Übernehmen Makler Haftung bei falschen Grundrissen?

4 Antworten

Ganz von der Hand zu weisen ist das Anliegen der Fragestellerin nicht. Es ist durchaus möglich, einen Makler für ein unrichtiges Expose` in Anspruch zu nehmen.

ALLERDINGS glaube ich nicht, dass hier ein Schadensersatzanspruch im Ergebnis Erfolg haben kann. Ich denke da nicht an die AGB des Maklers, die mit Sicherheit eine Haftung begrenzen auf Fälle des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit. Vielmehr denke ich daran, dass das Maklerangebot ja den Zweck hat, die zu vermittelnde Sache zu beschreiben und nicht etwa Dritten -hier dem Küchenlieferanten- die Arbeit zu erleichtern. Es ist so unvorhersehbar und ungewöhnlich, eine Einbauküche ohne eigenes Aufmaß zu bestellen, dass der Makler mit so einer Zweckentfremdung seines Angebots nicht zu rechnen braucht.

Überdies sind die üblicherweise verfügbaren Wohnungsgrundrisse nie beschreibender, sondern planender Natur, will sagen: Sie werden vor Beginn der Bauarbeiten angefertigt und später dann nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten angepaßt. Fast kein Bau wird ganz genau so angefertigt, wie geplant. Manchmal sind die Abweichungen im Millimeterbreich, manchmal ist es aber schon deutlich mehr. Das weiß im Grunde jeder und wer dennoch im blinden Vertrauen auf einen nicht selber überprüften Grundriß handelt, der macht das auf eigene Gefahr.

Wenn der Küchenbauer nach einem Grundriss 1:100 die Kücher fertigt , kann das nicht gut gehen. Das es der falsche Grundriss war, hat der Makler zu verantworten. Der hat sich aber sicherlich abgesichert und seine Unterlagen als unverbindlich via AGB oder Vermerk gekennzeichnet. Sicherlich war es auch nur eine Fotokopie des Grundrisses und keine Ausfertigung, die massgenau ist. Was bei 1:100 auch nix bringt.

Steps: Der Küchenbauer, nicht der Makler und auch nicht du, hat die Aufmaße vor Ort selbst vorzunehmen und trägt damit auch das Risiko einer falschen Messung. Ein besonderes Augenmerk hat er auch zu richten auf die vorhanenden und evtl. noch erforderlichen Anschlüsse für Strom (Steckdosen), Wasser, Abwasser, Dunstabzug. Er hat die Heizkörper und die Lamperie-Überstände zu berücksichtigen und vieles mehr.

Dem Makler trifft keine Schuld.

Aufwandsentschädigung an Makler zahlen, obwohl keine Angabe über Provision gemacht wurde?

Wir haben von einem Makler eine Wohnung gezeigt bekommen, für die wir uns bewerben wollen. Dazu sollen wir ein Selbstauskunftsformular ausfüllen und u.a. folgenden Satz unterschreiben "Kommt nach Übermittlung dieser Selbstauskunft kein Mietvertrag zustande und hat dies der Interessent zu vertreten, berechnet xxx & Partner eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 100,00 € zzgl. MwSt." Im Exposé stand außerdem "Provision: VB" Auf unsere Nachfrage per Email zur Höhe der Provision bekamen wir keine Antwort (nur auf andere Fragen).

Wenn wir nun diese Selbstauskunft unterschreiben und dann im Nachhinein eine Provision (egal in welcher Höhe) verlangt wird, haben wir dann noch die Möglichkeit, von unserem Mietinteresse zurückzutreten (weil wir ja nicht über die Höhe der Provision informiert wurden und diesbezüglich auch nichts unterschrieben haben)? Oder müssen wir die Aufwandsentschädigung dann trotzdem bezahlen?

Vielen Dank schonmal fürs Antworten!

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Kann Zahlung auf verjährte Rechnung zurückverlangt werden?

Ein guter Bekannter zahlte jetzt noch eine Rechnung für eine Schreinerarbeit in 2004. Er hat da verschiedene Möbelstücke einbauen lassen und hierauf die Rechnungen zu einem Gesamtbetrag von etwa 20.000,00 Euro alle nach Rechnungstellung in 2005 gezahlt. Jetzt meinte der Schreiner, er hätte da noch Arbeiten übersehen zu berechnen und verlangte daher jetzt nochmals etwa 3 Tausend Euro, die mein Bekannter auch zahlte. Aber die Rechnung war doch verjährt. Er hältte also gar nicht mehr zahlen müssen, was er nicht wusste. Kann er daher jetzt sein Geld noch zurückfordern?

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Haben wir Anspruch auf das Abschleifen und Versiegeln des Parkettfussboden?

