Übernimmt die Bank auf Anfrage eine Mietbürgschaft, wenn Bonität gegeben??

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Ja, Deine Bank würde Dir eine Mietbürgschaft für Deinen Vermieter sicherlich zur Verfügung stellen, wenn Deine Bonität stimmt und es keine Direktbank ist.

Alternativ gibt es auch Versicherungen und Kautionskassen, die sich in diesem Geschäft tummeln.

Die Kosten setzen sich meistens aus einer Ausfertigungsgebühr und einer Jahresgebühr von x % (mindestens jedoch € xx) zusammen. Die jährlichen (Mindest)Kosten sind relativ hoch und garantiert höher als der jährliche Zinsertrag auf dem Mietkautionskonto. Daher könnte - wenn der Vermieter mitspielt - man die Bürgschaft als Übergangslösung wählen, bis genug Geld für eine Kautionszahlung vorhanden ist (z. B. weil die Ersparnisse noch nicht reichen bei Berufsanfängern oder weil die Kaution der bisherigen Wohnung noch nicht zurückgezahlt wurde). Das Ablöserecht des Mieters müßte aber im Mietvertrag vereinbart werden, sonst wird das nichts mit der Ersparnis!

Ob ein Vermieter auf diese Kautionsvariante anbeißt, muss natürlich rechtzeitig vor Vertragsunterschrift erfragt werden. Für viele Privatvermieter gilt immer noch "Nur Bares ist Wahres!", um schnell auf den Kautionsbetrag zugreifen zu können. Ich will mal offen lassen, ob der Zugriff auch rechtens wäre.

Bei Direktbanken brauchst Du erst garnicht anzufragen, die bieten so etwas nicht an. Filialbanken hingegen schon, jedoch nur für die eigene Kundschaft und bei entsprechender Bonität. Daneben gibt es Versicherungen mit derartigen Angeboten.

Nachteil: Für Kautionsbürgschaften und Kautionsversicherungen sind laufende Gebühren zu entrichten.

Ob Vermieter das gerne nehmen? Erst vorgestern saß ich in einem Kreis von ehemaligen Studienkollegen, darunter mehrere Anwälte und einige Vermieter. Die einhellige Meinung war, man solle sich niemals auf Kautionsbürgschaften oder Kautionsversicherungen einlassen. Grund: Entgegen vollmundiger Ankündigungen verstehen viele Anbieter das Wesen einer Bürgschaft auf erstes Anfordern nicht oder wollen es nicht verstehen. Statt unproblematischer Handhabung droht endloser Schriftwechsel. Wer hat darauf schon Lust? Ehrlich gesagt: Ich auch nicht!

Fazit: Mit Bargeld in der Tasche bist Du Vermieters Liebling, mit der Bürgschaft in der Tasche nur der Liebling der Bank. Und jetzt überleg mal, wer von beiden Dir denn wohl die Wohnung vermieten kann!

Jede Bank erstellt eine Bankbürgschaft wenn die Boni stimmt. Kostet allerdings ca 2,5% ne teure Sache. Vermieter möchten sie nicht gerne haben da Bänken mit Hinterlegungsklauseln arbeiten und der Vermieter lange prozessieren muss um an das Geld zu kommen. Die Kautionsbürgschaft ist hier schon angenehmer und wird eher akzeptiert

Bares ist eben für viele VM noch immer wahres.

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