Umzugsunternehmen finden

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8 Antworten

Ich habe ja dieses Jahr meinen Umzug aus Hessen in das Rheinland hinter mir und musste mich intensiv mit dem Thema "Umzug" beschäftigen. Zu den steuerlichen Gegegenheiten hatte ich ja seinerzeit auch eine Frage gestellt, die von Dir "zur vollsten Zufriedenheit" beantwortet wurde :-))

Ich habe, auch wenn Du das als Geramsche bezeichnest, bezüglich Angebotsanfragen über my-hammer.de gegangen.

Es flatterten ca. 40 Angebote in relativ kurzer Zeit herein. Erstaunlicherweise fast alle von Berliner Unternehmen. Die Angebotsspanne lag zwischen 1.400.- und 3.150.- Euro.

Dass für 1.400.- Euro natürlich ein Umzug nicht durchgeführt werden kann, war mir schon klar. Die bisher beruflich bedingten und vom AG gezahlten Umzüge lagen weit darüber, allerdings auch bei größerer Entfernung.

Da man im Internet diverse Berichte über Katastrophenumzügen finden kann, bei denen entweder vor dem Entladen noch einmal richtig die Hand aufgehalten wurde, oder man auch vielleicht günstigeres Abbruchunternehmen hätte beauftragen können, bin ich dann folgendermaßen vorgegangen:

Ich habe eine Auftragsvergabe von einer vorherigen Besichtigung abhängig gemacht. Ich wollte nämlich vermeiden, dass im Rahmen des Umzugs es dann plötzlich heißt "Das ist ja viel mehr als Sie angegeben haben".

Insgesamt haben dann nur 4 Unternehmen die vorherige Besichtigung wahrgenommen. Sie kamen eben aus der näheren Umgebung.

Man gewinnt durch den Besichtiger selbst schon einen Eindruck, ob hier professionell vorgegangen wird. Einer war sofort raus, weil er in 5 Minuten durch alle Räume, den Keller, die Garage gegangen ist, ohne sich auch nur irgendetwas zu notieren.

Die anderen 3 machten einen guten Eindruck. Alle schickten spätestens am nächsten Tag ein Angebot mit guter Aufschlüsselung der einzelnen Dienstleistungen (Folien, Spezialkisten für Fernseher, etc.)

Die Preise lagen bei allen Dreien zwischen 2.200.- und 2.700.- Euro. Unterschiedlich waren jedoch die zu transportierenden Kubikmeter von 42 bis 64 und die Anzahl der einzusetzenden Mitarbeiter.

Letztlich habe mich dann für das zwar teuerste Angebot entschieden, eben auch das mit den 64 Kubikmetern und mit 5 Mitarbeitern, im Gegensatz zu den anderen mit jeweils 3 und 4.

Der Umzug selbst lief dann ohne größere Probleme ab. Lediglich eine Lampe fiel beim Entladen herunter, ansonsten keinerlei Bruch oder Beschädigungen. Manko war die Beschriftung der ca. 125 Umzugskartons. Wir hatten schon Mühe wichtige Sachen schnell zu finden. Ansonsten waren wir sehr zufrieden. Nachforderungen gab es nur bezüglich der Folien (100.- Euro), die jedoch schon vorher als "nach Verbrauch" angegeben waren.

Fazit ist bei mir, dass man das durchaus über das Internet machen kann, aber keinesfalls ohne vorherige Besichtigung und sorgfältiger Prüfung der Angebote. Wir haben auch Packen lassen, damit es hier später keine Diskussionen geben konnte. Die zerbrochene Lampe war durchaus ersetzenswert, so dass ich hier nichts geltend gemacht habe.

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Kommentar von Gaenseliesel
22.10.2013, 21:49

diesen Gedanken der vorherigen Besichtigung des zu erwartenden Arbeitsumfangs, hatte ich beim Lesen der Frage auch.

Deiner Schilderung nach, nicht die schlechteste Vorgehensweise ! K.

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Kommentar von EnnoBecker
23.10.2013, 09:12

Vielen Dank, auch an die anderen Antworter, für eure Antworten.

