übernimmt die Grundsicherung die Mietkosten in einer WG?

1 Antwort

Das klingt mir danach, als ob da das maximal Mögliche abkassiert werden soll. Ich glaube allerdings, dass solche Aktionen den Sozialbehörden durchaus bekannt sind und nicht ohne eingehende Untersuchung akzeptiert werden würden.

Fangen wir mal mit dem "Mietvertrag" an: Dass mündliche Mietverträge anerkannt werden, braucht man nicht zu hoffen, schon garnicht, wenn "Vermieterin" und "Mieter" in einer Wohnung leben. Schriftform ist also Pflicht. Sodann wird man bei dieser besonderen Situation Belege für die tatsächliche Ausführung des Mietvertrags verlangen. Ob da Barzahlung ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Kontoüberweisung wäre allemal besser. Sodann steht man hier ja vor dem Problem, dass anscheinend bisher die "Mietzahlung" offenbar mehr in einem gemeinsamen Wirtschaften stattgefunden hat. Wenn der Freund der Großmutter ordnungsbehördlich auf die Wohnung der Oma gemeldet ist, bleibt es auch dem Sozialamt nicht verborgen, dass diese Lebensgemeinschaft schon längere Zeit bestanden hat und es wird die Nachfrage kommen, wieso denn ein Mietvertrag erst just mit Beantragung der Grundsicherung geschlossen wurde.

Und, was den steuerlichen Aspekt betrifft: Natürlich sind Mieteinnahmen (oder konkreter: Überschüsse aus V+V) im Prinzip steuerpflichtig. Nur läßt sich hier mangels näherer Angaben nicht sagen, ob das Gesamteinkommen der Höhe nach überhaupt den Grundfreibetrag übersteigen wird.

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