Testamentsunterschlagung durch Mutter

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Das Nachlassgericht kann die Mutter mit Zwangsmitteln dazu bewegen, das Testament herauszugeben. Urkundenunterdrückung ist eine Straftat. Du kannst selbst im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes vorgehen. Du benötigst zusätzlich einen Nacherbenvermerk im Grundbuch. Ich empfehle anwaltliche Hilfe.

Testament nichtig bei Verstoss gegen Heimgesetz & 14?

Sachverhalt:

Meine Mutter lebte seit 2005 in einem Alters-/Pflegeheim der Diakonie (Träger und Eigentümer des Heims), ist dort 2014 verstorben und hat ein Testament hinterlassen in dem sie als Alleinerbe eine Stiftung eingesetzt hat, die von der Diakonie beherrscht wird, und einen Ersatzerben mit direkter Begünstigung des Pflegeheims .

(Die Beherrschung ist präzise nachzulesen)

Mit Verweis auf das Heimgesetz §14 hat mein Anwalt für mich als gesetzlicher / einziger Erbe Erbschein beantragt, was abgewiesen wurde, das AG schreibt (ohne mündliche Verhandlung!) im Beschluss "eine Verflechtung der Stiftung mit der Diakonie ist nicht erkennbar" "das sind Fakten".

Meine Beschwerde zum o.g. Beschluss wurde vom gleichen Richter postwendend zurückgewiesen, und an das OLG weitergereicht.

Vom OLG erhielt ich die lapidare Mitteilung, dass die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg haben dürfte und "wie das Nachlassgericht von diesen Begründungen ausgeht....", es wird geraten die Beschwerde zurückzunehmen.

Mein Anwalt hat die vorliegende und dokumentierte Beweislage nochmals deutlicher präzisiert, und gebeten diesen OLG Beschluss nochmals zu überdenken.

Ich fühle mich angesichts dieser Unstimmigkeiten völlig hilflos und komme mir vor wie der Hase in der Fabel, der trotz klarer, für ihn sprechender Sachlage vom Igel ausgetrickst wird.

Im Gespräch mit meinem Anwalt bezüglich dieser Auffälligkeiten hat sich der Verdacht herausgebildet, ob es hinter den Kulissen evtl. auch um andere Faktoren geht, wie z. B. dass es eine evangelisch kirchliche Organisation ist, betreibender Akteur der ganzen Aktion "Mittelbeschaffung" für die Diakonie ist ein Jurist im Staatsdienst i.R. der sich öffentlich rühmt, in der bayerischen Justiz bestens vernetzt zu sein, und als Vorstand der Diakonie und Stiftung im Heim unverhohlen mit Werbematerial für die Stiftung bei den Bewohnern "Seniorenberatung/ Testamentsberatung" betreibt.

Letzter Stand ist, dass ein Beschluss vom OLG vorliegt, der mit völlig neuer Begründung, meine Beschwerde ablehnt, mit keinem Wort auf § 14 HG eingeht.

Das Testament wurde von o.g. Juristen ausgeklügelt und von meiner 90 jährigen Mutter blind unterschrieben, besteht aus 5 Verfügungen (3 x nichtig wegen §14 HG, 1x ungültig, und als Nr.5 meine "Enterbung" die aber sittenwidrig ist ) Nach meiner Kenntnis ist bei Verstoss gegen das zwingende Verbot § 14 HG das Testament in Gänze nichtig und kann nur geheilt werden durch neues Testament. Das OLG stützt sich auf die Enterbung als gültige Verfügung bzw. einziges relevantes Detail, und schliesst Rechtsbeschwerde (ohne Begründung) aus.

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