UG gegründet - Steuer fürs Gründungsjahr wie angeben?

2 Antworten

Den Gang zum Steuerberater würden wir nämlich gerne noch etwas nach hinten ziehen.

Also ich würde an deiner Stelle den Schritt eher beschleunigen. Wenn ich beispielsweise das hier

Muss ich dies in der privaten Steuererklärung angeben unter Anlage G 

lese, wird mir bewusst, dass es keinen Zweck hat, an dieser Stelle sachbezogene Ratschläge zu erteilen.

Deshalb der gutgemeinte Rat: Sucht euch lieber eher als später einen Steuerberater.

Kein Steuerberater wird her sehr schnell teurer als 1 Steuerberater.

Also bei der Fragestellung kann man Euch wirklich nur raten einen Kollegen von mir aufzusuchen.

Muss ich dies in der privaten Steuererklärung angeben unter Anlage G mit Einnahmen 0€ oder es komplett weglassen? 

Die UG ist eine eigene Rechtspersönlichkeit und hat in Deiner privaten Steuererklärung nichts zu suchen.

Bezüglich Geschäftstätigkeit wäre interessant zu wissen, wann habt Ihr das Stammkapital eingezahlt (entweder in die Kasse bar, oder auf das Geschäftskonto), wann wurden die ersten Rechnungen bezahlt (Notar, Eintragungsgebühren usw.).

War das alles in 2020, könnt ihr 2019 völlig ignorieren.

Aber überlasst das alles dem Kollegen, der es für Euch erledigt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986
War das alles in 2020, könnt ihr 2019 völlig ignorieren.

Leider nicht. Selbst wenn in 2019 rein gar nichts passiert wäre, wären zumindest die Gründungskosten rückzustellen. Außerdem muss

  • die Betriebseröffnung bekanntgegeben werden
  • der Abschluss veröffentlicht werden
  • Eröffnungsbilanz ans Finanzamt gesendet werden
  • Jahresabschluss ans Finanzamt gesendet werden
  • die Steuererklärungen angefertigt und übermittelt werden.
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@EnnoWarMal

Da die Eintragung erst im Februar erfolgte, sehe ich as anders Herr Kollege. Wir hatten noch nie ein Problem damit die Zeit vor Eintragung, oder besser, die Zeit vor der ersten Transaktion, je nach dem, was zuerst passierte (Eintragung, Stammkapitaleinzahlung usw.) zu ignorieren.

Aufforderungen wegen des Bundesanzeigers nur für Zeiten, wenn die Eintragung schon erfolgt war.

Demnach habt Ihr andere Erfahrungen?

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@wfwbinder

Also wenn die Eintragung zustandekommt, wird handels- und steuerrechtlich ein Bestehen der Gesellschaft ab Gründungsdatum fingiert.

Kommt die Eintragung nicht zustande (z.b. durch ein Eintragungshindernis), ist es weder rückwirkend noch ex nunc eine Kapitalgesellschaft, sondern eine GbR oder ein Einzelunternehmer.

Praktische Bedeutung hat das beim Vorsteuerabzug. Kaufe ich im November schon mal Ware, um sie im Dezember mit der dann gegründeten GmbH zu verkaufen, ist die Vorsteuer futsch. Es sei denn, die GmbH wird nicht eingetragen.

Man muss dann tricksen, um die Vorsteuer doch noch zu kriegen.

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Und dass der Bundesanzeiger sich nur meldet, wenn er von der Existenz der Gesellschaft weiß, ist eh klar.

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@EnnoWarMal

Das mit der Vorsteuer ist logisch. Wenn solche Rechnungen anfallen machen wir natürlich auch die Erklärungen für den kurzen Zeitraum im alten Jahr.

Bundesamt für Justiz stellt auf Eintragungstag ab.

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