht eine Rechtsschutzversicherung hast, kann da ein Streit sehr schnell deine Vorstellungen hinfällig machen, insofern ist der Rat von @Matrix ein guter Rat: zunächst einmal abklären, was die Gegenseite dir anbietet.

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