Überstunden und Urlaubstage auszahlen lassen wg. Kündigung, Anrechnung auf ALG2?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Deine Freundin min. 6 Monate am Stück gearbeitet hat, so hat Sie anspruch auf ALG1 - und hier wird kein Vermögen berücksichtigt.

besteht kein ALG1-Anspruch bzw. wird ALG1 mit ALG2 aufgestockt, so wird als Sozialleistung zunächst die Bedürftigkeit geprüft. Allerdings zählt hier nicht das Vergangene einkommen eine rolle, sonder nur aktuelle einnahmen und das private Vermögen.

Somit sind die Zahlungen nur relevant, wenn Sie damit oberhalb des Schonvermögens liegt (von 150€ x Lebensalter, min 3100€ zzgl. 750€ falls Sie ein eigenen Haushalt führt)

Bei ALG1 wird das Urlaubsgeld und Überstunden leistungserhöhend mit berücksichtigt, ausbezahlte Urlaubstage aber nicht.

Um Sperrzeiten zu vermeiden muss man sich innerhalb von 3 Werktagen bei seiner Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden, sobald man das Kündigungsschreiben empfangen hat und wenn die Kündigung innerhalb der 3-Monatsfrist liegt. Arbeitslos meldet man sich dann am ersten Tag der Arbeitslosigkeit.

Ähm, also normalerweise sollte Ihr ALG I zustehen, ALG II ist nachrangig zu ALG I bzw sollte ergänzend gezahlt werden. Dann gilt ALG II wird am Monatsanfang für den lfd. Monatgezahlt, ALG I rückwirkend für den abgelaufenen Monat.

Sie sollte sich schleunigst arbeitssuchend melden und dann schon mal schauen, was Sie sonst an Ersparnissen hat. Den die ARGE möchte bei ALG II meist die Kontoauszüge der letzten 3 Monate sehen und evtl. Spareinlagen kennen. Da kann das mal knapp werden, mit den Freibeträgen.

Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit sofofrt ALG I beantragen, soweit die Wartezeiten erfüllt sind.

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