Inzwischen habe ich ein Angebot für 759 Euro. Das erscheint mir viel zu niedrig.

Nach Cottbus werde ich aber nicht fahren, das soll vor Ort mal schön das Mädel selber machen. Ich stehe in Berlin bereit und übernehme da die Organisation.

Letztlich sollen ja auch nur ihre Siebensachen von hier nach da kommen. Ab- und Aufbau machen wir schon selber.

Ich freu mich schon drauf :-(

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Ich bin bei meinen Umzügen immer folgendermassen vorgegangen: zuerst habe ich selbst mal eine Liste über das Umzugsgut erstellt und damit auch das Ladevolumen abgeschätzt. Die Innenbreite eines LKW ist ca. 2,40 m bei einer Höhe von 2,10 m. Dann habe ich noch festgelegt, was ich selbst zerlege und wieder aufstelle und was ich selbst in Umzugskartons einpacke. Des weiteren habe ich noch beschrieben, aus welcher Etage eingeladen werden muss und in welche Etage die Sachen am Ziel wieder eingebracht werden müssen. Danach habe ich mit diesen Vorgaben mir Angebote von diversen Unternehmen eingeholt - jedes hat sich das entweder selbst nochmals ein Bild von der Wohnung gemacht oder hat gezielt Details nachgefragt. Umzugskartons und Packmaterial habe ich mir immer vorab von der Umzugsfirma stellen lassen, damit ist sichergestellt, dass die Kartons nicht zu groß und zu schwer werden. Nur Kleidung und Bücher und anderes nicht Zerbrechliches kann man auch in billig erworbene gebrauchte Umzugskartons packen.

Auf diese Weise haben sowohl meine Umzüge innerhalb Deutschlands als auch der zur Rückkehr aus Japan problemlos funktioniert und es ging nichts zu Bruch.

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Man holt drei Angebote von Umzugsunternehmen aus der Gegend (Cottbus) ein und vergleicht diese. Dazu kann man beispielsweise eine größere Spedition und zwei kleinere nehmen. Diese werden normalerweise das Haus/die Wohnung besichtigen und ein Angebot erstellen. Dann vergleichst Du.

Auf Internet-Plattformen würde ich mich nicht verlassen - höchstens als grobe Orientierung für den Preis.

Entgegen der Annahme, viel Geld sparen zu können, wenn man das selbst macht, sollte man mal professionelle Umzugsleute bei der Arbeit sehen. So effizient und sicher, wie der Auf-/Abbau von Möbeln, die Verfrachtung von Kisten in den Lkw und der Transport zum Ziel incl. Wiederaufbau und Verbringung der Kisten in das neue Domizil erfolgt, wird man das selbst nie hinbekommen.

Was man selbst tun sollte: Kisten packen und auspacken/einräumen.

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Wie findet man einen Steuerberater? Man fragt im Bekanntenkreis nach Erfahrungen. Ich bin im letzten Jahr umgezogen und habe mich für ein Unternehmen entschieden, dass mir unabhängig voneinander drei Personen empfohlen hatte. Und ich war zufrieden! Leider hat dieses Unternehmen seinen Sitz in einer norddeutschen Millionenstadt. In meinen Berliner Tagen war ich noch Studentin und konnte mir kein Umzugsunternehmen leisten.

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Das ist eine Branche wo sich nicht nur seriöse Anbieter tummeln, ganz im Gegenteil. Nach alledem was man hört, erscheint es mir vor allem wichtig, auf die Reputation zu achten. Hör Dich im Verwandten- und Bekanntenkreis um mit wem man gute Erfahrung gemacht hat.

