Umsatzsteuer 1065 Euro zahlen?! Kann das sein???

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2 Antworten

Ob das Schreiben "echt" ist oder nicht muß sich doch wohl schon aus der Aufmachung ergeben. Notfalls eben beim Finanzamt anrufen. Davon, dass Umsatzsteuerbescheide erteilt werden ohne vorherige Steuererklärung habe ich aber noch nie etwas gehört.

Davon, dass Umsatzsteuerbescheide erteilt werden ohne vorherige Steuererklärung habe ich aber noch nie etwas gehört.

Ich schon. Beispielsweise für UGs, die nach 9 Monaten immer noch keine USt.-Voranmeldungen abgegeben haben, sind Schätzungsbescheide typisch.

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@blackleather

Aber wir brauchen dann ja nichts bezahlen oder? Wofür auch, wenn wir noch nichts umsetzen o.ä.

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@Schroeder284

Die Umsatzsteuer wird durch Voranmeldung oder Bescheid festgesetzt und solange der Bescheid in der Welt ist, müsst ihr die Umsatzsteuer auch zahlen.

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@Schroeder284

Wenn es einen Steuerbescheid gibt, gibt es auch eine darauf beruhende Steuerforderung - in eurem Fall 1.065 €. Und entweder lasst ihr den Bescheid bestandskräftig werden, dann habt ihr 1.065 € zu bezahlen. Oder ihr legt dagegen Einspruch ein, dann solltet ihr das aber in substanziell begründeter Weise tun.

Wie wäre es denn beispielsweise mal mit der regelmäßigen Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen, wie es das Gesetz für eine UG im Regelfall vorsieht?

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@blackleather

Ja natürlich gibt es die, aber doch nicht aus heiterem Himmel. Da geht doch ein Schriftwechsel voran.

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@blackleather

Beispielsweise für UGs, die nach 9 Monaten immer noch keine USt.-Voranmeldungen abgegeben haben, sind Schätzungsbescheide typisch.

Haben wir wieder mal eine Gesellschaft vor uns, der der Steuerberater "zu teuer" ist?

Dann ist sie ja bald weg vom Markt.

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@EnnoBecker

..... d.h. ich würde sagen du hast es erfasst. Die beiden Herzchen wissen nicht das sie dann eine "0" Meldung abgeben müssten. Die haben haben folgende Regelung doch einfach übersehen:

Neu gegründete Unternehmen müssen die ersten zwei Jahre immer monatliche Voranmeldungen abgeben (§ 18 Abs. 2 UStG).

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@Privatier59

...wobei der Steuerpflichtige in solchen Fällen natürlich niiiiiiie irgendein Schreiben vom Finanzamt gekriegt hat.

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@Tina34

Die übersehene Regelung mag ja noch angehen. Da schickt man eine Nullmeldung hinterher und schon ist der Drops gelutscht. Abgesehen davon, dass die Nullmeldung sowieso falsch wäre, denn bereits der Notar der Gründung berechnet Umsatzsteuern für seine Leistung.

Zu § 18(2) solltest du dir noch unbedingt den UStAE ansehen. Dort gibt es eine Ausnahmeregelung. Könnte ja sein, dass die UG Kleinunternehmer ist oder auch überhaupt kein Unternehmer.

Viel schlimmer ist aber, dass der Fragesteller offensichtlich überhaupt nicht weiß, wie er jetzt mit dem Bescheid umgehen soll. Das wird seine Gesellschaft ruinieren.

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@EnnoBecker

dass die Nullmeldung sowieso falsch wäre, denn bereits der Notar der Gründung berechnet Umsatzsteuern für seine Leistung.

Nicht unbedingt, denn erstens ist ja nicht zwangsläufig, dass die UG die Gründungskosten übernimmt und zweitens besteht ja keine Pflicht zum Vorsteuerabzug (jedenfalls umsatzsteuerlich; gesellschaftsrechtlich würde sich ein GF natürlich schadensersatzpflichtig gegenüber der UG machen).

Das wird seine Gesellschaft ruinieren.

Das nimmt man doch aber gerne in Kauf, wenn man dafür den teuren Steuerberater spart.

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@blackleather

Ich mache es immer so, dass ich Umsatzsteuer, die ich zahle von derjenigen, die ich einnehme (und abführen muss), abziehe. Das hat mir zu Beginn meiner selbständigen Tätigkeit Umsatzsteuer-Gutschriften gebracht. Schon aus diesem Grunde ist eine regelmäßige USt-Voranmeldung sinnvoll.

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@Sobeyda

Liebe Leute: Statt mir am Stätz rumzufummeln könntet Ihr doch eine eigene Antwort schreiben. Dann wird es übersichtlicher und Punkte gibt es auch!

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@Privatier59

und Punkte gibt es auch!

Also was mich betrifft, so bin ich kein Marienkäfer.

gesellschaftsrechtlich würde sich ein GF natürlich schadensersatzpflichtig gegenüber der UG machen

So isses. Der leider eingesparte Steuerberater hätte dem GF sicherlich schon längst ein Merkblatt in die Hand gedrückt und die einzelnen Punkte mit ihm besprochen. Der GF hat ja nicht nur steuerliche Probleme, sondern auch strafrechtliche, wenn es dick kommt.

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habt ihr denn die Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben? Dann müsstet ihr auch wissen, was zu zahlen ist.

Wenn nicht, dann wird das FA euch jetzt auf diese Art und Weise auffordern, in die Pötte zu kommen.

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