UG Gründung und MwSt.

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3 Antworten

Mit der Gründung der UG entsteht etwas Neues, Großartiges, noch nie zuvor Dagewesenes - man möchte fast sagen: Neues Leben!!!

Na ja, jedenfalls eine neue, eigene Persönlichkeit. Eine juristische Person. Mit eigenen Rechten und Pflichten, eigenen Eigenschaften und eigenem Charakter.

Und im Unterschied zu natürlichen Personen erbt diese juristische Person von ihren Erzeugern überhaupt nichts - auch nicht in Bezug auf ihre steuerrechtliche Behandlung. Das heißt: vom Moment der Geburt der UG an muss für diese neu und unabhängig entschieden werden, ob sie Klein- oder Großunternehmer, Soll- oder Istversteuerer usw. ist.

Was ihr aktuell führt, ist dafür völlig belanglos, und wenn man es nicht gerade mit einer umsatzsteuerlichen Organschaft zu tun hat, spielen auch die Beteiligungsverhältnisse keine Rolle. Die Umsatzsteuerpflicht der UG beginnt - wenn sie denn umsatzsteuerpflichtig sein wird - nicht erst mit der Eintragung in das Handelsregister, sondern mit der Beurkundung ihrer Gründung, denn von jenem Moment an lebt sie als Vorgesellschaft ("i.G.") und tritt als solche am Markt als eigenes Rechtssubjekt auf.

wenn man es nicht gerade mit einer umsatzsteuerlichen Organschaft zu tun hat

Dann wäre aber nicht die UG der Unternehmer. Guter Hinweis.

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Ja, es wird aktuell eine UG "Neu" gegründet und jetzt wo ich mir das hier nun durchlese ist es doch irgendwie logisch :) Sprich die GbR ist nachher die GbR und die UG einfach die UG, in unserem falle wird die UG einfach die GbR übernehmen und die GbR wohl irgendwann verschwinden. Mit dem HR meinte ich, die UG an sich besteht ja erst mit dieser Eintragung ?! und erst dann darf ich mich als UG bekannt geben ?! oder darf ich mich vorab schon als UG ausgeben ?

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@A1MlezZ

und erst dann darf ich mich als UG bekannt geben
?

Zuallererst solltest du dir angewöhnen, die einzelnen handelnden Personen voneinander zu unterscheiden. Du bist NICHT die UG. Die UG ist eine eigenständige Person mit eigener Rechtspersönlichkeit, die allerdings - mangels physischer Existenz - vom Geschäftsführer vertreten wird.

die UG an sich besteht ja erst mit dieser Eintragung
?!

Das ist zwar richtig, aber sowohl handelsrechtlich als auch steuerrechtlich wird bei erfolgreicher Eintragung fingiert, die UG bestehe als solche bereits seit Gründung. Nur wenn es nicht zur Eintragung kommt, war es von Anfang an keine UG, sondern etwas anderes.

Aber auch das hat mit der Umsatzsteuer nichts zu tun.

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Hey zusammen,

ich würde das sicherheitshalber nochmal mit einem Steuerberater oder Fachanwalt besprechen - da gibt es manchmal böse Überraschungen. Oder du fragst den Notar bei der Gründung - bezahlt werden muss der so oder so und die sind meistens topfit, auch im SteuerR.

Bin letztens auf einen guten Artikel zu dem Thema gestoßen - vielleicht hilft dir ja bereits der weiter, um Licht in diesen Steuerwahnsinn zu bringen ;)

http://www.koesterblog.com/ug-eintragung-nach-uebertragung-eines-einzelunternehmens/

VG MrM

Die Rechtsform hat doch mit der umsatzsteuerlichen Behandlung nichts zu tun.

wie wird hier die Umstellung mit der UG sein ?

Was ist denn überhaupt passiert? Gab einen Formwechsel (geht das überhaupt von der GbR zur UG?) oder wurde eine neue UG gegründet? Was passiert im zweiten Fall mit der GbR?

welche keine Umsatzsteuer berechnet und abführt

Warum nicht? Kleinunternehmer? Kein Unternehmer (z.B. als Holding)? Nur steuerfreie Umsätze? Nicht steuerbare Umsätze? 13b?

Und wenn die UG die Geschäfte der GbR weiterführt, warum sollte umsatzsteuerlich etwas anderes gelten als bei der GbR?

wird einfach ab dem Tag der Eintragung ins HR berechnet ?

Auch die Eintragung ins HR hat nichts mit der Umsatzsteuer zu tun. Die Unternehmerstellung beginnt mit dem ersten nach außen erkennbaren Tätigwerden.

müssen wir alle Rechnungen für 2014 Versteuern

Wessen Rechnungen? Die der GbR?

Irgendwie ist hier noch ziemlich viel unklar, und das offenbar nicht nur mir.

Gab einen Formwechsel (geht das überhaupt von der GbR zur UG?)

Nö. Andersrum schon. § 191 Abs. 1 UmwG: http://dejure.org/gesetze/UmwG/191.html

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@blackleather

Danke. Wusste ich doch, dass mein Bauchgefühl stimmt.

Also haben wir hier eine Neugründung. Eine Einbringung § 20 UmwStG käme eventuell noch in Frage, aber das ist hier ja nicht das Thema.

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