Testament mit Kontovollmacht

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3 Antworten

Du musst zwei Dinge unterscheiden:

1. Die Vollmacht über den Tod hinaus. Die vergibt man, damit einer alles Regeln kann (Beerdigung usw.), wenn man verstorben ist. Diese Vollmacht beinhaltet aber nicht, dass sich der Bevollächtigte Gelder, oder Dinge zueignet, ausser es wäre bestimmt (nimm Dir für die Lauferei 300,- Euro).

2. Das Testament, was regelt, wie mit dem Eigentum des Verblichenen zu verfahren ist. Vermutlich hat der Bevollmächtigte zumindest Teile des Erbes im Besitz, oder die Verfügungsmacht darüber. Aber das ändert ncihts daran, dass nach dem Testament zu verfahren ist.

3. Es obliegt Euch nun, nach dem Testament zu verfahren. Das gebietet wohl auch der Respekt vor den Wünschen Eures Vaters. Aber ihr dürftet natürlich auch, wenn ihr Euch einigt, so verteilen, wie ihr möchtet.

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  1. Auch über den Tod hinaus bestimmte Vollmachten des Erblassers sind von den rechtsnachfolgenden Erben widerrufbar. Du könnetest also deinem Bruder die lebzeitige (Konto-)Vollmacht durch schriftliche Erklärung, auch der Bank gegenüber, für unwirksam erklären.

  2. Testamentarische Verfügungen sind ein Wunsch, kein Zwang des Erblassers. Niemand muss ein marodes Haus erhalten oder die ererbte Briefmarkensammlung behalten, wenn er darin keinen Sinn sähe.
  3. Demnach könnt ihr - nur ein vernehmlich und übereinstimmend - entscheiden, ob ihr dem Wunsch eures Vaters entsprecht und etwa den verbliebenen Reinnachlass derart teilt, dass er teilweise in Sparbriefen mit festem Verfügungszeitpunkt angelegt wird. Damit wäre man vor unüberlegten Geldausgaben geschützt, was der Verstorbene im Sinn gehabt haben dürfte. Oder eben anteilig und sofort teilt und damit eurer Eigenverantwortung oder persönlichem Geldbedarf Rechnung tragen.

G imager761

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Es ist so, wie wfwbinder schreibt: Sind alle Erben sich einig, kann das Erbe so untereinander verteilt werden, wie es ihnen beliebt.

Ist dem nicht so, gilt das Testament und nicht die Vollmacht.

Ich glaube, der Vater wird seine Gründe gehabt haben,ein Testament zu schreiben,, obwohl er vorher seinen Willen kund getan hat.

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