Testament kontra Generalvollmacht?

2 Antworten

Meine Lebensgefährtin ist jetzt verstorben, nun kommt der Sohn mit einer Generalvollmacht. Wie verhält sich das rechtlich?

Eindeutig und simpel: Als testamentarischer Erbe bist du Rechtsnachfolger der Vollmachtgeberin und kannst ihre Generalvollmacht jederzeit widerrufen.

Das lässt man den Sohn durch persönliche Übergabe seines Widerrufs oder per Einwurfeinschreiben zugestellt wissen:

"Widerruf der Vollmacht

Ausweislich meiner Erbenstellung gem. Abschrift beigefügten Testaments widerrufe ich hiermit als Rechtnachfolger die von der Vollmachtgeberin (Vor- und Nachname/n, Adresse) am (Datum der Vollmacht) dem Bevollmächtigten (Name, Anschrift und Adresse) erteilte General-Vollmacht (ggf. die bevollmächtigte Tätigkeit genau beschreiben).

Sie ist ab sofort nicht mehr wirksam.

Den ehemals Bevollmächtigten fordere ich weiterhin dazu auf, die Vollmachtsurkunde herauszugeben.

(Ort, Datum)

(Unterschrift des Erben)

Unterschrift des Bevollmächtigten (zur Kenntnisnahme des Widerrufs, nicht zwingend notwendig)"

Trotz Testament bleibt aber der Sohn "pflichtteilsberechigt" was der Zündstoff für weitere Probleme sein wird.

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@Snooopy155

Wegen des Testaments ist der Sohn des Erblassers auf seinen Pflichtteil gesetzt. Das hat aber weder etwas mit seiner Generalvollmacht zu tun noch sehe ich da irgendwelchen Zündstoff, sondern Auskunfstpflicht und Auszahlungsanspruch, der zu erfüllen wäre.

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