Das mit dem "ordentlichen" Preis beißt sich auch da oft mit ordentlicher Arbeit, will meinen, so manch billiger Anbieter bessert dann überraschend nach. Es gibt da die erstaunlichsten Begründungen. Am besten einen Festpreis vereinbaren und unbedingt alle Details des Auftrags mitteilen. Habe es im Kreise ehemaliger Mieter mal erlebt, dass der Umzugsunternehmer ganz überrascht tat, dass das neue Haus nicht unmittelbar mit dem LKW anfahrbar war und prompt Forderungen nachschob. Gewiß, ob so etwas rechtlich dann durchsetzbar wäre, ist die andere Sache. Aber wenn sich der Spediteur dann einfach auf sein Pfandrecht beruft und mit vollem LKW wieder abrauscht, vermag das die Stimmung nicht zu heben. In dem beschriebenen Fall war der Betroffene weder doof noch ungeschickt, nur hatte er sich überrumpeln lassen und trabte brav zum Geldautomaten.

Ich würde unbedingt mindestens 3 Angebote einholen und ganz eindeutig die Großen der Branche bevorzugt laden, auch wenns was teurer wird.

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Kommentar von EnnoBecker
22.10.2013, 20:32

wo sich nicht nur seriöse Anbieter tummeln, ganz im Gegenteil.

Sag bloß. Du, wenn ich das nicht wüsste, stünde die Frage nicht hier.

und prompt Forderungen nachschob

Mit sowas kann ich um. Die Forderung bezahle ich sogar, aber ich hab auch Forderungen. Wir geben und nehmen.

eindeutig die Großen der Branche bevorzugt laden, auch wenns was teurer wird.

Ist auch mein Gedanke. Kommt mir nicht auf ein paar Hunderter an, aber sehr wohl auf ordentliche Durchführung. Damit ist Synanon raus und Zapf weiterhin drin.

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Bei Umzügen würde ich immer Zapf nehmen. Die sind ein bisschen teurer, aber das lohnt sich auf alle Fälle.

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Kommentar von EnnoBecker
14.02.2014, 13:05

Ja, und haben Vorlaufzeit von mehreren Wochen.

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Kommentar von EnnoBecker
14.02.2014, 13:05

Ja, und haben Vorlaufzeit von mehreren Wochen.

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Lass Deinen Ableger doch erst mal nach gutbewerteten Umzugsunternehmen suchen. qype.de wäre z. B. dafür so eine Sache. Anschliessend kann man darauf aufbauend Angebote einholen. Man = Tochter, finde ich.

Am günstigsten ist natürlich immer noch selber eine Karre mieten, 2-3 Jungs vom Studentenservice anheuern (die kümmern sich auch um die Versteuerung) und los gehts. Das funktioniert natürlich nicht bei einer voll eingerichteten 4-Zimmer-Butze.

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Kommentar von EnnoBecker
23.10.2013, 19:19

Am günstigsten ist natürlich immer noch selber eine Karre mieten

Nee ach lass mal. Dazu hab ich keinen Bock.

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Update.

Gestern ist sie nun umgezogen. Auf meine Bemühungen hat sie zwar nicht geantwortet, aber sie hat selber ein Unternehmen geordertund den ganzen Umzug ganz allein verantwortet. Ich durfte ein paar Kisten tragen und mit ihr zusammen Schränke aufbauen.

Gleich fahre ich wieder hin - es muss weitergebaut werden.

Die Umzugsfirma sagt, sie hätten noch nie einen so organisierten Umzug erlebt, alles war perfekt und sie haben sich auch über das Nikolausgeschenk gefreut.

Beim Aufbau der Möbel habe ich gemerkt, dass ich sie nicht anleiten musste (wie bedient man den Schrauber, wo kommt was hin uws.), sondern dass sie durchaus mit allem klarkommt, was sich ihr in den Weg stellt.

Jetzt frage ich mich nur besorgt: Was mache ich nun noch Väterliches für sie? Sie hat ihr Leben vollkommen im Griff und ist sowas von taff, dass die väterliche Begeisterung kein Ende nehmen will.

Ich muss los...

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Kommentar von Primus
07.12.2013, 11:24

Gratulation zur guten Erziehung, die auch Selbstständigkeit beinhaltet!!

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Kommentar von Privatier59
07.12.2013, 11:32

Was mache ich nun noch Väterliches für sie?

Was für eine Frage! Der Freibetrag bei der Schenkungsteuer beträgt 400.000 Eier. Wieviel ist davon schon ausgeschöpft?

Also: Nimm einen Scheck mit!

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