Umsatzsteuer Nebenkostenpauschale

1 Antwort

Eine haarige Frage, weil mir hier gar nicht so klar ist, wie die Verhältnisse sind.

  1. Der Mietvertrag mit den Feriengästen, macht den Eure Firma im eigenen Namen und auf eigene Rechnung? Also wenn ich mieten würde, kenne ich dann den Namen des Hauseigentümers?

  2. Wieso bekommt der Hauseigentümer eine Provision? Was vermittelt er? Bekommt er keine Miete für seine Wohnung?

  3. Wie wird das Entgelt für den Eigentümer berechnet? nach vermieteten Tagen? Oder bekommt er eine Monatspauschlae, oder eine Jahresmiete?

  4. WAs für Nebenleistungen sind es?

Ich bin der Ansicht, dass dieser gesamte Vorgang nur abschließend bewertet werden kann, wenn man alle Vertragsverhältnisse kennt.

Ich könnte mir mehrere unterschiedliche Beurteilungen für die Umsatzsteuer vorstellen, je nach dem, wie die Vertragsverhältnisse sind.

Vielen Dank für die Antwort.

1.Der Mietvertrag mit den Feriengästen, macht den Eure Firma im eigenen Namen und auf eigene Rechnung? Also wenn ich mieten würde, kenne ich dann den Namen des Hauseigentümers? Der Mietvertrag wird über unsere Firma in eigenem Namen und auf eigene Rechnung abgeschlossen.

2.Wieso bekommt der Hauseigentümer eine Provision? Was vermittelt er? Bekommt er keine Miete für seine Wohnung? Er hat seine Ferienwohnung zur Verfügung gestellt, die unsere Firma dann ausgebaut hat. Also die Provision ist für die Zuverfügungstellung der Wohnung.

3.Wie wird das Entgelt für den Eigentümer berechnet? nach vermieteten Tagen? Oder bekommt er eine Monatspauschlae, oder eine Jahresmiete? Er bekommt zunächst eine Provision auf die Umsätze. Zudem erhält er eben eine monatliche Nebenkostenpauschale, welche sich nach der Quadratmeteranzahl seiner Wohnung richtet.

4.WAs für Nebenleistungen sind es? Strom, Wasser, Abwasser, Heizung. Also zu unterschiedlichen USt-Sätzen, aber eben als Nebenkostenpauschale.

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@28dne

Ah, wfw fragt dasselbe :-) ud die Antwort ist auch schon da.

Er hat seine Ferienwohnung zur Verfügung gestellt, die unsere Firma dann ausgebaut hat. Also die Provision ist für die Zuverfügungstellung der Wohnung.

Also offenbar doch das Zwischenmietermodell. Das ist dann aber keine Provision, sondern (für den Eigentümer) Mieteinnahme. Die sind meiner Ansicht nach mit 19% zu versteuern, da der ermäßigte Tarif nicht greifen kann, weil

" die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereithält"

nicht erfüllt ist. Denn vermietet wird zur Weitervermietung, nicht zur Beherbergung. Die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 12 Bu a) könnte aber greifen, da Satz 2 aus demselben Grunde nicht anwendbar ist wie der Ermäßigungstarif.

Das mit den Nebenkosten habe ich weiterhin nicht begriffen.

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@28dne

OK, das bringt schon etwas mehr Klarheit.

Wenn Euer Unternehmen an den Wohnungen Aus- und Einbauten vornimmt, werden die Verträge ja vermutlich auch langfristiger sein und nicht nur für eine Saison.

Ich würde die Umsatzmiete trotzdem nicht als Provision bezeichnen, aber wie man etwas nennt, ist für die Umsatzsteuer ja egal.

Aus Punkt 4. schließe ich, dass Strom, Wasser, Heizung usw. weiter über den Vermieter abgeschlossen sind. Also soweit das über die Hausverwaltung abgerechnet wird, bekommt der Wohnungseigentümer über die Nebenkostenabrechnung berechnet. Beim Strom hat er den Stromliefervertrag.

Wie heißt es so schön, die Nebenleistung teilt das Schicksal der Hauptleistung.

Nun ist zu klären, wie die Vermietung an Euch einzustufen ist.

Ist es die normale Vermietung von Wohnraum, steuerfrei, ohne Optionsrecht?

Ist es die Vermietung von Ferienwohnungen, die steuerpflichtig ist, aber eben nach § 12, Abs. 2 Nr. 11 mit dem begünstigten Steuersatz belegt ist, oder noch etwas anderes.

Wenn ich:

Da die Vermieter teils gar nicht umsatzsteuerpflichtig sind.

richtig interpretiere, geht Ihr davon aus, dass ihr normale Wohnungen angemietet habt.

Es käme noch in Betracht, dass es zwar steuerpflichtige Umsätze sind, aber die Vermieter Kleinunternehmer sind und die Umsatzsteuer nicht erhoben wird.

Grundsätzlich ist es aber so zu behandeln, wie ich schon schrieb, der gleiche Steuersatz wie bei der Vermietujng.

Aber wir sind hier (siehe, alle Versorgungen sind über den Vermieter angemeldet), kaum bei der ganz normalen Wohnungsvermietung.

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@wfwbinder
der gleiche Steuersatz wie bei der Vermietujng.

Aufpassen.

Die Obervermietung (Eigentümer an Bewirtschafter) erfolgt nicht zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden (Wortlaut § 12 (2) Nr. 11, sondern eben zur Bewirtschaftung.

Siehe auch mein Posting.

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@EnnoBecker

Moin Moin EnnoBecker,

Genau, die Frage der Anmietung durch den Zwischenvermieter stellt sich, wie ich in meiner Antwort auf den Kommentar von @28dne gesagt habe. Die Wohnungseigentümer vermieten keine Ferienwohnungen an, Feriengäste, sondenr Wohnungen, die der Mieter unterviermieten darf.

Wobei aus meiner Sicht steuerfrei, oder steuerpfl. 19 % möglich ist.

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@EnnoBecker

Wir meinen schon das Gleiche.

Der Eigentümer vermietet nciht als Ferienwohnung, also keine Ermäßigung des Steuersatzes.

Aber aus meiner Sicht ist keine Steuer, oder Steuer 19 % möglich. das gilt dann jeweils auch für die NK.

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@wfwbinder

Ich bin bei steuerfrei, weil der Ausschluss § 4 Nr. 12 Bu a) Satz 2 UStG aus demselben Grund nicht greift wie der ermäßigte Satz.

Um das aber zutreffend beurteilen zu können, muss man die Verträge kennen.

(sag ich doch schon seit 45)

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