Umsatzsteuer Kleingewerbe Strafe?

2 Antworten

Was Du schreibst ist absolut wirr.

Um welches Jahr geht es?

Für die Umsatzsteuer ist natürlich die Umsatzsteuererklärung abzugeben, aber nur die 1. Seite auszufüllen, persönliche Angaben und die Umsatzzahlen, des Steuerjahres und des Vorjahres.

Werbekosten gibst Du bei der Einkommensteuererklärung in der Anlage EÜR für Deinen Gewerbebetrieb an. Da hast Du anscheinend 1.688,- Euro Einnahmen und nur die 90,- Euro an Betriebsausgaben? Keine Kosten für Internet, Telefon, Deine Webseite, keinen Computer?

Es sollte Dir gelingen den Gewinn unter 820,- Euro (steuerermäßigung), oder unter 410,- Euro (steuerfrei) zu bekommen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Aber inzwischen hat er offensichtlich eine falsche UStE übermittelt, nämlich mit Null Umsatz. Das ist in jedem Fall unzutreffend und die UStE sollte berichtigt und dann nochmals übermittelt werden.

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@EnnoDerDritte

Ich habe sie mit 1688€ Umsatz für 2019 und 0€ für 2018 übermittelt. Die 0€ waren auf die Umsatzsteuer bezogen da diese ja nicht anfällt soviel ich weiß...

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Sehr wirr was Du da schreibst.

Dum musst unterscheiden zwischen Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Ein Kleingewerbe gibt es im Steuerrecht nicht. Die Kleinunternehmerregelung betrifft die Umsatzsteuer.

Auf Betriebsausgaben zahlst Du die Umsatzsteuer an Deine Lieferanten bzw. Dienstleister. Du musst also Ausgaben nicht weiter versteuern, im Gegenteil, Du kannst sie einkommensteuerlich sogar steuermindernd geltend machen.

Erinnerungen werden beim Finanzamt vordatiert. Es kann also sein dass Du am 3. November Deine Umsatzsteuererklärung abgegeben hast und jetzt trotzdem an die Abgabe erinnert wurdest. Was Du nach dem 2. 11. gesendet hast wurde also nicht mehr berücksichtigt, liegt aber inzwischen trotzdem beim Finanzamt vor.

Wahrscheinlich steht in der Erinnerung auch, dass sie Dir jetzt nochmal bis 30. 12. Zeit geben, dass das aber keine Fristverlängerung darstellt.

Aber eine Strafe bis 25000€ wird nicht erhoben wenn ich diese sofort einreiche? Und obwohl sie 0 beträgt muss ich sie einsenden? LG

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@erikber

Ich weiß nicht wie das Finanzamt inzwischen mit Verspätungszuschlägen umgeht, da sind sie ja vor einiger Zeit restriktiver geworden.

Allerdings kannst Du davon ausgehen dass sie nicht gleich auch nur annähernd an die Höchstgrenze gehen werden.

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@Steinemann

Im Fall der Umsatzsteuererklärung kann das Finanzamt keine Verspätungszuschläge erheben, da die Steuer Null ist.

Damit ist für einen Verspätungszuschlag nach § 152 (1) AO kein Raum, sondern nur nach Absatz 1, und da ist der Verspätungszuschlag Ermessenssache und wird nach einem Prozentsatz - bezogen auf die Steuer - berechnet. Ergibt also in jedem Fall Null.

Bei der Umsatzsteuer kann also nichts passieren.

Bei der Gewerbesteuer auch nicht, da wegen des Gewerbertrags keine Erklärungspflicht besteht.

Und bei der Einkommensteuer wandern wir hier alle durch den Nebel, um hier etwas sagen zu können, ist der Sachverhalt zu wirr.

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@EnnoDerDritte

Danke für die Klarstellung. Bei Null Steuer gibt es also weiterhin keinen Verspätungszuschlag, da war ich mir nicht mehr sicher!

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@Steinemann

Ganz so einfach ist es nicht. Das muss ich schreiben, damit nicht später zusammenhanglos oder im falschen Zusammenhang zitiert wird und die Aussage dort dann falsch ist.

Aber gerade das Thema Verspätungszuschläge ab Veranlagungszeiträumen 2018 ist etwas, mit dem man sich intensiv befassen sollte, bevor deren Festsetzung droht.

Wir hier™ mussten dies leider bereits tun und deshalb stecke ich im Thema drin.

Damit ist für einen Verspätungszuschlag nach § 152 (1) AO kein Raum

Sollte hier § 152 (2) heißen. Dicke Finger.

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