Umsatzsteuer bei US-Reseller digitaler Produkte

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die Provisionsabrechnung kann sich auf Brutto- oder Nettobeträge beziehen. Sinnvoll wäre für mich, dass sich die Provision auf die Nettobeträge bezieht, denn egal, an wen verkauft wird, die USt muss abgeführt werden.

Die Unternehmen A und B rechnen gegenseitig ab und hier haben wir keinen b2c-, sondern einen b2b-Fall. Das ist wie bei Rechnungen von den USA nach D oder umgekehrt. Ich sehe hier eine USt-freie Rechnung. Damit führt die Firma in D nichts ab.


Die Abrechnung von A und B hat mit dem Produktverkauf und der USt dort nichts zu tun.

Vielen Dank für die Antwort! Kurzes Beispiel zur besseren Veranschaulichung ob ich das richtig verstanden habe:

US Unternehmen B führt in den USA, falls zutreffend, die Sales Tax ab. Deutsches Unternehmen A schreibt monatlich eine Rechnung über 40% Provision des Nettobetrags (also nach Abzug der Sales Tax) und deklariert diese in Deutschland als nicht steuerbare Umsätze.

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@madeinchina

Etwas verwirrt hatte mich "(...) denn egal an wen verkauft wird, die USt. muss abgeführt werden (...)" - In den USA muss die bundesstaatenspezifische Sales Tax (in diesem Fall Washington mit 6,5%) nämlich nur abgeführt werden wenn an Kunden die im selben Bundesstaat wie das Unternehmen ansässig sind verkauft wird.

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@madeinchina

ok. Ich bin kein Experte von USt in den USA. Das ist mir bei dem Falle auch egal. Das spielt keine Rolle.

Ich kann für die Firma B irgendeine Firma nehmen, die irgendwo sitzt. Ich kann auch A in einem anderen Land sehen. Auch das spielt für mich keine Rolle.

Es geht um den Verkauf irgendeines Produktes irgendwo durch eine Firma B. B sitzt in einem Land und unterliegt dabei dem Gesetz in dem Lande.

Nun bin ich Firma A und sitze woanders. Und ich lege A nun nach Deutschland.

Zu lösen ist: wie provisioniere ich die Verkäufe von B? Ich kann hier alles nehmen: die Bruttoumsätz, die ohne eine lokale USt-Tax, die ohne die gesamte USt im Ausland etc. Das kann ich regeln, wie ich will.

Logisch gedacht aus Sicht A wäre für MICH, nur die Nettowerte des Verkaufs mit einer Provision zu belegen. Aber das ist mein Geschmack, das kann jeder regeln wie er will. B kann ja im Ausland liegen wo es will. Und das Konstrukt hat m.E. nichts mit einer Tax für B zu tun, wenn ich denn die Umsätze mit Provision belegen will.

Damit bekomme ich einen Wert für die Provision. Woher der kommt ist mir letztlich dann egal. Diesen Wert nehme ich und den stelle ich als A der B in Rechnung.

A und B sind Unternehmen. Damit ist es ein B2B-Fall. Und bei der Rechnung wird in dem Falle keine USt. ausgewiesen.

Ob der Fall denn nun steuerbar ist oder nicht, wie man den denn nun bei der USt-Erklärung oder der USt-Voranmeldung vertüteln muss, weiss ich nicht - was mir auch egal ist, denn das sollen die Steuerexperten entscheiden. Für mich ist nur klar: bei der Rechnung von A an die B ist keine (dt) USt auszuweisen.

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Ergänzende Information: Beim deutschen Unternehmen A handelt es sich um eine umsatzsteuerpflichtige GmbH. Das US Unternehmen B kann sich mit gültigen Geschäftsangaben und TIN (Tax Identification Number) ausweisen.

Wie bei Freelance-Arbeit auf Upwork Einnahmen festhalten und Umsatzsteuer dokumentieren?

Hallo!

Ich arbeite seit 2015 als Freelancer (Bereich Übersetzer) über die Online-Plattform Upwork. Ich habe es aus Unwissenheit versäumt, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen. (Das habe ich vor ein paar Tagen nachgeholt.) Ich habe jedoch bei meiner Steuererklärung für 2015 meinen erzielten Gewinn von ca. 8500€ in Anlage S aufgeführt und eine formlose Einnahmen-Überschuss-Rechnung eingereicht.

