UG Gründung und MwSt.

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit der Gründung der UG entsteht etwas Neues, Großartiges, noch nie zuvor Dagewesenes - man möchte fast sagen: Neues Leben!!!

Na ja, jedenfalls eine neue, eigene Persönlichkeit. Eine juristische Person. Mit eigenen Rechten und Pflichten, eigenen Eigenschaften und eigenem Charakter.

Und im Unterschied zu natürlichen Personen erbt diese juristische Person von ihren Erzeugern überhaupt nichts - auch nicht in Bezug auf ihre steuerrechtliche Behandlung. Das heißt: vom Moment der Geburt der UG an muss für diese neu und unabhängig entschieden werden, ob sie Klein- oder Großunternehmer, Soll- oder Istversteuerer usw. ist.

Was ihr aktuell führt, ist dafür völlig belanglos, und wenn man es nicht gerade mit einer umsatzsteuerlichen Organschaft zu tun hat, spielen auch die Beteiligungsverhältnisse keine Rolle. Die Umsatzsteuerpflicht der UG beginnt - wenn sie denn umsatzsteuerpflichtig sein wird - nicht erst mit der Eintragung in das Handelsregister, sondern mit der Beurkundung ihrer Gründung, denn von jenem Moment an lebt sie als Vorgesellschaft ("i.G.") und tritt als solche am Markt als eigenes Rechtssubjekt auf.

wenn man es nicht gerade mit einer umsatzsteuerlichen Organschaft zu tun hat

Dann wäre aber nicht die UG der Unternehmer. Guter Hinweis.

1

Ja, es wird aktuell eine UG "Neu" gegründet und jetzt wo ich mir das hier nun durchlese ist es doch irgendwie logisch :) Sprich die GbR ist nachher die GbR und die UG einfach die UG, in unserem falle wird die UG einfach die GbR übernehmen und die GbR wohl irgendwann verschwinden. Mit dem HR meinte ich, die UG an sich besteht ja erst mit dieser Eintragung ?! und erst dann darf ich mich als UG bekannt geben ?! oder darf ich mich vorab schon als UG ausgeben ?

0
@A1MlezZ

und erst dann darf ich mich als UG bekannt geben
?

Zuallererst solltest du dir angewöhnen, die einzelnen handelnden Personen voneinander zu unterscheiden. Du bist NICHT die UG. Die UG ist eine eigenständige Person mit eigener Rechtspersönlichkeit, die allerdings - mangels physischer Existenz - vom Geschäftsführer vertreten wird.

die UG an sich besteht ja erst mit dieser Eintragung
?!

Das ist zwar richtig, aber sowohl handelsrechtlich als auch steuerrechtlich wird bei erfolgreicher Eintragung fingiert, die UG bestehe als solche bereits seit Gründung. Nur wenn es nicht zur Eintragung kommt, war es von Anfang an keine UG, sondern etwas anderes.

Aber auch das hat mit der Umsatzsteuer nichts zu tun.

2

Hey zusammen,

ich würde das sicherheitshalber nochmal mit einem Steuerberater oder Fachanwalt besprechen - da gibt es manchmal böse Überraschungen. Oder du fragst den Notar bei der Gründung - bezahlt werden muss der so oder so und die sind meistens topfit, auch im SteuerR.

Bin letztens auf einen guten Artikel zu dem Thema gestoßen - vielleicht hilft dir ja bereits der weiter, um Licht in diesen Steuerwahnsinn zu bringen ;)

http://www.koesterblog.com/ug-eintragung-nach-uebertragung-eines-einzelunternehmens/

VG MrM

Was möchtest Du wissen?