Umsatzsteuer nachzahlen als Kleinunternehmer?

2 Antworten

Da in den ersten 3 Monaten bis Jahresende keine großen Investitionen und damit Vorsteuer anfallen würden, denke ich mal, es wäre am besten bis 31.12.2014 nochmal die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen und dann ab 01.01.2015 in die Regelbesteuerung zu wechseln.

Sehe ich das so richtig? Die Nachzahlung der Umsatzsteuer will ich auf jeden Fall vermeiden.

Umsatzsteuerlich bist Du nur einmal Unternehmer.

Auch wenn Du einen Betrieb schließt und woanders einen neuen Betrieb neu eröffnest.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. für die ersten Monate die 1.120,- Euro Steuer, natürlich abzügloich der Vorsteuer nachzahlen,

  2. Die ersten drei Monate Kleinunternehmer sein und ab 01. 01. 2015 optieren. Hängt natürlich auch davon ab, ob zur Neueröffnung eventuell viel Vorsteuer durch investitionen und Anlaufkosten anfällt.

Hängt natürlich auch davon ab, ob zur Neueröffnung eventuell viel Vorsteuer durch investitionen und Anlaufkosten anfällt.

Jetzt heißt es aber aufpassen:

Wenn er bei der Neueröffnung KU ist, kann er die Vorsteuern nicht ziehen. Erst durch die Option zum Regelunternehmer ab 2015 ändern sich die Nutzungsverhältnisse.

In dem Fall wäre die Vorsteuer auf bestimmte Wirtschaftsgüter zu korrigieren - hier natürlich zugunsten des Fragestellers. 57/60 des Vorsteuerbetrages ließen sich so retten, bei Grundstücken sogar 117/120.

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@EnnoBecker

Missverständnis, ich meinte für das ganze Jahr 2014 optieren und die Vorsteuer über die Jahreserklärung geltend machen.

Das ist mal wieder eine Frage, die mehr Rechenaufgabe, als Wissenstest ist.

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@wfwbinder
für das ganze Jahr 2014 optieren

Das Problem sind die Kunden des Fragestellers.

Ich hatte in meiner Dienstleistung nur mit Privatpersonen zu tun

Das bedeutet, er bekommt nicht eine einzige korrigerte Rechnung an den Mann und bleibt auf den Umsatzsteuer sitzen. Und wenn die höher sind als 3/60 der zu korrigerenden Vorsteuern, kenne ich schon das Ergebnis der Rechenaufgabe.

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@EnnoBecker

Das ist ja das Problem, wir wissen nicht, was er bisher machte und wir wissen nicht, was er machen wird.

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Kleinunternehmer - Frage zur Lohnsteuervorauszahlung

Hallo,

folgender Sachverhalt: Ich bin hauptberuflich Angestellter, und habe Anfang Februar ein Gewerbe für den nebenberuflichen Verkauf von Apps in Apples AppStore angemeldet. Ich habe noch nie eine Steuererklärung abgegeben, denn 2014 ist das erste Jahr (nach meinem Studium), in dem ich richtig verdiene.

In den nächsten Tagen erwarte ich den Fragebogen vom Finanzamt, auf dem ich ja unter anderem auch den erwarteten Gewinn durch das Gewerbe im Jahr 2014 und 2015 angeben muss, woraus sich dann ja u.a. die vierteljährlichen Lohnsteuervorauszahlungen errechnen. Ich möchte nach Kleinunternehmer-Regelung (§19 Abs.1 UStG), also ohne Umsatzsteuer, operieren.

Ich erwarte durch das Gewerbe vorerst Einnahmen zwischen 0-$75 (also etwa 55€) im Monat, also etwa 600€ im Jahr. Das würde ich so auch angeben.

Ich möchte nun allerdings vermeiden, dass mich die erste Lohnsteuervorauszahlung in ein paar Wochen aus den Socken haut, und wenn ich mich nicht täusche, dann sollte das ja auch eigentlich nicht der Fall sein, oder? Für mein reguläres Arbeitnehmergehalt zahlt ja bereits mein Arbeitgeber die Lohnsteuer für mich, so dass ich essentiell nur für die etwa 600€ im Jahr die Lohnsteuer selbstständig an das Finanzamt vorausbezahlen muss, was etwa 75€ im Quartal wären (wenn man vom Spitzensteuersatz ausgeht).

Habe ich irgendwo einen Denkfehler, oder bin ich auf der sicheren Seite?

Freue mich über konstruktive Antworten und Kommentare.

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