Trotz Pfändungsfreigrenze wurde ein Teil meiner Rente gepfändet. Was kann ich machen?

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Ich brauche das Geld dringend um meine Unkosten zu decken. Was kann ich nun machen?

Die Sozialkasse auch - daher darf sie AFAIK auch unterhalb der Pfändungsfreigrenze direkt beim Rentenversicherungsträger bis zum persönlichen und sachlichen Existenzmimimum pfänden und damit ein evtl. P-Konto umgehen :-O

Was kann ich nun machen?

Nun nichts mehr, vorher wäre eine Übereinkunft mit leistbarer Ratenzahlung zielführender gewesen als mit Hinweis auf eine IMHO nicht anwendbare Pfändungstabelle schlicht Zahlungverweigerung zu erklären.

Dies stellt nur meine Einschätzung der Fallschilderung nach dar - dein Betreuer und Anwalt wird dir am Montag sicher die Rechtslage belastbarer erläutern können, da er alle konkreten Umstände besser kennt :-)

G imager761

Es ist möglich, gegen einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss Einwand zu erheben. Dazu muss der Schuldner zuerst beim zuständigen Amtsgericht Erinnerung einlegen.

Hiernach muss ein Antrag auf einstweilige Anordnung der Einstellung der Zwangsvollstreckung gestellt werden. Darin muss begründet werden, warum man sich gegen die teilweise Pfändung der Rente wendet.

Also mach Deinem Anwalt Dampf unter dem Hintern, damit Du Dein Geld erhältst und das Dilemma nicht am letzten des Monats wieder von vorn losgeht.

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Danke für die hilfreiche Antwort, Ich habe schon in Erfahrung gebracht (und einen entsprechenden Bescheid der DRV erhalten), dass die Pfändung nur einmal war und ich ab dem 01.04. wieder meine normale Rente bekomme. Der Anwalt hat eindeutig "verpennt", entsprechend Deiner Antwort zu handeln. Das wird aber nich Folgen für ihn haben. Die Betreuung ist heute vom Gericht aufgehoben worden; nicht mehr nötig.

Danke und ein schönes Wochenende

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Ich denke deinem "Anwalt" ist es schei* egal was du für belangen hast. So kommt es mir vor. Falls der Typ aber dein gesetzlicher Vormund ist, siehts düster aus. Ich würde aufjedenfall einen anderen Anwalt nehmen.

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Ich hatte vor, diese Angelegenheit beim Amtsgericht kundig zu machen. Er hat schon einige "Patzer" in meinen Angelegenheiten sich geleistet. Vielen Dank für Deine Antwort und ein schönes Wochenende

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Hallo, ich beziehe seit März 2014 Rente wegen voller Erwerbsminderung von der DRV.

Ich bin 52 Jahre alt und war die letzten 20 Jahre im öffentlichen Dienst tätig. Ich zahlte, wie alle anderen auch, in der Zeit durchgehend in die Zusatzversicherung VBL ein. Anfang Dezember 2013 beantragte ich die Erwerbsminderungsrente, da ich ziemlich stark vom Parkinson beeinträchtigt bin. Ich arbeitete aber so wie es ging weiter, so dass ich auch keine Zahlung des Krankengeldes in Anspruch nahm. Ende Februar 2014 bekam ich den Bescheid von der DRV (volle Erwerbsminderung wurde bis um Erreichen der Regelaltersgrenze -2029- gewährt). Ich stellte Anfang März einen Antrag auf die Betriebsrente bei der VBL. Heute bekam ich eine Absage. Als Grund für die Ablehnung wird die Anwendung des Paragraphen 41 Abs. 2 VBLS genannt. Dem Text entnehme ich, dass die Betriebsrente nur anteilig oder gar nicht gezahlt wird, wenn die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wegen Hinzuverdienstes nicht oder nur zu einem Anteil gezahlt. Ich habe bisher keinen Cent dazuverdient. Ich bekomme auch volle Rente von der DRV. Wie kommen die Herrschaften auf so eine Begründung? Ich wurde auch nicht eimal nach dem Hinzuverdienst gefragt. Gibt es vielleicht eine andere "versteckte" Variante der Interpretation. Ist hier vielleicht was anderes gemeint?

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