Übernahme der Beerdigungskosten

2 Antworten

Hallo,

vorerst Grundsätzliches dazu: ein Antrag auf Kostenübernahme müsste in diesen Fällen bereits vor der Vergabe des Bestattungsauftrages beim Sozialamt angemeldet worden sein. Dies habt ihr anscheinend bereits versäumt.

Wenn der Verstorbene keine für die Bestattung ausreichenden Mittel hinterlässt, muss das Sozialamt nur dann für die Bestattungskosten aufkommen, wenn den bestattungspflichtigen Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Enkelkinder, Geschwister etc.) deren Übernahme nicht zuzumuten ist.

Wichtig, jeder bestattungspflichtige Angehörige muss einen eigenen Antrag auf Sozialhilfe (Bestattungskostenzuschuss, Beerdigungserstattung) stellen. Für die, die keinen Antrag stellen oder die dazu erforderlichen Unterlagen nicht (oder nicht vollständig) vorlegen, wird nichts übernommen. Ob und wie viel für die anderen übernommen wird, richtet sich nach deren finanzieller Situation.

Ich habe die befürchtung das ich die gesammten Kosten oder ein Teil tragen muss

stimmt, darauf kannst du dich schon einmal einstellen.

Versucht es dennoch über das Sozialamt, " Versuch macht kluch ! "

K.

Mein herzliches Beileid zunächst. Wenn der Vater bereits Rentner war, kriegt seine Ehefrau nun als Witwe im Sterbevierteljahr die ungekürzte Rente 3 Monate lang weiter, bevor die Witwenrente einsetzt. Auch hiervon kann man die Beerdigungskosten zum Teil bestreiten. Auch Deine Schwester hat eine moralische Verpflichtung, etwas dazu beizutragen, ggf. bei Dir abstottern. Vielleicht könnt Ihr aus der Hinterlassenschaft des Vaters etwas verkaufen, was Ihr nicht mehr braucht. Und zum Sozialamt gehen könnt Ihr auch.

Sozialamt sackt Ersparnisse für die Beerdigung ein

Vor einigen Tagen ist meine 97 jährige Oma im Pflegeheim verstorben. Da ihre Rente für die Kosten der Heimunterbringung nicht ausreichten, wurde der verbleibende Anteil vom Sozialamt bezuschußt. Was bedeutete, das natürlich sämtliche "Vermögen" eingesackt wurde, also auch das Wenige, das sie sich vom Munde für ihre eigene Beerdigung gespart hatte, damit ihre Tochter, die ebenso nicht mit Reichtum bestückt ist, damit keine Belastung haben würde. Nun sieht es so aus, das meine Mutter doch für die Beerdigungskosten aufkommen muß, denn ihre kleine Rente ist gerade eben über dem Sozialsatz und sie lebt von dem wenigen Ersparten der Vergangenheit.
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Hallo, mein Vater ist vor kurzem verstorben. Da wir beide ca. 10 Jahre keinen Kontakt mehr zu meiner Halbschwester hatten, habe ich erstmal die Beerdigung in die Wege geleitet. Ihre Handy-Nr. war aber noch aktuell und als ich sie fragte, wie wir das mit der Kostenteilung machen wollen, sagte sie nur "Wo nichts ist!". Das Erbe habe ich und sie vermutlich auch ausgeschlagen, da mein Vater nur Schulden hinterlässt. Sie wollte eigentlich auch zur Beerdigung kommen, erschien aber einfach nicht. Ich habe keine Ahnung, ob sie in Arbeit steht oder Ersparnisse hat, habe auch keine Adresse von Ihr. Vor 10 Jahren wohnte sie in Braunschweig. Sie meinte auch, sie will sich nicht an den Kosten beteiligen, weil er ja auch nichts für sie getan hat. Als ich sie nochmal anschrieb, um zu fragen, warum sie ohne abzusagen nicht auf der Beerdigung erschien und sie auch nochmal bat sich an den Kosten zu beteiligen, da sie ja nicht ihn, sondern mich damit bestraft, kam keine Reaktion. Am nächsten Tag musste ich feststellen, das sie mich bei WhatsApp blockiert hat! Nun erreiche ich sie nicht mehr, sie geht auch nicht ans Telefon. Zu unserem Verhältnis: Ich erfuhr erst mit 16 von ihrer Existenz, kurz darauf besuchte sie mich in Berlin und etwas später ich sie in Braunschweig. Der Kontakt zu meiner Schwester brach damals ab, da ich über einige Ecken erfuhr, dass sie hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet hat, da ich damals sehr schüchtern war und bei einem Disco Besuch bei ihr in Braunschweig nicht tanzen wollte. Zu einer Aussprache kam es nie, da sie sich nicht weiter darum gekümmert hat, sie hat ja noch genug andere Halbgeschwister von Ihrer Mutter, was brauch sie da mich dachte ich mir so... Ich als "Einzelkind" war natürlich mehr als enttäuscht über ihr Verhalten... Aber das sagt ja schon einiges darüber aus, was für ein Mensch sie zu sein scheint. So, dass zur Vorgeschichte. Ich habe ihr nie was getan und verstehe ihr Verhalten einfach nicht... Der Kontakt zwischen meinem Vater und ihr brach aus einem anderen banalem Grund ab. Aber zu meiner eigentlichen Frage: Wenn ich jetzt einen Anwalt beauftrage meine Schwester zu kontaktieren, um den Anteil ihrer Kosten einzufordern, trägt sie dann die Kosten für meinen Anwalt, weil sie ja im Unrecht ist? Und wenn sie wirklich Mittellos ist, wie sieht es dann aus? Bleibe ich dann auf allen Kosten alleine sitzen oder springt für Ihren Anteil und die Kosten des Anwalts dann ihr Sozialträger ein? Sorry für den langen Text und vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

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