Trotz 49 Beitragsjahren 11,4% Rentenabzug bei Rente mit 63

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5 Antworten

Mal etwas sortieren.

  1. Du bist jetzt 55 und hast wohl 41 Beitragsjahre.

  2. Du wirst in 8 Jahren 63 sein und dann 49 Beitragsjahre haben.

  3. Es ist gut zu planen, aber wir reden hier über 8 Jahre. Hast Du mal überlegt, was sich im Rentenrecht seit 2006 geändert hat? Bist Du wirklich sicher, dass in dem Bereich nun der himmlische Friede eintritt und sich in den nächsten 8 Jahren nichts ändern wird?

  4. Das gesetzliche Renteneintrittsalter für den Jahrgang 1959 ist 66 Jahre + 2 Monate.

  5. Die Regelung abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gilt für Dich bei 64 Jahren und 2 Monaten.

  6. Wenn die Gesetzeslage so ist, das man entweder genau den Punkt abwartet, oder aber die Zeit ab dem normalen Rentenzeitpunkt gerechnet wird, mag es ungerecht sein, oder eine Gesetzeslücke, aber in 8 Jahren klagt ja eventuell ein anderer Betroffener gegen diese Regelung vor dem BVerfG.

Ich würde abwarten.

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HaferHa 27.11.2014, 11:36

Danke, hört sich vernünftig an. Dann hoffe ich mal das sich das noch ändert und Jemand klagt.

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wfwbinder 27.11.2014, 11:43
@HaferHa

Gegenfrage, was würdest Du als Alternative sehen?

Kannst Du noch immer. Geht nämlich erst, wenn es aktuell ist, weil Du im Moment noch nicht beschwert (also noch nicht durch eine Geldeinbuße betroffen) bist.

Was möglich wäre, wäre eine Normenkontrollklage, aber die kann ein einfacher Bürger nicht einreichen. Mit einer Normenkontrollklage würde geprüft, ob diese gesetzliche Regelung z. B. Verfassungskonform ist.

Sprich mal Deinen Bundestagsabgeordneten an.

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Ich empfehle dir mit 64 Jahren und 2 Monaten nach heutigen Recht (Rente ab 63) in Rente zu gehen. Dann hast du 50 (nicht 51) Jahre eingezahlt und keinen Rentenabzug!

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HaferHa 27.11.2014, 11:39

Dann kann ich nicht an dem Generationenpakt meines Arbeitgebers teilnehmen, also keine gute Lösung.

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Angelsiep 27.11.2014, 12:12
@HaferHa

Vielleicht kannst du den Arbeitgeber dazu bewegen, den Generationenpakt, der Gesetzeslage anzupassen.

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HaferHa 27.11.2014, 12:56
@Angelsiep

Eine Bedingung zur Teilnahme ist zum frühest möglichen Zeitpunkt in Rente zu gehen, also mit 63.

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Es geht bei mir um 14 Monate bei dem der Abzug nicht 14x0.3% ist sondern 78x0.3% zum tragen kommt. Ich habe mit 63 schon 49 Jahre eingezahlt. Danke für die bisherigen Antworten

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gammoncrack 27.11.2014, 11:37

Also zieht man Dir 23,4% von der Rente ab? Das erkläre mal bitte genauer!

Das, was Du nun hiermit sagen willst, verstehe ich nicht.

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HaferHa 27.11.2014, 12:17

Sorry, nicht 78 Monate sondern 38 Monate, war ein Tippfehler

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Die abschlagfreie Rente mit 63 Jahren und mindestens 45 Beitragsjahre gilt für die Jahrgänge 1952 und älter. Nur dieser Personenkreis kann, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, punktgenau mit 63 Jahren die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ bekommen. Für jeden nachfolgenden Jahrgang erhöht sich der mögliche abschlagfreie Renteneintritt um zwei Monate, in Deinem Fall also auf 64 Jahre und zwei Monate, unabhängig davon wieviel Beitragszeiten Dein Rentenkonto aufweist. Die Annahme ( „ … bin ich davon ausgegangen das mein Rentenabzug sich auf mein 100% Renteneintrittsalter von 64 Jahren und 2 Monate bezieht, also 4,2% …„) sich die Rentenminderung auf den frühestmöglichen Renteneintritt bezieht ist falsch. Die Rente mit 67 Jahren gilt unverändert, demnach könntest Du erst mit 66 Jahren und einem Monat die Regelaltersrente beziehen. Bei einem Ausstieg aus dem Erwerbsleben mit 63 Jahren statt mit 66+1 müsstest Du demzufolge Abschläge für 38 Monate x 0,3 % = 11,4 % in Kauf nehmen.

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Das Gesetz sieht zur Zeit diese Regelung vor. Lamentieren, daß das nicht gerecht ist, kann man zu Recht immer. Ich könnte dir einige Punkte aufzählen.

Schon die abschlagsfreie Rente ist an sich ungerecht:

Wer mit jetzt mit 63 in Rente geht, bekommt ja 2 Jahre länger abschlagsfreie Rente als der, der mit 65 +x geht.

Im Klartext:

Das Sterbealter liegt bei ca. 80 Jahren. Die RV muß also dem, der mit 63 Jahren Rentner wird, 17 Jahre Rente zahlen. Dem der mit 65 Jahren Rentner wird, nur 15 Jahre.

Schon deshalb ist der Abschlag "gerecht" und ist keine Strafe, wie oft behauptet wird

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wfwbinder 27.11.2014, 10:59

Nicht nur das.

man bekommt 2 Jahre länger Rente + man zahlt 2 Jahre kürzer Beiträge (OK, relativiert sich bei denen die eben viele Beitragsjahre haben).

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Angelsiep 27.11.2014, 11:51
@wfwbinder
man zahlt 2 Jahre kürzer Beiträge

Dafür bekommst du schon weniger Rente.

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HaferHa 27.11.2014, 12:31
@Angelsiep

Ich habe mit 63 schon 49 Jahre Beiträge gezahlt ! Wer kann das schon von sich behaupten? Dann soll ich für 1 Jahr und 2 Monate vor erreichen der 100% Rente 11,4% Abzug statt 4,2 % für gerecht halten ?

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Angelsiep 27.11.2014, 12:43
@HaferHa

Ich habe versucht dir zu erklären, daß fast alles an der Abschlagsfreien Rente nicht gerecht ist.

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HaferHa 27.11.2014, 12:58
@Angelsiep

Das ist jetzt etwas am Thema vorbei. Ich beklagen nicht die Rente mit 63

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wfwbinder 27.11.2014, 17:18
@Angelsiep

@Angelsiep

Dann rechnen wir doch mal.

Angenommen jemand geht mit 65 in Rente 1.000,- mtl., 12.000,- im Jahr, bis zum Ende der Lebenserwartung * 15 = 180.000,-

1 Jahr früher: 12.000,- - 3,6 % = 11.568,- * 16 Jahre = 185. 088,- Euro

2 Jahre früher 12.000,- - 7,2 % = 11.136,- * 17 Jahre = 189.312,-

3 Jahre früher 12.000,- - 10,8 % = 10.704,- * 18 Jahre = 192.672,-

Also, die Gesamtzahlung aus der Rentenkasse ist höher.

Und dabei sind die geringeren Einnahmen, durch 1-3 Jahre weniger Beiträge nciht gerechnet.

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