Unfall von der Berufsschule auf dem Weg nach Hause

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9 Antworten

Berufsschulpflicht ist leider nicht dasselbe , als wen Du im Auftrag des AG unterwegs bist. Von daher besteht leider kein Regressanspruch und der Schaden bleibt Dein Schaden.

Durch die Berufsgenossenschaft ist nur Dein Körper versichert und nicht Dein Auto.

Zusammenfassung: Schaden am anderen Fahrzeug übernimmt Deine Haftpflicht.

Schaden am eigenen Fahrzeug übernimmt Deine Vollkasko (sofern vorhanden).

Falls du Schäden erlitten hast, übernimmt das die Berufsgenossenschaft.

Es ist geregelt das der AG normalerweise nicht mal die Kosten für deine Fahrten zur Berufsschule zahlen muß. Somit kannst du schon froh sein das er das tut!

Ferner dürfte auch noch gelten:

Zahlt der Betrieb dem Auszubildenden dagegen üblicherweise die steuerrechtlich anerkannte Kilometerpauschale, haftet er, sofern nichts anderes vereinbart ist, grundsätzlich nicht für die Unfallschäden, da in dieser Pauschale die Kosten der Kfz-Vollkaskoversicherung enthalten sind.

Guckst du hier:

http://www.hwk-koeln.de/Aus_und_Weiterbildung/02_Berufsausbildung/11_Ratgeber_Ausbildungsrecht/Fahrtkosten.html

Nein kannst Du nicht, auf welchem Stern lebst Du denn ??? Du kannst Dich beim AG für die bereits kulant gewährte Kilometerpauschale bedanken, verpflichtet wäre er dazu nicht. Der selbst verschuldete Unfall ist ganz allein Dein Risiko, die Regulierung des Schadens übernimmt Deine Fahrzeugversicherung wenn es eine Kasko gibt. Dafür wirst Du in der SF-Klasse hochgestuft was höhere Beiträge zur Folge hat. Und es war auch im Prinzip keine Dienstreise wenn Du auf dem Weg von zu Hause zum AG fährst oder eben zurück. Die Erfüllung Deines Ausbildungszieles ist ebenso zu 100 % von Dir zu erbringen und nicht vom AG.

Jugo95 03.09.2013, 20:50

Moin, Sätze wie "auf welchem Stern lebst Du denn ???" können sie sich hier bitte sparen !
Fahrten zur Berufsschule gelten immer als Dienstreise und müssen somit auch vom Arbeitgeber versichert sein.

Quelle : http://www.handwerksblatt.de/handwerk/fahrten-zur-berufsschule-sind-dienstreisen-3153.html

Könnten sie ihre Aussagen irgendwie belegen?

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SBerater 03.09.2013, 22:03
@Jugo95

das ist die steuerliche Sicht rein bei den Verpflegungspauschalen und den gefahreren km. Du bist nicht im Auftrag des Arbeitgebers auf Dienstreise. Das ist der Unterschied.

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Candlejack 04.09.2013, 14:54
@Jugo95

so eine saloppe Bemerkung kannst Du doch hier keinem verübeln bei dieser Frage ;-) Selbstverschuldete Unfälle auf dem Weg zur Arbeit sind immernoch Sache der eigenen Vollkasko. Personenschäden sind wieder was anderes.

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steuerlich betrachtet ist der Weg zur Berufschule eine Dienstreise, wenn die Berufschule nicht beim Arbeitgeber örtlich liegt. Der Arbeitgeber kann hier die km wie auch die Tagespauschalen zahlen oder du setzt die gefahrenen km und die Tagespauschalen bei der Steuer an.

Das ist nur die steuerliche Sicht. Und es ist keine Dienstreise, die du für den Arbeitgeber machst. Damit haftest du. Du kannst den Schaden ggf. steuermindernd ansetzen. Mehr nicht.

Also eins muss man ja sagen: unsere Jugend ist zumindest kreativ ;-) ? Wie kommst Du auf die hanebüchene Idee, dass Dir Dein Arbeitgeber auch nicht die Reparaturkosten für selbstverschuldete Unfälle erstattet ? Erstens sind die Kosten für eine Kaskoversicherung bereits in der Pauschale enthalten, also die Versicherung für selbstverschuldete Unfälle. Und zweitens ist es keine angeordnete Dienstreise (Fantasie hast Du ja...), sondern Dein persönlicher Weg zur Berufsschule.

Das darfst Du alles schön über die Vollkasko regeln und wenn die nicht da ist, dann viel Glück ;-)

Jugo95 04.09.2013, 15:49

Moin, auf die Idee kam ich da ich für die Berufsschule eine Reisegenehmigung benötigt habe und somit davon ausgehe das es sich auch um eine Dienstreise handelt, so wie sie es steuerlich auf jeden fall ist.
Das ganze mag natürlich sehr dreist und nach Geldschneiderei klingen, dass ist ganz sicher nicht meine Absicht. Ich muss mir aber unbedingt einen neuen fahrbaren Untersatz organisieren um auch weiter meiner Ausbildung nachgehen zu können.
Das die Kosten für die Versicherung schon in dem vorgeschriebenen Satz von 30 cent enthalten sind stimmt so nicht, lediglich die Heraufstufung in der Kaskoversicherung ist damit für den Arbeitgeber abgeschlossen

Quelle : http://www.adac.de/infotestrat/unfall-schaeden-und-panne/unfallabwicklung/besondere-faelle/dienstfahrt/default.aspx

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Candlejack 06.09.2013, 08:54
@Jugo95

WIE OFT muss Dir hier eigentlich noch erklärt werden, dass es sich bei dem täglichen Weg zur Berufsschule NICHT um eine Dienstreise handelt und damit die Regeln dafür nicht gelten, egal, wie viele Links Du noch bringst.