Wir sind in eine neue Wohnung mit Parkettfussboden eingezogen. Im Mietvertrag (Vertragyzusatz) steht das Klausel " Die Wohnung wird renoviert übergeben". Die Wohnung wurde uns von dem Makler vermittelt. In der Exposé wurde der Zustand der Wohnung als "neuwertig" bezeichnet. Bei der Wohnungsübergabe (und Einzug) haben wir festgestellt dass die Wohnung in einem katastrophalen Zustand war: nur die Wände wurden vom Vormmieter gestriechen, Gestank von kaputten Rohren im Bad verbreitet sich in die ganze Wohnung, und - vor allem - ist das Parkett so abgenutzt dass es gar kein Lack auf großen Stellen gibt. Dazu kommen noch schwarze Flecken in allen Zimmer, Wasserschaden in der Küche, große Weinflecken im Schlafzimmer, teilweise schwarzes Parkett im Wohnzimmer. Das Ganze sieht ungepflegt und ziemlich schrecklich aus. Das einzige was jetzt helfen kann ist Abschleifen und neu Versiegeln. Die Flecken können gar nicht aufgewischt werden.

Nun, bei der Übergabe hat uns die Hausverwalterin versprochen dass die Wände und Decken neu gefärbt werden (was heute, also in 14 Tage) passiert. Die Wohnung wurde auch gereinigt. Die Hausverwalterin ist danach ins Urlaub gegangen und jetzt sitzen wir in der Wohnung und warten auf den Handwerker der muss uns Wasserschaden in der Küche ersetzen, was die Hauptproblemen mit dem Boden gar nicht löst - Parkett sieht schlecht in der ganzen Wohnung aus. Von ihm haben wir aber noch keinen Anruf erhalten. Der Gestank aus dem Bad ist immer noch da, wir sind im Limbus und können weder die Geräte in der Küche anschließen noch die Schränke aufbauen. Sonst, falls der Fußboden tatsächlich renoviert wird, müssten wir sie wieder weg nehmen. Die emotionelle Belastung wird unterträglich. Mitterweile ist schon nach unserem Einzug halb des Monats vorbei. Worauf haben wir denn Anspruch?

1) Können wir Mietfreie Zeit verlangen für die Zeit in der die Mängel beseitigt werden? 2) Muss der Vermieter uns das Parkett renovieren? 3) Trägt der Makler schuld daran dass die Wohnung nicht so präsentiert wurde wie sie wirklich ist?

Vielen Dank!

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Kriegen wir so eine Finanzierung durch?

Folgender Fall: EFH in beliebter Wohnlage, 2800qm Traumgrundstück (keine umliegende Bebauung, teilbar).Grundstück ist eine begehrte Rarität! Haus hat 145qm, Bj. 1960. Muss modernisiert werden. Dämmung, Heizung (Gas, 20J. alt), Renovieren, DG Ausbau, ggf. Dach, neue Bäder und Küche. Puh, viel zu tun! Aber dafür eine gute Bausubstanz, Lehmwände, toller Grundriss... VB 90.000 EUR, nächste Woche geht der Sachverständige durch, dann können wir verhandeln. Kein Makler. Modernisierung so, dass wir einziehen können schätze ich auf 30.000, wenn Dach muss, dann leider mehr. Wie schon mal geschrieben: ich bin in der Probezeit und in Befristung. Hab am 1.9. angefangen. Netto 2.200 EUR, dazu Kindergeld. Meine Frau arbeitet ab Januar wieder. Ganz blöde Konstellation, ich weiß. Wir hätten normal auch nicht jetzt gekauft, müssen aber wegen Eigenbedarf raus und 1. findet man hier nix zur Miete und 2. wäre eine neue Mietrunde totale Geldverschwendung und für das Kind ja auch Mist, dann in 1-2 Jahren wieder umzuziehen. Wir versuchen also mit aller Kraft es hinzukriegen. WIe dem auch sei, meine Mutter hat ein abbezahltes Reihenhaus in bester Lage. Wert vor 10 Jahren geschätzt auf rund 300.000 EUR, Tendenz eher steigend. Sie würde -wie auch immer geartet- eine Sicherheit von rund 100.000 EUR als Hypothek geben.

Geht sowas durch? Berater bei der Bank will erst alle Unterlagen und sagt noch nichts, was mich nicht schlauer macht.

Eure Einschätzung?

Dank und beste Grüße

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Maklergebühr fällig obwohl ich das Objekt schon vorher kannte (Alleinvermittlungsrecht)

Ich habe mich für eine Immobilie interessiert und den Makler angerufen. Im Gespräch hat sich schnell herausgestellt, daß ich das Haus bereits kenne ohne daß mir der Makler die Adresse gegeben hat. Auch eine Besichtigung hat schon direkt mit dem Eigentümer (ohne Makler) stattgefunden. Dem Kauf des Hauses würde nichts mehr im Weg stehen, der Eigentümer hat jedoch dem Makler für 6 Monate das alleinige Vermittlungsrecht übergeben. Somit muß ich dem Makler nachträglich beauftragen, mir das Objekt zu vermitteln obwohl schon alles mit dem Eigentümer geregelt ist bis hin zum Notarstermin. Der Makler hat definitiv für mich keine Leistung erbracht, will aber trotzdem die volle Provision, da der Eigentümer sonst nicht verkaufen darf.

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