Umsatzsteuervoranmeldung erst schlampig machen, zu Günsten des Finanzamt, beim JA korrigieren?

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3 Antworten

Ich kann mich der Warnung von EnnoBecker nur anschließen. Gerade bei einer GmbH ist eine laufende Buchhaltung wichtig udn wenn es so wenige Buchungen sind, wie Du schreibst, werden die 60 Minuten um die paar Belege zu erfassen ja wohl auch noch drin sein.

Grundsätzlich würde Dein Vorgehen möglich sein, aber fast alle die so arbeiten haben im laufe der Jahre Probleme, weil sich zu den ersten Schlampereien immer weitere dazu gesellen.

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Kommentar von friedfried
17.11.2014, 21:20

Danke. Spezielle Tips/Warnungen/Merkblatt habe ich vom Steuerberater unterjährig bisher keine bekommen, da die Sache eher monoton verläuft (Softwareprojekte fertig, Programmierer bezahlt, Bürokramm/Telekom/Hosting bezahlt, ist das Jahr fertig). Jedoch habe ich in 15 Jahren ca. 15000 EUR für die besagte USt-Voranmeldungen ausgegeben, ist schon eine beachtliche Summe...

60 Minuten sind bei mir in der Tat kein Problem, jedoch werde ich sicher Lieferantenbelege vergessen (ich kenne mich). Kann ich das in Kauf nehmen, wenn am Ende des Jahres alles sicher mit DATEV-Kontobewegungen abgegliechen und 100% korrigiert wird?

Eine andere etwas extreme Alternative wäre die nicht reguläre Lieferantenrechnungen privat zu bezahlen, denn, wie gesagt, die Steuerberaterrechnungen sind höher als die USt-Minderung.

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die Frage, die mir spontan hier einfällt: ist es wirklich die UStVA, die hier so teuer erscheint oder sind damit nicht noch andere Tätigkeiten abgedeckt (wie Buchen der Belege), die letztlich dann mit der Jahressicht auflaufen?

Wenn es so wenige Belege sind, dann geht das auch beim StB sehr schnell mit der UStVA. Nur wird der wohl auch gleich buchen. Und das kommt so oder so.

Zur Unschärfe, von der du sprichst, äusserten sich schon andere. Ich frage mich jedoch spontan: wenn du bei der eigens erstellten UStVA "Unschärfen" erwartest, wie stellst du dann sicher, dass auf Jahressicht alles stimmt? Ich denke, ich würde an der Ablage arbeiten und damit vermeiden, dass es zu solchen Fehlern kommt. Letztlich ist es eine Arbeitsersparnis.

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Was soll man da sagen? 80 Euro für die monatliche UStVA ist jetzt nicht soooo viel, aber es kommt natürlich auch auf den Umfang dessen an, was gemacht wird.

Am besten beantwortet man hier einfach die Frage.

Durch die umsatzsteuer-Jahreserklärung erledigen sich die USTVA "auf andere Weise". Korrekturen von unzutreffend erfassten Sachverhalten sind also möglich. Bei hohen Abweichungen zwischen den Werten der UStVA und der USt-Jahreserklärung wird das Finanzamt allerdings nachfragen. Entsprechend muss man seine Arbeit eben dokumentieren.

es ist eine GmbH

Da möchte man schon wieder warnend den Zeigefinger heben. Die UStVA ist nicht das Einzige, was es bei der Führung einer GmbH zu beachten gilt. Deshalb bekommen die GmbH-GF bei guten Steuerberatern auch ein Merkblatt, dem die wichtigsten Sachen zu entnehmen sind. Und selbstverständlich wird auch permament ein Auge auf mögliche Fallstricke geworfen.

Hoffentlich ist bei dir am Ende kein Steuerberater nicht teurer als ein Steuerberater.

Wirtschaftlich ist deine Idee dann Unsinn, wenn der Steuerberater dann doch den Jahresabschluss machen soll. Der muss dann nämlich nicht nur die komplette jahresbuchhaltung nachholen, sondern auch noch analysieren, was unterjährig "verbrochen" wurde. Sparen kann man dann kaum was.

Es kommt also auf den Umgang dessen an, was der Steuerberater jetzt macht und was er dann macchen soll.

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Kommentar von friedfried
17.11.2014, 20:42

Danke EnnoBecker, sehr nützlich. Bei der USt-Minderung von ca. 1000 EUR kann es dazu kommen dass unterjährig z.B. 5 Rechnungen vergessen werden, dadurch ergibt sich z.B. 200 EUR USt-Überzahlung bzw. Erstattung am Ende des Jahres. Sowas ähnliches wird ziemlich sicher jedes Jahr passieren. Kann sich das Finanzamt aufregen, kann es zu ausserplanmässigen Prüfungen kommen? Wie kann man hier das Risiko einschätzen?

"... analysieren, was unterjährig -verbrochen- wurde ..."

Tatsächlich macht der Steuerberater dann die Buchführung für das ganze Jahr in einem Wisch. Es sind jedoch insgesamt ca. 12 Kundenrechnungen und ca. 36 Liefenrantenrechnungen (Büro, Hosting, Telekom), also überschaubar und entsprechend günstig. Muss der Steuerberater die "verbrochene" USt-Voranmeldungen irgendwie einzeln korrigieren/melden? Dann bringt die Idee natürlich wenig Aufwandreduzierung... :(

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