Die Fahrt zur Berufsschule ist keine Nutzung auf Anweisung des Arbeitgebers, die im Betätigungsbereich des Arbeitgebers erfolgt.

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Kann ich beim Arbeitgeber mir die Reperaturkosten erstatten lassen

Originelle Idee, nur leider sehe ich keinerlei gesetzliche Grundlage dafür. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Du Dir auch noch die Folge eines von Dir selber begangenen Fahrfehlers vergolden lassen willst. Und im übrigen fährst Du nicht im Interesse Deines Arbeitgebers zur Berufsschule. Dem kann es schnurzpiepegal sein sein, ob Du Deine Ausbildung schaffst. Es ist Dein Interesse und deshalb mußt Du auch zahlen.

Gaenseliesel 03.09.2013, 19:19

Und im übrigen fährst Du nicht im Interesse Deines Arbeitgebers zur Berufsschule

merkwürdig, diese Spezies von jungen Leuten gibt es noch immer, die meinen für Lehrer oder wie hier für den Ausbildungsbetrieb zu lernen ? K.

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Jugo95 03.09.2013, 19:27

Moin, meinem Arbeitgeber kann es nicht "schnurzpipegal" sein ob ich die Ausbildung schaffe oder nicht, mit dem unterschreiben des Ausbildungsvertrages hat er mir versichert mich durch die Ausbildung zu bringen und dazu gehört nun mal auch die Berufsschule. Da ich auch für die Berufsschule eine Reisegenehmigung brauche und es, so denke ich, auch eine Dienstfahrt war hätte ich auch bei Fahrlässigkeit anspruch auf Ersatzleistungen. Und ganz sicher will ich mir nichts vergolden lassen, ich benötige lediglich das Geld um mir ein neues Auto zuzulegen um meiner Ausbildung weiter nachgehen zu können.

Lg Jonas

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Primus 03.09.2013, 19:31
@Jugo95

Das mag ja alles richtig sein, aber bei einem Wegeunfall bist trotzdem nur Du und nicht Dein Auto durch den Arbeitgeber ( Berufsgenossenschaft ) versichert.

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Jugo95 03.09.2013, 19:35
@Primus

Eben nicht, ein Wegeunfall liegt ja bereits vor wenn ich auf dem regulären weg zur Arbeit einen Unfall baue. Eine Dienstreise mit Privat PKW muss vom Arbeitgeber versichert werden. Damit hat die Berufsgenossenschaft nichts zu tun.

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SBerater 03.09.2013, 22:04
@Jugo95

die Fahrt zur Berufsschule ist keine Dienstreise im Auftrag des Arbeitgebers. Daher greift auch die Sicht bei Unfallschäden nicht.

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Candlejack 04.09.2013, 14:51
@Jugo95

Dein Anspruchsdenken ist ja höchstallerliebst ;-)

auch eine Dienstfahrt war hätte ich auch bei Fahrlässigkeit Anspruch auf Ersatzleistungen

Der tägliche Arbeitsweg zur und von der Arbeitsstelle / Berufsschule ist doch keine Dienstfahrt ! Und wieso brauchst Du eine Reisegenehmigung. Ich hatte noch nie eine, damit ich zur Arbeit komme ;-)

ich benötige lediglich das Geld um mir ein neues Auto zuzulegen um meiner Ausbildung weiter nachgehen zu können

Für solche Fälle (Schäden am eigenen Auto durch andere Fälle als in der Teilkasko beschrieben) ist eine Vollkaskoversicherung da. Wer eine hat, ist im Vorteil ;-)

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Eine "angeordnete Dienstreise" war das sicher nicht, sondern Dein ganz normaler Arbeitsweg.

Du kannst also vom AG keinerlei Kostenübernahme erwarten.

Primus 03.09.2013, 19:15

Sorry Jürgen, aber gilt das nicht nur bei körperlichen Schäden? Er möchte ja das Auto ersetzt haben.

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Juergen010 03.09.2013, 20:06
@Primus

Ja und Nein.

Mit meiner Antwort wollte ich lediglich klarstellen, dass auch der Weg zur Berufsschule ggf. ein Wegeunfall ist.

Die BG kann definitiv nur bei körperlich erlittenen Schäden eintreten. Ob der Arbeitgeber in die Haftung genommen werden kann wage ich zu bezweifeln, zumal es sich ja bei dem Unfall um Eigenverschulden handelt. Läge Fremdverschulden eines anderen Verkehrsteilnehmers vor, müsste selbstverständlich dieser, repektive dessen Versicherung, für alle Schäden haften.

Wenn überhaupt kann der erlittene "Sachschaden" bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Aber selbst da bin ich mir nicht wirklich sicher. EnnoBecker wird vielleicht diesen steuerlichen Aspekt besser beleuchten können.

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