Umsatzsteuer-Nachschau "stillgelegtes" Kleingewerbe?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Noch nicht zu spät? Hab's erst heute gelesen....

  1. Das Handelsgewerbe ist angemeldet, dann melde es ab. Dann hast Du förmlich das Ende Deines Unternehmens verkündet - das ist vor allem gegenüber den Behörden wichtig.
  2. Das Finanzamt weiß ja nichts von Deiner ... hmm ... Misere, also vermuten sie erstmal ein blühendes Unternehmen mit Gewinn und erwarten Steuereinnahmen.
  3. Daß alles ganz anders ist, mußt Du anhand einer/mehrerer Steuererklärungen erklären. Also mach eine kleine Buchführung und liste alle Kosten auf, die Du hattest (Einkaufsrechnungen, Fahrtkosten, evtl. ein paar Werbekosten, usw.), ebenso die paar Verkaufsrechnungen oder wenigstens Notizen über die verkauften Waren (wird ja nicht viel sein). Suche Dir alle Belege (Rechnungen, Quittungen) zusammen, sortiere sie nach Datum und hefte alles zusammen.
  4. Geh' ins Internet und suche Dir eine Steuersoftware (kannst Du auf DVD kaufen, ca. € 30,00 oder mach's online, auch nicht umsonst), trage alles ein und mache eine Steuererklärung. Die wird wohl einen Verlust ergeben, d.h. Einkommensteuer und Gewerbesteuer fallen keine an.
  5. Es sind im Wesentlichen 3 Steuerarten, um die es geht: Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, wobei die Gewerbesteuer sowieso, wenn überhaupt, erst nach 2-3 Jahren das erste Mal erhoben wird (nur zur Info, falls dazu irgendwann einmal Schreiben vom Finanzamt und von Deiner Gemeinde kommen). Die Einkommensteuer erklärst Du zusammen mit Deinen sonstigen Einnahmen (z.B. AZuBi-Gehalt) wenn das Jahr vorbei ist, die Umsatzsteuerklärung ebenfalls.
  6. Daß der Freund mit Deinem Ausweis bei der Metro eingekauft hat, ist unwichtig. Du solltest aber nur die Rechnungen in Deine Buchführung stecken, die auch nur Dich bzw. Dein Geschäft betreffen.
  7. Daß das Finanzamt jetzt zur Prüfung kommt, bedeutet, daß Du auf deren Schreiben nicht reagiert hast. Wenn die Prüfer kommen, sei nett und erkläre ihnen alles, zeige ihnen die sortierten Belege und Deine Lebenssituation. Dann sehen sie, daß alles (fast) nur "heiße Luft" ist. - also sei kooperativ!
  8. Alles in allem: die Behörden verstehen zwar keinen Spaß, sind aber bei Kooperation offen für Deine Erklärungen. Also räume auf und bringe Deine Unterlagen in Ordnung. Im schlimmsten Fall wirst Du geschätzt, dann fallen Steuerforderungen an, die Du bezahlen mußt. Falls die weit über jedes Maß hinaus zu hoch ausfallen, mußt Du Dich mit dem Finanzamt streiten, vor allem achte dann auf die Einhaltung der Einspruchsfristen! Dann könnte auch die Einschaltung eines Rechtsanwalts nötig sein, der kostet zwar viel Geld, könnte aber billiger sein also überzogene Steuerforderungen.

Vor allem: kümmer Dich!

Viel Erfolg!

Es wäre besser gewesen, Du hättest es nicht gelesen.

So hast Du Dich dazu hinreissen lassen, einiges an Unsinn loszulassen.

Wozu braucht man in Steuersachen einen Rechtsanwalt? 

Seit wann kostet ELSTER Geld?

Wozu das Gerede von Gewerbesteuer?

Auf welches Schreiben des Finanzamts soll nicht reagiert worden sein?

Was interessiert den USt-Prüfer die Lebenssituation?

0

Was möchtest Du wissen?