Überstunden auszahlen lassen oder andere Möglichkeiten?

4 Antworten

Ich würde einfach mal einen Nettorechner benutzen. Dort 1. für die einzelnen Monate das jeweilige Brutto eingeben ( 11 x für 80 Stunden, 1x für 200 Stunden), die LSt. der einzelnen Monate addieren und 2. das Gehalt als Jahresbrutto eingeben. Die Differenz gibt Dir zumindest einen Anhaltspunkt und sollte der Betrag sein, den Du durch Lohnsteuerjahresausgleich des AG erstattet bekommen würdest.

Du suchst "funktionierende Lösungen"? Es gibt 3 Möglichkeiten:

  1. Freizeitausgleich
  2. Bezahlung
  3. Dem Arbeitgeber schenken

Die Nummer 1 und 2 sind die Regel und vom Arbeitszeitgesetz vorgegeben. In Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder im Arbeitsvertrg kann das dann für die jeweilige Firma bzw. Einzelperson (wenn im Vertrag) konkretisiert sein.

Wenn nicht, dann hat der Arbeitgeber die Wahl, wie es zu machen ist.

Für die Nummer 3 kann es sein, dass es im Arbeitvertrag vereinbart ist, dass Mehrarbeit durch den regulären Lohn ausgegelichen ist (speziell in Führungspositionen üblich).

Deshalb schau auch einmal in Deinen Arbeitsvertrag, ob dort eine entsprechende Regelung zum Überstundenthema steht und erkundige Dich ggfs. im Personalbüro.

Insgesamt musst Du eben die für Dich scheinbar nachteiligen Folgen akzeptieren.

Danke für deine Antwort. Es war auch eher darauf abgezielt, ob ne einmalige Auszahlung oder mehrfache sinnvoll ist. Wie schaut es mit den Steuern dahingehend aus?

Die Auszahlung ist bei mir von Arbeitgeberseite definitiv möglich. Dazu sind wir ein sehr kleines Unternehmen und haben keine eigene Personalabteilung. Daher suche ich meine Informationen andersweitig, damit ich nicht in irgendwelche unwissenden Fallen laufe (Steuertechnisch, etc.)

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@Basti2304

Aus steuerlicher Sicht gleicht sich bei einer Einkommenssteuererklärung das ganze wieder aus. Aus Sicht der Sozialversicherung und Krankenversicherung hat die Einmalzahlung den Vorteil, dass die deckelung des Betrages wirksam wird, wenn die Bemessungsgrenze duch die Einmalzahlung überschritten wird.

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@Snooopy155

Ja. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt 4.425 Euro brutto wenn er also mit seinen 200 Stunden in einem Monat über diesen Betrag brutto kommt, sollte er sich die Überstunden in einem Monat auszahlen lassen.

Ansonsten ist das Gefühl bestimmt besser, wenn man die Überstunden auf ein paar Monate verteilt und entsprechend prozentual der Lohnsteuerabzug nicht so hoch ist. Auch wenn das durch Lohnsteuerjahresausgleich des AG oder Einkommensteuererklärung wieder ausgeglichen wird.

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Wenn du nur die Einkünfte aus der halben Stelle hast, wirst du im Endeffekt wenig Steuern zahlen.

Spätestens beim Einkommensteuerjahresausgleich wirst du die zuviel gezahlte Steuer zurückbekommen. Vielleicht macht auch der Arbeitgeber bereits einen Jahresausgleich frag mal nach.

"Dazu sind wir ein sehr kleines Unternehmen und haben keine eigene Personalabteilung" - die machen keinen LJA.

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Guten Morgen,

da hast du die Möglichkeit je nach Betrieb zwischen Auszahlung, Ansparmöglichkeit bis zu Freizeitausgleich.

LG Janko

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