Die Sache ist nun so: Bei Upwork stellen Kunden Arbeitsangebote ein, auf die ich mich als Freelancer bewerben kann. Werde ich für einen Job angenommen und erledige ich die Arbeit, stellt Upwork dem Kunden eine Rechnung (auf welche ich allerdings keinen Zugriff habe) und zieht den entsprechenden Betrag ein. Dann zieht Upwork von diesem Betrag eine gewisse Servicegebühr ab, stellt mir eine Abrechnung über die einbehaltene Servicegebühr aus und überweist mir das Geld. Das heißt, ich selbst habe bislang keine Rechnungen ausgestellt. Zudem arbeite ich auch für mehrere Kunden gleichzeitig. Das heißt, wenn ich in einer Woche je ein paar Stunden für Kunde X, Y und Z arbeite, zieht Upwork das Geld von diesen Kunden ein und zahlt es mir dann gebündelt als einen Betrag einmal pro Woche auf mein Konto aus. Bislang habe ich es so gehalten, dass ich aufgrund der fehlenden Rechnungen einfach jedes Mal, wenn ich eine Zahlung auf meinem Konto erhalten habe, ich diesen Betrag in eine Excel-Tabelle eingetragen habe. Am Ende des Jahres habe ich alles zusammengerechnet, meine Ausgaben abgezogen und den Gewinn in Anlage S deklariert. Ist das ausreichend?

Das andere Problem: 2016 habe ich über Upwork etwas über 30000€ eingenommen. Damit bin ich, wie ich jetzt gelesen habe, kein Kleinunternehmer mehr und muss seit dem 1.1.2017 Umsatzsteuer abführen. Zum einen habe ich bislang keine Umsatzsteuervoranmeldung eingereicht und zum anderen habe auch keine Ahnung wie ich die Umsatzsteuer berechnen/dokumentieren sollte. Die meisten meiner Kunden auf Upwork sind aus den USA und Hongkong, also außerhalb der EU und damit nicht steuerbar(?). Einer allerdings ist aus Deutschland. Upwork zeigt mir auf der Website einen Transaktionsverlauf für jeden Kunden an, auf dem man (in US$) sieht, welche Gelder vom Kunden an Upwork überwiesen wurde, was Upwork einbehalten hat und was ich bekommen habe. Sollte ich das als Grundlage nehmen? Aber wie halte ich das dann buchhaltungstechnisch fest?

Die wichtigste Frage: Habe ich durch meine Unwissenheit eine Straftat begangen oder drohen mir nun finanzielle Strafen? Ich habe meinen Gewinn ja dem Finanzamt gemeldet, nur habe ich Angst, dass ich Sachen nicht auf die richtige Art dokumentiert habe.

2017 soll zudem mein letztes Jahr für selbstständige Arbeit in Deutschland sein, da ich plane nach Kanada auszuwandern. Ich habe 2016 meinen Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung eingereicht, der noch dieses Jahr bewilligt werden soll. Melde ich mich und mein Unternehmen dann einfach ab und zahle 2018 die Steuern für 2017 und das war's dann?

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Strafe wegen Export Usa ?

Guten Tag,

Ich bin Einzelunternehmer mit Gewerbeschein und Exportiere Süssigkeiten wie Haribo Trolli Katjes um diese dann auf amazon zu verkaufen. Diese Süssigkeiten Exportiere ich in die USA als Pakete 31kg und versende Sie mit Unternehmen wie UPS DHL usw. Ich habe bis jetzt keine Probleme mit dem Export.

Im Januar 2013 habe ich das ganze dann mit einer Palette gemacht. 5 Pakete mit Haribo Trolli und Katjes und habe diese Exportier bei einer laufzeit von ca 1-2 wochen. Ich schickte die Palette zu einem guten Freund der in den USA einen USA Laden für Deutsche Lebensmittel hat und mit dem ich auch Zusammen Arbeite und mein Geschäftspartner ist. Kenne ich schon seit der SChulzeit. Ist also ein sehr guter Freund.

Diese Palette wurde vom Zoll und der FDA Kontrolliert. Ich hatte unteranderem auch wovon ich nicht wusste das es verboten ist Katjes " Joghurt Gums " in diesen Paketen. Es waren 75g und 200g Tüten Wert ca 20-40 Euro ist nicht soviel. Diese wurden aufgrund von den Zutaten wie " Milchpulver " was ich nicht wusste das es verboten war vom Zoll bzw. der FDA vernichtet usw. Dieses hatte mir auch mein Freund via ICQ mitgeteilt.

Bis dahin war alles Okey.

Jetzt hat mich mein Freund angeschrieben und folgendes behauptet : Es würde gegen mich ein Strafverfahren von der FDA/UDSA eingeleitet aufgrund der Katjes Joghurt Gums und das ich auf der Invoice bzw. Proforma nur Haribo angegeben habe. Ich würde eine Strafe von 20.000usd $ bekommen und das er nächste Woche eine Eidestattliche Versicherung unterschreiben müsste das er nicht weiss was ich Importiert hätte.

Das komisch ist nur ich habe von dem Vorfall kein Wissen und noch nichts Schriftliches bekommen. Dazu kommt noch das mein Freund manchmal Blubbert und BlaBla sagt so wie es halt immer so ist und ich Ihm das gar nicht glauben kann und Mag zumal es anfang Januar Passiert ist und wir haben jetzt April.

Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Warum sollte die FDA/USDA im Nachhinein gegen was mich unternehmen. Es war wirklich eine sehr geringe Menge. Alles andere war okey.

MFG

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