Trotz Angestellter ein Kleinunternehmen gründen und von der §19 ustg "profitieren"?

4 Antworten

kann ich dann von der § 19 ustg profitieren (als Kleinunternehmen/Nebengeschäft) oder bin ich dann schon bei der 25,000€ bzw 17,500€ grenze angelangt?

Dein Einkommen aus deiner Festanstellung wird für die genannten Grenzen nicht mit dazu gerechnet. Es zählt ausschließlich der Gewinn bzw. Umsatz aus deinem Gewerbe.

Du kannst also die Kleinunternehmerreglung nutzen, wenn die Umsätze in deinem Gewerbe die 17500 nicht übersteigen. Das das bedeutet nicht unbedingt, dass du davon profitierst. Denn du hast dann auch nicht die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs. Das kann dir unter Umständen deinen Gewinn merklich schmälern.

Bei der Einkommensteuer sieht es anders aus. Hier werden die Einkünfte aus allen Einkunftsarten zusammen geführt und unter dem Strich steht dann das zu versteuernde Einkommen. Wenn sich das aufgrund der Gewerbeeinnahmen erhöht, ist es unvermeindbar, dass sich auch die Einkommensteuer erhöht.

Ob ich § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) bei Deinem Vorhaben begünstigt, oder schädigt, kann man nur wissen, wie Dein Kundenkreis aussieht.

Soweit Du auf Flohmärkten altes Porzellan, oder Bestecke an Privatleute verkaufst, ist es tatsächlich gut.

Wenn Du für Unternehmer Webseiten bastelst, wäre § 19 UStG kontraproduktiv.

Dein Gehalt gehört natürlich nicht zu den Einnahmen aus dem Unternehmen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ein Kleinunternehmer wirst Du wohl kaum gründen, weil es sowas nicht gibt.

Vielmehr willst Du ein Gewerbe anmelden.

Bevor Du das tust, solltest Du zu einem Gründercoach und/oder einem Steuerberater gehen.

Denn Du hast da ein paar Dinge im Kopf, die von absoluter Unkenntnis zeugen.

Von dem genannten Paragrafen kann man nicht profitieren - er stellt nur eine Vereinfachung dar.

Dein Verdienst ist doch kein Umsatz.

ich fuchse mich seit einer woche in dieses thema rein, ich will sorgenfrei mein hobby ausleben und verkaufen können haha xD

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Kleinunternehmer- Steuererklärung seit fast 3 Jahren nicht gemacht! Was nun?

Hallo,

ich hoffe Ihr könnt mir helfen, da ich mich schon seit Tagen mit einer Frage beschäftige, die mir inzwischen wirklich Bauchschmerzen bereitet.

Neben meinem Studium bin ich seit Ende 2009 als Kleinunternehmer tätig. Seitdem habe ich jährlich immer etwa 10.000- 11.000 Euro verdient. (2009 etwas 3.000) Im Finanzamt sagte man mir damals für 2009 müsse ich keine Steuererklärung machen, weil es unmöglich ist, über den gesetzlichen Freibetrag zu kommen Nach meinem Umzug Anfang 2010 habe ich vergessen mich umzumelden.

Das ganze ist mir natürlich schon früher aufgefallen, aber ich konnte mich einfach nicht überwinden das ganze anzugehen. Jetzt habe ich fürchterliche Angst in einer riesen Blase zu leben, die platzen wird, sobald ich den Weg zum Einwohnermeldeamt oder Finanzamt unternehme. Ich habe viele Horrorstorys über Mahngebühren bzgl. der späten Ummeldung gelesen, ganz zu schweigen von dem, was mich bei dem Finanzamt erwarten wird.

Muss ich jetzt nachträglich für die Jahre Lohnsteuer und IHK Gebühren bezahlen?

Bin ich womöglich zwangsabgemeldet worden? Ich hatte einmal einen Anruf vom Finanzamt, wo mir ein Mann auf die MB sprach, dass er mich postalisch nicht mehr erreichen könnte. Ich habe mehrmals erfolglos zurückgerufen und auch eine Email geschrieben, was ich natürlich nicht beweisen kann.

Ich möchte das ganze nicht mehr weiter vor mir herschieben, um endlich wieder Stabilität zu erhalten und dieses schlimme Bauchweh loszuwerden. Habe aber auch riesen Angst vor Irren Nachzahlungen, die ich im Moment einfach nicht stemmen könnte.

Macht es Sinn zu einem Steuerberater zu gehen? Wird man im Einwohnermeldeamt wissen, dass ich solange nicht mehr an der Adresse wohne?- Informiert das Finanzamt die andere Behörde. Die Stadt(Düsseldorf) hat sich nicht verändert, nur eine andere Straße.

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, momentan sehe ich alles nur noch wie einen großen Scherbenhaufen und weiß nicht, wie ich da rauskommen soll.

Vielen Dank im Voraus

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